Im Februar hat Twitter Werbefunktionen speziell für kleine und mittlere Betriebe gestartet. Twitter Ads sind auch für Handwerksbetriebe interessant. So funktioniert der Einstieg.
Steffen Guthardt
Handwerksbetriebe, die mit Twitter vertraut sind und ein eigenes Profil im sozialen Netzwerk besitzen, sind vielleicht schon über die ein oder andere Werbeanzeige gestolpert. Doch haben Sie schon selbst Werbung bei Twitter geschaltet? Anzeigen können die eigene Kommunikationsstrategie auf Twitter verstärken und die Grenze zwischen Service und Werbung für Ihre Kunden klarer machen. Das erhöht ihre Seriösität .
Seit Februar 2015 bietet Twitter Werbetreibenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz zwei neue Funktionen, die sich speziell an kleine und mittlere Betriebe richten: Twitter Ads und das Tool Quick Promote, dass erfolgreiche Tweets nachträglich bewirbt.
Doch wie funktioniert das? Der Einstieg klappt über die Webseite ads.twitter.com. Zunächst müssen Sie sich anmelden. Sofern Sie schon einen Zugang bei Twitter haben, ist die Anmeldung mit diesen Daten möglich.
Kampagne festlegen
Im ersten Schritt muss die Kampagne festgelegt werden. Folgende fünf Kampagnen stehen zur Auswahl:
- Twitter Interaktionen (Tweets, Retweets, Favoriten, Antworten): Ziel ist es, mehr über die Nutzer zu erfahren und Gespräche anzuregen.
- Websiteklicks oder Conversions: Ziel ist es, Kunden auf die eigene Seite zu locken, die sich z.B. als Kunde registrieren und Einkäufe über einen Online-Shop tätigen.
- App-Installationen oder App-Interaktionen: Ziel ist es, neue Nutzer für eine eigene App zu gewinnen, sofern es diese gibt.
- Follower: Ziel ist es, mehr Leser zu gewinnen.
- Leads: Ziel ist es, E-Mail-Adressen von Personen zu sammeln, die Interesse an den eigenen Angeboten gezeigt haben.
Zielgruppe bestimmen
Im zweiten Schritt geht es um die genaue Zielgruppendefinition der Kampagne.
Um Streuverluste zu vermeiden und ihre potenziellen Kunden möglichst genau zu erreichen, können Sie die Zielgruppe geografisch einschränken. Dafür kann neben dem Land auch die Region bzw. Stadt eingegeben werden, in der Ihre Anzeigen auf Twitter sichtbar sein sollen.
Gerade für regional tätige Handwerksunternehmen, kann es durchaus Sinn machen, das Anzeigengebiet eng zu fassen. Es ist auch möglich, an mehreren bestimmten Orten zu werben. Haben Sie zum Beispiel eine Bäckerfiliale in München und eine in Augsburg, kann es sinnvoll sein, genau in diesen Regionen zu werben.
Weiterhin ist es möglich, die Anzeige nach Geschlechtern zu schalten. Ist Ihre Zielgruppe zum Beispiel vornehmlich weiblich, weil Sie ein Kosmetikstudio betreiben, kann diese Festlegung Sinn machen.
Zudem kann die Zielgruppenbestimmung nach Sprachen der Nutzer erfolgen.
Werbebudget festlegen
Im dritten Schritt müssen Sie nun die Kampagnendaten und das geplante Werbebudget festlegen.
Zunächst ist der zeitliche Rahmen für die Kampagne zu stecken. Sie können die Werbeaktion sofort starten oder einen bestimmten Termin angeben. Weiterhin kann die Kampagne zunächst unbefristet laufen oder an einem bestimmten Termin enden. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Sie ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung zeitlich begrenzt bewerben wollen, zum Beispiel im Rahmen einer Sonderverkaufsaktion mit hohem Rabatt. Auch bei der Einführung eines neuen Produkts/Dienstleistung, das Sie über Twitter bewerben wollen, lohnt sich das Bestimmen einer Zeitspanne.
Ein ganz wichtiger Punkt ist auch das Budget, das Sie für die Kampagne zur Verfügung haben. Sie können entscheiden, ob Sie ein Budget pro Tag oder für einen Gesamtzeitraum festlegen. Sobald das Budget ausgeschöpft ist, beendet Twitter automatisch Ihre Kampagne.
Es ist zudem möglich. das Buget über den Tag verteilt unterschiedlich einzusetzen. Wollen Sie Ihre Kampagne zum Start besonders stark hervorheben, kann es sich lohnen, mit einem hohen Budget in den Tag zu starten, dass in den Abend hinein abnimmt. Eventuell gibt es auch eine bestimmte Zeit, wo Sie Ihre potenziellen Kunden am besten erreichen können.
Das Anpassen der eingeplanten Budgets ist übrigens jederzeit über die Twitter-Kontoverwaltung möglich.
Die Kosten für gesponserte Tweets werden pro Interaktion (d. h. Retweeten, Favorisieren, Antworten oder anderweitiges Klicken auf den Tweet) berechnet. Für gesponserte Accounts bezahlen Werbende nur, wenn jemand Follower des Betriebs wird.
Kampagnen im Blick behalten
Der Verlauf einer Werbekampagne sollte vom Betrieb stets beobachtet und analysiert werden, um nicht ins Leere zu werben. Mit dem Twitter-Dashboard können Sie Ihren Erfolg in fünf Bereichen untersuchen:
- Kampagnen
- einzelne Tweets
- Standort
- Geschlecht
- Plattform/Gerät
Funktion Quick Promote
Die Funktion Quick Promote steht kleinen und mittleren Betriebe ebenfalls seit Kurzem zur Verfügung. Das Tool ermöglicht es Betrieben, besonders erfolgreiche Tweets durch eine Bewerbung im Nachhinein noch bekannter zu machen und die Zielgruppe zu vergrößern. Quick Promote bietet sich für Betriebe auch im Vorlauf einer geplanten Twitter-Ads-Kamapgne an , um zu testen, wie geeignet das Thema ist. Mehr zu Quick Promote erfahren Sie hier .