Im Handwerk wurden 2018 vor allem zwei Themen diskutiert: die Wiedereinführung der Meisterpflicht und die DSGVO. Aber es gab noch andere spannende Geschichten, wie der Jahresrückblick der Deutschen Handwerks Zeitung zeigt.
Jessica Baker

Januar
Neues Werkvertragsrecht: Das gilt seit 1. Januar 2018
Anfang 2018 trat die größte Reform des Werkvertragsrechts seit 120 Jahren in Kraft. In die neuen Paragraphen des Bürgerlichen Gesetzbuchs wurden insbesondere verschiedene Regelungen explizit für den Bau- bzw. Verbraucherbauvertrag aufgenommen. Aber auch der Architekten- und Bauträgervertrag wurde gesetzlich neu geregelt. Ein Thema, das die Leser der Deutschen Handwerks Zeitung (DHZ) im Januar sehr interessiert hat.
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Februar
Steuerunterlagen: Was Sie 2018 entsorgen können
Alle Jahre wieder kommt die Frage auf, welche Steuerunterlagen brauche ich noch und was kann in den Schredder? Für einige Unterlagen gelten spezielle Aufbewahrungsfristen. Mit der jährlichen Checkliste der DHZ sind Handwerksbetriebe gut aufgestellt. Im Februar haben sich besonders viele Leser über diese Fristen informiert. Was Sie ab 2019 entsorgen können, lesen Sie hier:
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März
Maler schimpft über Bürokratie und erhält überraschendes Feedback
Immer wieder gibt es bürokratische Hürden, die die Arbeit von Handwerkern beeinträchtigen. Auch bei einem Fall, über den die DHZ im März berichtete, standen Aufwand und Ertrag in keinem guten Verhältnis. Malermeister Jochen Renfordt schimpfte über eine öffentliche Ausschreibung für einen Wasserschaden. Er erhielt viel Zustimmung von seinen Kollegen, aber auch ein unerwartetes Feedback aus der Politik. Ein Fall, über den die Leser der DHZ im März viel diskutierten.
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April
Gehaltsverhandlung: Diese 3 Geheimtipps sollten Chefs kennen
Tipps und Tricks zur Betriebswirtschaft sind bei den Lesern der DHZ besonders beliebt. Im April stieß ein Artikel zum Thema Gehaltsverhandlung auf großes Interesse. Wenn es um das Gehalt der Mitarbeiter geht, will der Betrieb ja einerseits nicht mehr Geld als notwendig herausrücken, andererseits aber gute Mitarbeiter auch nicht verprellen. Was sich Chefs für die nächste Verhandlungsrunde merken sollten, können Sie nochmals unter dem folgenden Link nachlesen:
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Mai
DSGVO: Diese Pflichten haben Betriebe beim Datenschutz
Kaum ein Thema hat die Leser der DHZ in diesem Jahr so stark beschäftigt, wie die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Was muss ich jetzt in meinem Betrieb beachten? Was ändert sich, was bleibt gleich? Viele Fragen tauchten – nicht nur – in den Handwerksbetrieben auf. Antworten lieferte unter anderem dieser Artikel mit einem Überblick zur DSGVO für Betriebe. Als das neue Recht am 25. Mai 2018 in Kraft trat waren sehr viele Leser an den Informationen interessiert.
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Juni
Tachographenpflicht: EU-Verkehrsausschuss stimmt für Ausweitung
Ein paar Mal wurde 2018 über die geplante Tachographenpflicht des EU-Verkehrsausschusses diskutiert. Im Juni sah es so aus, als ob Fahrzeuge zwischen 2,4 und 3,5 Tonnen bald auch von der Pflicht betroffen wären. Dies hätte eine erhebliche Mehrbelastung für Handwerkwerksbetriebe bedeutet, wie auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks warnte. Eine entgültige Entscheidung zu dem Thema steht aktuell noch aus. Was dazu 2018 verhandelt wurde, können Sie unter dem folgenden Link nachlesen.
