Reisebeschränkungen Auslandsgeschäfte: Betriebe zwischen Unsicherheit und Optimismus

Geschäftsreisen sind in diesem Jahr schwierig geworden. Trotzdem haben viele Handwerksbetriebe laufende Projekte im Ausland. Wo die größten Herausforderungen liegen und warum manch ein Betrieb auch jetzt noch weitere Auslandsmärkte erobern will.

Jessica Schömburg

Geschäftliche Auslandsreisen sind in der Corona-Krise mit vielen Hürden verbunden. Trotzdem sind immer noch viele Handwerker im Ausland aktiv – sowohl in Europa, als auch in der ganzen Welt. – © Lukas Gojda – stock.adobe.com

Etwa 50.000 Handwerksbetriebe in Deutschland pflegen Auslandsgeschäfte. Sie bauen handwerkliche Spezialprodukte für Kunden weltweit, nehmen Aufträge für grenzübergreifende Projekte an oder fahren für eine handwerkliche Dienstleistung ins Nachbarland. In diesem Jahr stellen die Corona-Pandemie und die damit verbundenen staatlichen Maßnahmen zur Ein- und Ausreise die Betriebe vor besondere Herausforderungen und sorgen nach wie vor für Planungsunsicherheit.

Nach Angaben der Handwerkskammer Dresden werden etwa drei Prozent der Umsätze im Handwerk mit Auslandsgeschäften erwirtschaftet. Beliebt sind vor allem Geschäfte in Europa. „Drei von vier Auslandsgeschäften werden direkt in den deutschen Nachbarländern ausgeführt“, sagt Jana Westphälinger, Ansprechpartnerin für das Thema Internationale Beziehungen bei der Handwerkskammer Dresden. Vor allem Baubetriebe sind grenzübergreifend tätig. Weltweit gefragt ist die deutsche Expertise aber auch bei Nischenprodukten, speziellen Maschinen oder Geräten, für die der deutsche Markt zu klein ist.

Geschäfte laufen weiter

In diese Kategorie fällt auch der Betrieb von Orgelbaumeister Wolfgang Brommer. Von Waldkirch bei Freiburg beliefern er und seine Kollegen vom „Waldkircher Orgelbau Jäger & Brommer“ Kunden in der ganzen Welt. Vor allem die Asiaten sind begeistert von den Orgeln „Made in Germany“. Kunden finden die Handwerker zum Beispiel überall dort, wo es Kirchen gibt. In China stehen 50.000 Stück, in der Regel ohne Orgel. In Deutschland ist der Markt hingegen schon sehr eng, wie Brommer erklärt. Normalerweise reist der Handwerker deshalb öfter im Jahr nach Japan, China oder Südkorea, um neue Projekte zu besprechen. Dieses Jahr waren geschäftliche Auslandsreisen aufgrund der Reisebeschränkungen kaum möglich bzw. nur unter Einhaltung strenger Quarantäneauflagen.

Trotzdem war das Jahr wirtschaftlich gesehen nicht so schlecht wie man annehmen könnte. So berichtet der Handwerksmeister zufrieden von einem weiteren Auftrag für eine Orgel in einer Universität in Seoul in Südkorea. Außerdem ist der Betrieb aktuell noch gut mit bestehenden Aufträgen versorgt. Da es drei bis vier Jahre dauert, bis eine Orgel fertiggestellt ist, sind Auftragsrückgänge erst zeitversetzt zu erwarten. Probleme sieht Brommer daher eher für die Geschäfte in den kommenden Jahren, da er dieses Jahr deutlich weniger neue Aufträge abschließen konnte. Aus China rechnet er zum Beispiel dieses und auch kommendes Jahr mit keinen weiteren Aufträgen. „Mit Beginn der Corona-Krise in China, gab es einen Auftragsstopp und alle Auslandsgeschäfte wurden erstmal ausgesetzt“, berichtet Brommer. „Wir halten zwar Kontakt zu unseren Kunden dort, schauen uns aber auch weiter um.“

Planungsunsicherheit und komplizierte juristische Vorschriften

Auch andere Handwerksbetriebe seien aktuell noch gut ausgelastet mit bestehenden Aufträgen berichtet Westphälinger. Nur neue Aufträge abzuschließen, das gestalte sich aktuell etwas schwieriger. „Sowohl Kunden als auch Betriebe wissen nicht, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen in den kommenden Wochen aussehen werden. Auch die Reisebestimmungen werden immer recht kurzfristig angepasst. Das ist für viele ein Problem und bringt Unsicherheiten mit sich“, sagt die Expertin.

