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Bier für alle Kunden Wegen der Corona-Krise: Brauerei gibt Freibier aus

Viele Brauereien bleiben in der Corona-Krise auf ihrem Biervorrat sitzen. Wohin also mit dem Bier, wenn nicht alles weggeschüttet werden soll? Die Brauerei Kundmüller hatte eine Idee: sie gibt Freibier aus. Die Aktion soll auch einen guten Zweck unterstützen.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Coronavirus

Wie viele Brauereien blieb auch die Brauerei Kundmüller aus Weiher wegen der Corona-Krise auf ihren Bierfässern sitzen, denn Hauptabnehmer wie Gastronomien und Gaststätten dürfen nach dem bundesweiten Lockdown erst wieder Mitte, bzw. Ende Mai aufmachen. Es drohte das Mindesthaltbarkeitsdatum von 100 Hektolitern Bier abzulaufen. Das sind rund 20.000 Seidla. Anstatt es wegzuschütten hatten die Geschäftsführer Roland und Oswald Kundmüller eine Idee.

Bier darf selbst gezapft werden

Ab dem Start des Abholservices im Brauerei-Gasthof Kundmüller am 8. Mai, darf sich für jedes bestellte Essen sowie jeden gekauften Kasten im hauseigenen Getränkemarkt ein Freiseidla selbst gezapft werden. "Das ist uns viel lieber, als unser Bier einfach in den Gully laufen zu sehen. Und wenn wir so unseren Gästen noch eine Freude machen können, dann umso besser", so Roland Kundmüller zum Freibier.

Die Brauerei empfiehlt, dass Kunden spätestens am Vortag die Speisen telefonisch oder per E-Mail bestellen. So könne sichergestellt werden, dass auch jeder sein Freibier bekommt. "Aber auch spontanes Anrufen kann noch klappen, solange der Vorrat reicht," sagt Kundmüller.

Auf der Website der Brauerei können die Kunden nachschauen, was am jeweiligen Tag aktuell auf der Karte angeboten wird. Zum Start am 8. Mai stehen unter anderem zur Auswahl: Brauhausschnitzel, Cordon bleu, Schnitzel und Currywurst.

Spende an Kinderhospiz

Abgeholt werden kann am Freitag und Samstag von 17 bis 20 Uhr und am Sonntag von 11 bis 14 Uhr. Aus Umweltgründen können für das Essen eigene Behältnisse mitgebracht werden. Auch ein Gefäß für das Bier darf der Kunde nicht vergessen, denn das Bier darf am Fass selbst gezapft werden. Desinfektionsmittel stehen laut Brauerei Kundmüller bereit und müssen benutzt werden. Wer sich mehr als ein Freiseidla zapfen will, darf das gegen eine Spende für das Kinderhospiz Sternenzelt.

Spätestens Ende Mai dürfte die Nachfrage nach Bier aus der Gastronomie dann wieder steigen. Ab dem 25. Mai sollen Gaststätten in Bayern laut Ankündigung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder schrittweise wieder öffnen dürfen. Für Biergärten fällt bereits am 18. Mai der Startschuss. sar

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