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Anwesenheitspflicht auf Weihnachtsfeier Muss ich an einer Weihnachtsfeier teilnehmen?

Ist die betriebliche Weihnachtsfeier eine Pflichtveranstaltung? Müssen Mitarbeiter teilnehmen oder dürfen sie einfach absagen? Und macht es eigentlich einen Unterschied, ob die Betriebsfeier während oder außerhalb der Arbeitszeit stattfindet? Alle Antworten zur weihnachtlichen Firmenfeier.

Wer an der betrieblichen Weihnachtsfeier nicht teilnehmen möchte, kann aufatmen: Laut Arbeitsrecht ist die Weihnachtsfeier keine Pflichtveranstaltung. Eine Anwesenheitspflicht besteht auch dann nicht, wenn Vorgesetzte das Erscheinen auf dem Fest mehr oder weniger ausdrücklich erwarten. Dies gilt sowohl für Betriebsfeiern, die während der Arbeitszeit stattfinden, als auch für Firmenfeiern außerhalb der Arbeitszeit.

Um den Schein zu wahren und nicht als unkollegial abqualifiziert zu werden, sollten sich nicht teilnehmende Arbeitnehmer dennoch eine gute Ausrede parat legen, arbeitsrechtliche Konsequenzen müssen sie nicht befürchten.

Weihnachtsfeier während der Arbeitszeit: Das gilt rechtlich

Findet die Feier während der Arbeitszeit statt, müssen sich nicht mitfeiernde Beschäftigten am Arbeitsplatz einfinden. Ist dies nicht möglich, dürfen Mitarbeiter mit Zustimmung des Vorgesetzten nach Hause gehen, wie die Gewerkschaft Verdi im Internet erläutert. Einen Urlaubstag beziehungsweise Überstunden auf dem Zeitkonto müssen sie nach Gewerkschaftsangaben nicht opfern.

Muss der Arbeitgeber eine betriebliche Weihnachtsfeier ausrichten?

Ebenso freiwillig wie die Teilnahme ist aber auch die Ausrichtung einer Weihnachtsfeier. Unternehmen müssen weder eine Feier finanzieren noch ihre Angestellten für das Fest freistellen.

Weihnachtsfeier ohne den Chef: Ist das möglich?

Natürlich können Arbeitnehmer auch ohne den Chef feiern, allerdings wird dann aus dem Betriebsfest eine rein private Veranstaltung. Das muss zwar der Stimmung nicht unbedingt schaden, kann dafür aber andere Nachteile haben.

Das Problem mit der Unfallversicherung

Verletzt sich ein Mitarbeiter während oder auf der Rückfahrt von der privaten Feier, kommt die gesetzliche Unfallversicherung nicht für die Folgen auf. Das gilt übrigens auch dann, wenn zur Weihnachtsfeier nicht alle Kollegen im Betrieb oder der Abteilung eingeladen waren.

Ist der Chef zwar eingeladen, kann aber unvorhergesehen doch nicht mitfeiern, bleibt die Feier ein Betriebsfest. Grundsätzlich keinen Versicherungsschutz haben Familienangehörige und mitfeiernde Gäste. dapd

Was Sie steuerlich beachten müssen, wenn Sie eine Weihnachtsfeier veranstalten, erfahren Sie hier.

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