Experte zeigt drei Wege auf Trotz Corona: Wie Fotografen 2021 zu einem erfolgreichen Jahr machen

Schwierige Zeiten erfordern kreative Lösungen. Fotografen können die Krise nutzen, um ihren Kundenservice anzupassen und weiterhin mit der Kunst der Fotografie Geld zu verdienen. Drei Wege, um 2021 erfolgreich zu bestehen.

Gastautor Elias Kaltenberger

Fotografen könnten sich 2021 weg von der Hochzeits- und Eventfotografie, hin zur Produkt-, Business- und Unternehmensfotografie orientieren, rät Elias Kaltenberger. - © bonnontawat - stock.adobe.com

In Zeiten der Corona-Pandemie haben sich die Einkommensmöglichkeiten für professionelle Fotografen stark reduziert. Durch die zahlreichen Einschränkungen, die den gesamten gastronomischen und kulturellen Bereich betreffen und damit auch große Events, Shootings und Hochzeiten im In- und Ausland, ist die Auftragslage schlecht bis sehr schlecht. Es genügt gerade in diesem Gewerbe kaum, sich irgendwie über Wasser zu halten und weiterhin auf Hochzeiten und Schulfotografie zu setzen.

Schwierige Zeiten erfordern kreative Lösungen und Ausweichmöglichkeiten, damit das eigene Geschäft nicht zum existenzbedrohenden Desaster wird. Im Gegenteil können Fotografen die Krise nutzen, um ihren Kundenservice anzupassen und weiterhin mit der Kunst der Fotografie Geld zu verdienen.

Drei mögliche Wege, um 2021 erfolgreich weiter zu bestehen, die eigenen Bilder besser zu verkaufen und schnell und unkompliziert die gewünschten Traumkunden zu gewinnen:

1. Weg: Umdenken und Neuausrichtung der Fotografie

Für Fotografen bringt es wenig, auf das eigene Talent und Können zu setzen und einfach abzuwarten, dass wieder bessere Zeiten kommen, solange die Möglichkeiten durch äußere Umstände eingeschränkt sind. Das bedeutet, es ist wichtig, sich neu zu orientieren und zunächst auf eventbasierende Aufträge zu verzichten. Fotografen sollten sich nicht weiter auf Hochzeiten, Firmen- und Familienfeiern fokussieren, sondern auf die Produkt-, Business- und Unternehmensfotografie. Das ermöglicht den variablen Shootingtag und keine fixen Termine, wie sie Hochzeiten oder andere Events erfordern.

2. Weg: Offline ist out. Das Onlinegeschäft ist die Zukunft

Natürlich sind Fotografen mit eigenem Studio und aufwendiger Ausrüstung auf Buchungen angewiesen, sollten aber in Zeiten von Corona neue und attraktivere Geschäftsmöglichkeiten suchen, die das Defizit überbrücken und auch nach der Pandemie das eigene Geschäft fördern. Das gilt selbst für diejenigen, die kein Studio besitzen. Eine hervorragende Möglichkeit ist das Internet. Es erlaubt eine höhere Wahrnehmung der fotografischen Arbeit und gleichzeitig den erfolgreichen Verkauf mit Umsatzsteigerung.

Wichtig dafür sind ein hochwertiges Portfolio und die Nutzung von Social-Media-Plattformen. Nicht nur angesehene Unternehmen setzen auf E-Commerce, auch Fotografen finden hier geeignete Lösungen, um potentielle Kunden zu finden und online ihre Kunden zu gewinnen. Mit einer professionellen Präsentation des eigenen Profils, der Expertise und einem hochwertigen Content, profitieren sowohl Selbstständige und Unternehmer als auch Berater und Coaches von dem gelungenen Onlineauftritt.

Social Media ist dabei eine zukunftsweisende Quelle mit einer Vielzahl an Optionen, um mit zahlreichen Menschen zu kommunizieren, die über die Plattformen auch auf die eigene Website geleitet werden können. Fotografen können das Online-Marketing und für eine bessere Sichtbarkeit die Social-Media-Strategien und Angebote nutzen. Damit ist es möglich, die gewünschte Zielgruppe anzusprechen, geschickt online zu skalieren und größer und bekannter zu werden.

3. Weg: Eintausch des Hoffnungsmarketings gegen effiziente Marketing- und Akquise-Tools

Mit dem Hoffnungs-Marketing ist das Warten von Fotografen auf mögliche Kunden gemeint. Es ist wesentlich besser, sich nicht auf den eigenen Erfolg oder die ansonsten üblichen Aufträge zu verlassen, sondern aktiv zu werden, auf Menschen zuzugehen und die richtigen Akquise-Tools zu nutzen. Denn dann wird sich die Auftragslage wieder verbessern und potentielle Kunden das Angebot wahrnehmen. Es gilt daher, kein passives, sondern ein aktives Marketing zu betreiben. Mit den richtigen digitalen Tools und Social Media lässt sich das Onlinegeschäft auf ein neues Level bringen, während Abläufe optimiert, Zielgruppen erreicht und so mehr Kunden gewonnen werden.

Über den Autor

- © Elias Kaltenberger

Elias Kaltenberger ist Premium-Hochzeitsfotograf und Unternehmensberater für Foto- und Videografen.