Gehaltsextras

Möchte der Inhaber eines Handwerksbetriebs sein Personal höchstmöglich belohnen und motivieren, sollte er auf steuer- und abgabenfreie Gehaltsextras setzen oder ihnen Zuschüsse gewähren, für die er die Lohnsteuer aus eigener Tasche pauschal übernehmen kann. Was steuerfrei zugewendet werden darf und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind, findet sich in § 3 des Einkommensteuergesetzes. Insbesondere folge Extras [...] › mehr

Gewerbesteueranrechnung

Die Gewerbesteuer stellt für Einzelunternehmer und für Mitunternehmer an Personengesellschaften nur dann keine finanzielle Belastung dar, wenn der Hebesatz der Gemeinde zur Ermittlung der Gewerbesteuer maximal 380 Prozent beträgt. Denn das Finanzamt rechnet das 3,8-fache des Gewerbesteuermessbetrags auf die persönliche Einkommensteuerschuld des Unternehmers bzw. des Mitunternehmers an (§ 35 Einkommensteuergesetz). Was das bedeutet, verdeutlicht das [...] › mehr

Ist-Versteuerung

Bei der Umsatzsteuer gilt für bilanzierende Gewerbetreibende der strenge Grundsatz der Sollversteuerung. Danach wird die Umsatzsteuer bereits nach Ausführung der betreffenden Leistung fällig. Das gilt unabhängig davon, ob bereits eine Rechnung gestellt und ob die Rechnung durch den Kunden tatsächlich beglichen wurde. Im Klartext bedeutet das: Bei der Sollversteuerung muss der leistende Unternehmer Umsatzsteuer ans [...] › mehr
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Dauerfristverlängerung

Unternehmer, denen es zeitlich zu knapp ist, pünktlich eine Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt einzureichen, können einen Antrag auf Dauerfristverlängerung nach §§ 46-48 der  Umsatzsteuerdurchführungsverordnung stellen. Gibt das Finanzamt dem Antrag auf Dauerfristverlängerung statt, muss die betreffende Umsatzsteuervoranmeldung erst immer einen Monat später als gesetzlich vorgeschrieben ans Finanzamt abgeführt werden. Ist ein Unternehmer zur monatlichen Abgabe einer [...] › mehr

Vorsteuerabzug

Ist ein Unternehmer zum Vorsteuerabzug berechtigt, darf er aus den an ihn gestellten Rechnungen die ausgewiesene Umsatzsteuer als so genannte Vorsteuer abziehen (§ 15 Umsatzsteuergesetz). Die Vorsteuer für Rechnungen ab brutto 150 Euro wird jedoch nur erstattet, wenn diese alle nach § 14 Abs. 4 Umsatzsteuergesetz die folgenden notwendigen Inhalte aufweisen: den vollständigen Namen und [...] › mehr

Vorsteuerpauschalierung

Von der Pauschalierung der Vorsteuer profitieren selbständige Handwerker, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen: sie sind nicht zur Buchführung verpflichtet, sondern ermitteln ihren Gewinn nach der einfachen Einnahmen-Überschussrechnung und der Umsatz lag im vorangegangenen Jahr nicht über 61.356 Euro und die Handwerker gehören einer bestimmten Berufsgruppe an (§§ 69, 70 Umsatzsteuerdurchführungsverordnung). Erfüllen Handwerker die Voraussetzungen zur [...] › mehr

Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM)

Die Papierlohnsteuerkarte sollte ab 1. Januar 2012 eigentlich der Vergangenheit angehören. Geplant war, dass der Arbeitgeber ab 1. Januar 2102 mit Angabe der Identifikationsnummer des Arbeitnehmers beim Finanzamt dessen Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklasse, Freibeträge, etc.) elektronisch abrufen kann. Doch wegen technischer Mängel verschob sich der Starttermin auf den 1. Januar 2013 mit Übergangsregelungen bis ins Jahr 2014 [...] › mehr

Elektronische Bilanz (E-Bilanz)

Die elektronische Übermittlung der Bilanzdaten ans Finanzamt war erstmals für die Bilanzdaten 2013 zwingend vorgeschrieben ( E-Bilanz). Von der elektronischen Übermittlung wird ausnahmsweise abgesehen, wenn im Rahmen eines Härtefallantrags folgende Voraussetzungen zu bejahen sind: Der bilanzierende Unternehmer besitzt aus Altersgründen weder einen PC, noch hat er einen Internetzugang. Er bilanziert noch mit Papier-Journalen. Der Unternehmer [...] › mehr

Trinkgeld

Erhalten Arbeitnehmer und Unternehmer von Kunden ein Trinkgeld, könnte die steuerliche Behandlung nicht gegenteiliger sein. Bei Arbeitnehmern stellt das Trinkgeld nach § 3 Nr. 51 Einkommensteuergesetz grundsätzlich keinen lohnsteuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Mit anderen Worten: Arbeitnehmer dürfen Trinkgelder von Kunden steuerfrei kassieren. Bekommt jedoch der Unternehmer selbst Trinkgeld, sieht das Finanzamt das komplett anders. Trinkgelder von [...] › mehr

Betriebsaufspaltung

Bei einer Betriebsaufspaltung handelt es sich um ein Gestaltungsmodell, um einerseits die Steuerbelastung zu mindern und andererseits das Haftungs­risiko im Insolvenzfall zu beschränken. Bei der Betriebsaufspaltung gibt es zwei Unternehmen. Das erste Unternehmen, die Besitzgesellschaft, hält das ge­samte Vermögen (Maschinen, Grund­stücke, Werkzeuge, Einrichtungsgegenstände). Beim zweiten Unternehmen handelt es sich um das Betriebsunternehmen. Hier werden die [...] › mehr