Dauerfristverlängerung

Unternehmer, denen es zeitlich zu knapp ist, pünktlich eine Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt einzureichen, können einen Antrag auf Dauerfristverlängerung nach §§ 46-48 der  Umsatzsteuerdurchführungsverordnung stellen. Gibt das Finanzamt dem Antrag auf Dauerfristverlängerung statt, muss die betreffende Umsatzsteuervoranmeldung erst immer einen Monat später als gesetzlich vorgeschrieben ans Finanzamt abgeführt werden. Ist ein Unternehmer zur monatlichen Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung verpflichtet, muss er zwei Besonderheiten beachten.

Sondervorauszahlung: Bei monatlicher Abgabeverpflichtung muss der Unternehmer eine Sondervorauszahlung in Höhe von 1/11 der Umsatzsteuerzahllast aus dem Vorjahr ans Finanzamt überweisen. Der elektronische Antrag und die Überweisung der Sondervorauszahlung müssen bis spätestens 10. Februar über die Bühne gehen.

Echte Steuerstundung: Unternehmer, die zur vierteljährlichen Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung verpflichtet sind, müssen keine Sondervorauszahlung leisten. Für sie ist die Dauerfristverlängerung eine echte Stundung. Sie dürfen die Voranmeldung immer einen Monat später beim Finanzamt einreichen als das gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Antrag muss bei Quartalsverpflichteten bis spätestens 10.4. in elektronischer Form beim Finanzamt eingehen.