Betriebe berichteten ihr von unterschiedlichen Schwierigkeiten, wenn zum Beispiel der Tischler das Glas für sein Möbelstück nicht bekommt, das er im Ausland bestellt hat oder der spezielle Beton aus Italien nicht geliefert wird, weil das Werk dort geschlossen ist. Eigentlich, so die Kammer-Expertin, müssten die Betriebe den aktuellen Mehraufwand auf die Preise draufschlagen.

„Die Planungsunsicherheit ist das größte Problem für die Betriebe“, sagt die Expertin „und diese Unsicherheit wird sich auch noch verstärken, je länger die Pandemie andauert.“ Mittlerweile sei zwar die Rechtslage besser geregelt und es sei eine gewisse Routine eingetreten. Und auch die Hygienemaßnahmen stellten die Betriebe vor keine großen Herausforderungen mehr. „Betriebe und Kunden sind jetzt sensibilisiert. Masken, Plexiglasscheiben oder Homeoffice – darauf haben sich die Betriebe jetzt schon eingestellt. Aber Quarantäneregeln würden die Arbeit der Handwerker immer noch erschweren.

Auch jetzt im zweiten November-Lockdown sind diese Regeln wieder strenger geworden. Mittlerweile sind in allen Bundesländern neue Einreise-Quarantäne-Verordnungen in Kraft getreten. In Sachsen wurden die Betriebe damit überrascht, dass von Freitag auf Montag neue Regelungen gültig waren, berichtet die Kammermitarbeiterin. Sowohl für die Einreise ausländischer Mitarbeiter nach Sachsen, als auch für deutsche Handwerker, die ins Ausland fahren, ändere sich die Situation laufend. Wie schon beim ersten Lockdown sind die Bestimmungen sehr unterschiedlich und manche Punkte nicht ohne juristisches Fachwissen verständlich. Wer darf, wie lange einreisen? Was gilt für Grenzpendler, was gilt für Mitarbeiter, die mehrere Tage auf Montage sind? Wann ist eine Quarantäne nötig? Wann ist ein Corona-Test vorgeschrieben? Welche Ausnahmen gibt es für wichtige Projekte? In welchem Land muss ich welche Dokumente mit mir führen? Auf all diese Fragen müssen sich die Kammern, aber auch die Betriebe wieder neu einstellen.

Nachfrage nach digitalen Verkaufswegen steigt

Ein kleiner Lichtblick in den vergangenen Monaten ist die Kreativität und fortschreitende Digitalisierung der Betriebe in der Krise. Viele Handwerker haben sich über andere Kontaktwege mit den Kunden vernetzt. Mitglieder der Handwerkskammer Dresden zeigten zum Beispiel großes Interesse an dem Thema Onlinevermarktung und digitale Geschäftspartnersuche. Wie verkaufe ich mein Produkt online? Wie kann ich online neue Partner gewinnen? Diese Fragen beschäftigten die Betriebe mit Interesse am Auslandsgeschäft aktuell, berichtet Westphälinger.

