Zahlungsunwilligkeit

Normalerweise steht einem Unternehmer der Vorsteuerabzug aus einer Eingangsrechnung zu, wenn er die Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer in Händen hält, diese Rechnung alle für den Vorsteuerabzug notwendigen Inhalte erhält und er zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. Stellt das Finanzamt jedoch bei einer Umsatzsteuer- oder einer Betriebsprüfung fest, dass ein Rechnungsempfänger von Beginn an nicht zahlungswillig war, [...] › mehr

Sicherheitseinbehalt

Der Sicherheitseinbehalt durch den Auftraggeber stellt umsatzsteuerlich keine Entgeltminderung dar. Die Umsatzsteuer für den Sicherheitseinbehalt muss also schlimmstenfalls für fünf Jahre vorfinanziert werden. Ein Musterprozess soll nun klären, ob für Sicherheitseinbehalte ausnahmsweise die Ist-Versteuerung greift. Beispiel: Die Schlussrechnung von Bauunternehmer Huber an seinen Auftraggeber sieht folgendermaßen aus: Bauleistungen (Beschreibung ….) 500.000 Euro 19 Prozent Umsatzsteuer [...] › mehr
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Offenbare Unrichtigkeit

Nach Ablauf der einmonatigen Einspruchsfrist kann ein Steuerbescheid normalerweise nicht mehr geändert werden. Es gibt jedoch eine Ausnahme, wenn es sich um einen Tippfehler, um einen Zahlendreher oder um einen versehentlich nicht aus der Steuererklärung übernommen Wert handelt. In diesem Fall kann sogar Jahre später nach Erhalt des Steuerbescheids noch ein Änderungsantrag aufgrund einer offenbaren [...] › mehr

Kalte Progression

Kalte Progression bedeutet, dass ein Arbeitnehmer trotz Gehaltserhöhung am Monatsende kaum mehr Geld im Geldbeutel hat als vor der Gehaltserhöhung. Schuld ist der Steuertarif, den das Finanzamt zu Grund liegt. In diesem Steuertarif werden derzeit die Steigerungen bei den Lebenshaltenskosten nicht berücksichtigt. Das Bundesfinanzministerium hat ausgerechnet, dass Steuerzahler durch die Kalte Progression in der Legislaturperiode [...] › mehr

Selbstanzeige

Handwerker, die steuerlich ein schlechtes Gewissen haben und beim Finanzamt freiwillig reinen Tisch machen möchten, können eine Selbstanzeige beim Finanzamt einreichen. Der Vorteil einer wirksamen Selbstanzeige nach § 371 Abgabenordnung: Der Handwerker muss nur die hinterzogenen Steuern, Nachzahlungszinsen und gegebenenfalls einen Zuschlag bezahlen. Dafür sichert eine wirksame Selbstanzeige Straffreiheit. Meldet sich ein Betriebsprüfer telefonisch bei [...] › mehr

Neubaumaßnahmen

Kunden von Handwerkern, die für Leistungen in ihrem Privathaushalt bezahlen, können beim Finanzamt in ihrer Einkommensteuererklärung eine Steueranrechnung von 20 Prozent der Arbeitsleistung, maximal in Höhe von 1.200 Euro pro Jahr beantragen. Bisher lehnten die Finanzämter diesen Handwerkerbonus für Neubaumaßnahmen ab. Begünstigt waren bislang nur Erhaltungs-, Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. In einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums wurde [...] › mehr

Anrufungsauskunft

In Handwerksbetrieben mit mehreren Angestellten führen Lohnsteuerprüfungen des Finanzamts meist zu deutlichen Nachzahlungen wegen zu gering einbehaltener und ans Finanzamt abgeführter Lohnsteuer. Doch das ließe sich vermeiden. Denn wenn ein Arbeitgeber Zweifel bei Ermittlung der Lohnsteuer hat, kann er beim Finanzamt eine Anrufungsauskunft nach § 42e EStG beantragen. Die Anrufungsauskunft hat für Arbeitgeber zwei unschlagbare [...] › mehr

Bruttolistenpreis

Bei Privatnutzung eines Firmenwagens durch Arbeitnehmer oder Unternehmer muss ein Privatnutzungsanteil ermittelt und versteuert werden. Ohne Fahrtenbuch wird dieser Privatanteil anhand der 1-Prozent-Regelung ermittelt (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG). Der Privatnutzungsanteil beträgt monatlich "1 Prozent des inländischen Bruttolistenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung". Dabei ist zu beachten: Es ist der Listenpreis plus [...] › mehr