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Steuertipp: Längere Fristen erst für Steuererklärung 2018 Steuererklärung: Diese Abgabefrist gilt für die Steuererklärung 2017

Als selbständiger Handwerker sind Sie zur Abgabe elektronischer Steuererklärungen verpflichtet. Doch wann erwartet das Finanzamt die Abgabe der Steuererklärungen 2017 eigentlich? Antwort: Es kommt darauf an. Hier die wichtigsten Spielregeln zur Abgabefrist für die Steuererklärungen 2017.

Grundsatz: Stichtag für Abgabefrist ist der 31. Mai 2018

Die Steuererklärungen für 2017 erwartet das Finanzamt von Steuerzahlern, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, normalerweise bis zum 31. Mai 2018. Doch diese Abgabefrist ist nicht in Stein gemeißelt. Denn mit einer guten Begründung (Krankheit Buchhalter, Arbeitsüberlastung, noch fehlende Steuerbelage für 2017) dürfte eine Fristverlängerung bis Ende September 2018 kein Problem sein. Damit Sie auf der sicheren Seite stehen, sollten Sie die Fristverlängerung stets schriftlich beantragen und um eine schriftliche Stellungnahme des Finanzamts bitten.

Die längere Abgabefrist bis 31. Juli des Folgejahres, über die Sie vielleicht schon etwas gelesen haben, gilt leider noch nicht für die Steuererklärungen 2017, sondern erstmals für die Abgabe der Steuererklärungen 2018. 

Steuerberater erstellt Steuererklärung: Abgabefrist ist der 31. Dezember 2018

Steuererklärung 2017 Abgabefristen

Lassen Sie Ihre Steuererklärungen 2017 durch einen Steuerberater anfertigen, zeigt sich das Finanzamt großzügig und gewährt eine automatische Fristverlängerung zur Abgabe der Steuererklärungen 2017 bis zum Jahresende 2018. Beauftragen Sie erstmals für die Steuererklärungen 2017 einen Steuerberater, sollten Sie das dem Finanzamt umgehend schriftlich mitteilen. Denn nur wenn das Finanzamt weiß, dass Sie einen Steuerberater beauftragt haben, ergehen bis zum 31. Dezember 2018 keine Mahnungen.

Steuertipp 1: Haben Sie keinen Steuerberater und schaffen es nicht, die Steuererklärungen 2017 bis zum 31. Mai 2018 beim Finanzamt einzureichen, sollten Sie nicht abwarten, bis das Finanzamt Sie mahnt und Ihnen schlimmstenfalls einen Schätzungsbescheid zuschickt. Denn hier setzt das Finanzamt normalerweise einen Verspätungszuschlag fest. Dieser lässt sich durch Fristverlängerungsanträge verhindern.

Steuertipp 2: Sollten Sie sich dafür entscheiden, für Privatgegenstände, die 2017 mindestens zu zehn Prozent unternehmerisch genutzt wurden, dem umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen zuzuordnen und einen Vorsteuerabzug geltend zu machen und wurde in den Umsatzsteuer-Voranmeldungen noch keine Vorsteuererstattung dafür beantragt, müssen Sie die Zuordnung dem Finanzamt bis spätestens 31. Mai 2018 mitteilen. Das geschieht entweder durch Abgabe einer Umsatzsteuererklärung, in der die Vorsteuererstattung beantragt wird oder durch ein separates Schreiben ans Finanzamt. Eine Fristverlängerung für die Mitteilung der Zuordnung eines Privatgegenstandes zum umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen gibt es nicht. Verschlafen Sie die Mitteilung bzw. Erklärung bis 31. Mai 2018, ist der Vorsteuerabzug 2018 für diese Gegenstände verloren. dhz

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

Downloads
  • Aufbewahrungsfristen 2018 (PDF, 246 kB)

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