Der Orgelbaubetrieb aus Waldkirchen setzt schon lange auf digitale Verkaufswege. Daher liefen die Überseegeschäfte auch ununterbrochen weiter, erzählt der Firmenchef. „Ich kann mir zwei Wochen Quarantäne nicht leisten. Wir haben daher viel geskyped und Fragen online oder am Telefon geklärt“, sagt der Handwerksmeister. Digitale Kontaktwege waren für ihn schon seit Jahren wichtig und hätten sich nun nur noch mehr bestätigt. Er verschickt einen Newsletter und hat seine Website vor Jahren schon auf Japanisch und Chinesisch übersetzen lassen. In den kommenden Monaten möchte er sein internationales Geschäftsnetz noch weiter spannen. „Wir wollen noch weitere Absatzmärkte für uns entdecken und Kontakte zum Beispiel nach Südamerika aufbauen. Das ist auch in der heutigen Zeit gut möglich und das kann jeder Handwerksbetrieb schaffen, der sich dafür interessiert. Man muss sich nur trauen“, ermutigt der Handwerker.

>>> Betriebe, die Fragen zu Auslandsgeschäften haben und Tipps aus der Praxis suchen, können sich an die regionale Handwerkskammer oder auch an Wolfgang Brommer direkt wernden.

>>> Weitere Informationen zu aktuellen Quarantäne-Verordnungen gibt es bei den jeweiligen Landesministerien und den regionalen Handwerkskammern. Einen Überblick über die Länder, die als Risikogebiet eingestuft werden, bietet das Robert-Koch-Institut.