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Juli
Eurobike 2018: Neuheiten und Fahrradtrends für 2019
Was ist in der nächsten Saison in Sachen Fahrrad angesagt? Was kommt? Was geht? Und welche coolen Extras gibt es für Fahrradfans? Die Messe Eurobike in Friedrichshafen stellt jedes Jahr die neuesten Trends der Fahrradbranche vor. 2018 fand sie bereits im Juli statt. Ob nun für den privaten oder den geschäftlichen Einsatz, das Thema Mobilität und Fahrräder beschäftigt die Handwerksbranche. Dies zeigt auch das große Interesse an der Messe-Berichterstattung. Die Fahrradtrends für 2019 gibt´s hier zum Nachlesen:
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August
Gilt die Zeit in der Berufsschule als Arbeitszeit?
Im August und September starten jedes Jahr zehntausende neue Azubis in ihre Ausbildung. 2018 haben so viele neue Lehrlinge einen Vertrag unterschrieben, wie noch nie. Zum Beginn stellen sich Lehrlinge und Ausbilder viele Fragen. Einige dieser Fragen drehen sich rund um die Arbeitszeiten der Lehrlinge. Was gilt im Betrieb, was gilt in der Berufsschule und was wird wie angerechnet. Antworten liefert die DHZ in einem umfangreichen Artikel, der im August einer der meistgelesenen Beiträge war.
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September
Handwerkerstunde: Was kostet ein Handwerker?
Handwerker sind teuer – so lautet ein weitverbreitetes Vorurteil. Was viele Kunden nicht wissen: Mit einem Stundensatz von 60 Euro decken Elektriker, Maler & Co. oftmals gerade ihre Kosten. Eine Beispielrechnung zeigt, wie die Kalkulation einer Handwerkerstunde aussehen kann.
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Oktober
Meisterpflicht für Fliesenleger und Raumausstatter rückt näher
Seit der Novellierung der Handwerksordnung 2004 wird immer wieder über die Meisterpflicht diskutiert. In diesem Jahr besonders häufig, denn es gibt konkrete Pläne, die Meisterpflicht wieder in einigen Gewerken einzuführen. So hat der Freistaat Bayern Ende September im Bundesrat einen Antrag zur Wiedereinführung der Meisterpflicht in verschiedenen Handwerksberufen gestellt. Dieser liegt nun der Bundesregierung vor und wird demnächst in einem Ausschuss bearbeitet. Im Oktober war dieser Beitrag zum Thema besonders beliebt:
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November
Ein Bäckermeister konfrontiert die Politik mit der Realität
Hartz IV abschaffen? Ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen? Die Zahl der Arbeitslosen ist so gering wie lange nicht, doch die Politik diskutiert derzeit eifrig über Reformen des Sozialstaates. Bei Anne Will trafen die verschiedenen Standpunkte wie unter einem Brennglas aufeinander - und ein Bäckermeister sprach vielen arbeitenden Menschen aus der Seele.
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Dezember
Kassenprüfung: Über diese Fehler stolpern Handwerksbetriebe
Seit dem 1. Januar 2018 dürfen die Finanzämter vor Ort bei den Betrieben prüfen, ob mit den verwendeten Kassen alle Einnahmen korrekt verbucht werden – egal, ob es sich dabei um ein elektronisches System handelt oder auch nur um eine Schublade mit Scheinen und Münzen, für die manuell ein Kassenbericht erstellt werden muss. Sind die Aufzeichnungen vorhanden und im Sinne des Finanzamts erstellt, gibt es kein Problem. Finden die Prüfer, bei der Kassen-Nachschau Fehler, dürfen sie aus der Kassenprüfung eine ausführliche, aufwendige steuerliche Betriebsprüfung machen. Schlimmstenfalls werden die Einnahmen und Ausgaben des Betriebs geschätzt, was häufig zu mitunter hohen Steuernachzahlungen führt. Wie es nach einem Jahr in den einzelnen Branchen um die Kassen-Nachschau steht, zeigt dieser Beitrag aus dem Dezember.
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