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    © Detlev Müller
    Am 4. Mai 2020 war es dann soweit: Friseure durften ihre Salons wieder öffnen – allerdings unter strengen Hygieneschutzauflagen. Damit die Maske beim Haareschneiden nicht stört, entwickelte Friseur Thomas Venus aus Freiburg eine clevere Halterung.
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    © Felix Flechtner
    Seit Ende April gilt deutschlandweit die Maskenpflicht, etwa in Einkaufsläden sowie in Bus und Bahnen. Bereits davor nähten Felix Flechtner und viele andere seiner Branchenkollegen Gesichtsmasken. „Das ist der Beitrag, den ich in der Corona-Krise leisten kann“, sagte der Maßschneider im März 2020.
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    © Beliefer GbR
    Bäckerei-Cafés mussten Mitte März ebenfalls schließen. Aber auch nachdem sie wieder öffneten, hatten viele Kunden Bedenken persönlich in die Bäckereien zu gehen. Das bemerkte auch der 16-jährige Schüler Quentin Leopold und hatte eine Idee: Er entwickelte eine Lieferdienst App und testete sie prompt bei seinem Arbeitgeber Lokalbäckerei Brotzeit.
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    © Metzgerei Hack_Freising
    Ähnliche Idee, anderes Handwerk: Metzgermeister Steffen Schütze von der Metzgerei Hack aus Freising hatte bereits Monate vor der Corona-Krise eine digitale Verkaufslösung angeboten. Mittendrin half seine Verkaufsapp ihm dabei, seinen Kundenstamm zu erweitern. Das Bild zeigt einen Bon einer Bestellung über die App.
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    © René Ruprecht/Weiherer Bier
    Viele Brauereien blieben während des Lockdowns auf ihren Vorräten sitzen. Wohin also mit dem Bier, wenn nicht alles weggeschüttet werden sollte? Die Brauerei Kundmüller hatte eine Idee: sie startete Anfang Mai den Ausschank von Freibier. Die Aktion diente auch einem guten Zweck.
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    © Screenshot: insta_llateur
    Während das Corona-Virus sich weiter in Deutschland verbreitet, kommt es Anfang März 2020 zu ersten Hamsterkäufen: Den Run auf das Klopapier nahm auch Installateurmeister Kristijan Cacic zum Anlass für eine außergewöhnliche Videoaktion auf Instagram – mit Erfolg. Laut Cacic beteiligten sich rund 80 Instagrammer aus dem Handwerk.
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    © Screenshot: babobaker_konstanz
    Digitale Events hatten während der Zeit des Lockdowns Hochphase. Nachdem Anne Blattner nach einem Auslandsaufenthalt keinen Job in einer Konditorei fand, organisierte die Konditormeisterin im März eine Workshop-Reihe über Instagram. Neben musikalischer Unterhaltung standen eine Kinderbuchlesung, Kaffee-, Torten- und Blumenkunst sowie Tipps für Food-Fotografien auf dem Programm.
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    © Axel Schmitt/Bäckerei Schmitt
    Wäre es nicht praktisch, seinen Einkauf möglichst kontaktlos zu erledigen? Das dachte sich auch Axel Schmitt aus Frankenwinheim. Seine Lösung: Eine Pop-Up-Drive-In Bäckereifiliale in einer alten, leerstehenden Tankstelle. Stand Mai 2020 konnte der Bäckermeister dank des Stores sogar drei Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückholen.
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    © Aytekin Fußbodentechnik
    Selbst ist der Handwerker – auch in puncto Hygienemaßnahmen. Alperen Aytekin von Aytekin Fußbodentechnik im hessischen Griesheim ging im März mit gutem Beispiel voran. Da das Coronavirus durch Tröpfchen über die Luft oder über kontaminierte Hände auf die Schleimhäute übertragen wird, ließ sich der Estrichlegermeister etwas einfallen: Den „Corona-Helm“.
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    © Autohaus Klaiber
    Ein Dixi-Toilettenhäuschen mitten im Autohaus? Ein seltsamer Anblick, aber eine wichtige Maßnahme, um Kunden und Mitarbeiter vor dem Virus zu schützen. So gesehen im Autohaus Klaiber in Balgheim bei Freiburg im März 2020.
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    © Autohaus Thoma
    Mitte März kam es zum deutschlandweiten Lockdown. Kontakte wurden beschränkt, viele Läden mussten schließen. KFZ-Werkstätten durften weiterhin geöffnet bleiben – unter strengen Hygiene- und Einlassbeschränkungen. Im Autohaus Thoma in Sexau in Baden-Württemberg wurde extra eine selbstgebastelte Ampel in den Eingangsbereich installiert, die den Einlass regelt.
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    © Screenshot: borianflaisch
    Bei diesem fliegenden Helferlein handelt es nicht um eine neue Art der Fleischlieferung, sondern um eine kreative Marketingmaßnahme während des Corona-Lockdowns: „Mit dem Video wollen wir auf lustige Weise auf unseren Grillfleisch-Lieferservice aufmerksam machen“, erklärte Florian Baisch, Fleischer und stellvertretender Marktleiter bei Erich Rothe.
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    © Thorben Müller
    Erste Hygieneschutz-Wände wurden bereits während des Lockdowns installiert. Mittlerweile sieht man sie fast überall. Nachdem sich Patienten und Personal zunehmend darüber beklagten, ihren Gegenüber schlecht zu verstehen, nahm Glasermeister Thorben Müller eine wirkungsvolle Anpassung für das Uni-Klinikum Tübingen vor. Die Idee zum in der Schutzwand integrierten „Akustik-Feld“ hatte sein 8-jähriger Sohn.
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    © Ulrich Kriescher
    Ulrich Kriescher aus Würselen bei Aachen nutzte die Zeit des Lockdowns und entwarf seine erste eigene Uhrenlinie – mit Erfolg. Heute sind die Armbanduhren mit der Aufschrift „Kriescher 1929“ fester Bestandteil seines Angebots.
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    © WM Bau Mühlefeld
    Händedesinfektion gehört mittlerweile zum Alltag. Sich dabei tierische Unterstützung zu holen ist hingegen neu: Im September half Bürohund Hugo im Bauunternehmen WM Bau Mühlefeld beim Desinfizieren der Hände.
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    © mococo medienmanufaktur/Haarstudio Elisabeth/Stefan Schwarz
    Vorbereitung auf das Ende der Isolation: Friseurmeisterin Elisabeth Würz hat sich während der Corona-Schließung der Friseurgeschäfte mit ungewöhnlichem Sport für die Wiedereröffnung fit gehalten – Doppelbürsten Sit-ups. Dieses Foto belegte den dritten Platz bei den PR-Bild Awards 2020 in der Kategorie „Lifestyle“.
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    In Corona-Zeiten lösen Griffe an Einkaufswägen bei vielen Menschen unwohle Gefühle aus. Hier setzt „“reiner“ an – eine Art Waschstraße für den Einkaufswagen“. Erfunden wurde die Desinfektionsanlage von IG Franken Gebäudereinigung aus Erlangen. Die Idee dazu hatten Firmeninhaber Ingo Gartner und Sohn Fabian im März, Ende Mai begann bereits die Serienfertigung. Inzwischen ist „reiner“ an den ersten Standorten im Einsatz.
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    Viele Brillenträger kennen das Problem: Kaum ist der Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt, beschlagen die Brillengläser. Abhilfe schafft „Covisier“ – ein Gesichtsvisier aus flexiblem Kunststoff. Es lässt sich an den Brillenbügeln befestigen und bietet eine Aussparung um die Augenpartie. Optikermeister Roland Brökelschen und seine Frau Eva van Dieken aus Moers haben im Herbst an ihrer Erfindung getüfftelt und sich diese sogar patentieren lassen. „Covisier“ kann immer dann zum Einsatz kommen, wenn das Tragen einer Maske nicht verpflichtend ist, z. B. bei Arbeiten in der Werkstatt.
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    Den Meistertitel würdig feiern – in Zeiten von Corona eine schwierige Aufgabe. Die Handwerkskammer Region Stuttgart organisierte im Oktober deshalb eine virtuelle Meisterfeier – samt Live-Sessions, Social Wall und privatem Wohnzimmerkonzert. Auch Außenreporter waren unterwegs, um die Meisterbriefe persönlich zu übergeben: Kammerchef Thomas Hoefling überrascht auf diesem Bild Zimmerermeister Jan Vaihinger.
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    Bei Schneidermeisterin Inge Szoltysik-Sparrer gibt es Masken in allen Farben und Motiven, passend zum Anzug oder auch mit Spitze verziert für feierliche Anlässe. „Aktuell sind Alltagsmasken mit weihnachtlichen Motiven stark gefragt“, sagt Schneidermeisterin Inge Szoltysik-Sparrer, „entweder für einen persönlich oder auch als Geschenk oder Mitbringsel.“ Die Handwerkerin hat eine eigene kleine Kollektion für die Feiertage entworfen. 2020 hat sie außerdem den Ausbau ihres Onlineshops erweitert, den sie ausschließlich über die sozialen Medien bewirbt und dadurch gute Zusatzgeschäfte generiert.
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    Konditormeister Jakob Neumeier (rechts) und sein Bruder Xaver zeigen ihre Wut-Krapfen „Frustfinger“, eine Faust mit gestrecktem Mittelfinger. Sie machen damit ihrem Ärger über die Corona-Auflagen Luft.
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    Friseurmeisterin Katrin Walter aus Eilenburg bei Leipzig frisiert in ihrem Gartenhaus-Separee eine Mitarbeiterin. Das 24 Quadratmeter große Holzhaus, das sie hinter ihrem Friseur-Salon während der Corona-Zwangspause zusätzlich eingerichtet hat, ist unter anderem mit einem flexibel einsetzbarem Bedienplatz vor einer großen Fensterfront, Kamin und Fußbodenheizung ausgestattet. Der Blick in die Natur soll den Kundinnen während des Frisierens eine entspannte Atmosphäre in der von Corona geprägten Zeit bieten.
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    Konditormeister Herbert Häcker aus Bad Königshofen hatte mit der Herstellung eines Schoko-Weihnachtsmanns mit Mund-Nasen-Schutz einen Shitstorm im Internet ausgelöst. Mittlerweile erhält die Konditorei sehr viel Zuspruch für ihre schokoladige Aktion und kann sich vor Aufträgen kaum noch retten.
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    Der schon lange absehbare Ausfall der Weihnachtsmärkte hat die Kreativität der Holzspielwarenmacher im Erzgebirge angeheizt. Tino Günther, dessen Familienbetrieb in vierter Generation traditionelles Holzspielzeug herstellt, präsentiert rechtzeitig vor den Feiertagen den Prototyp eines Räuchermännchens, das als Karikatur das zurückliegende Jahr in einer Figur zusammenfasst, dem Virologen. Ähnlichkeiten mit jetzt lebenden Personen seien rein zufällig, scherzt Günther.