Personal Studie: Das ist für jüngere Arbeitnehmer wichtiger als Geld

Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Viele jüngere Menschen sind einer Umfrage zufolge offen für einen neuen Job. Es zählt inzwischen ein Faktor, der sich schwer in Euro und Cent messen lässt – und mit dem das Handwerk punkten kann.

Ein gutes Arbeitsklima ist jüngeren Arbeitnehmern wichtiger als Geld, so eine aktuelle Studie. - © Detlev Müller

Viele jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland können sich laut einer neuen Studie vorstellen, den Job zu wechseln. Dabei geht es nicht in erster Linie um Geld, wie eine von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst &Young (EY) in Auftrag gegebene Umfrage unter 18- bis 40-Jährigen ergab. Rund drei von fünf Befragten gaben an, dass für sie das Arbeitsklima im Team wichtig bis sehr wichtig sei.

Wichtig, um gute Mitarbeiter zu gewinnen

"Angestellte, gerade jüngere Berufstätige, wollen sich heute häufiger ausprobieren", sagte EY-Geschäftsführungsmitglied Jan-Rainer Hinz. Unternehmen sollten deshalb auf die Situation ihrer Beschäftigten eingehen. Das bedeute: Flexibilität bei Entwicklungsmöglichkeiten, Arbeitsort und Privatleben. "Und darüber hinaus bedeutet es für die Unternehmen, dass eine positive Atmosphäre und Arbeitskultur immens wichtig sind, um gute Mitarbeiter zu halten – und neue zu gewinnen", sagte Hinz.

Junge Menschen sind offen für Neues

Gut drei von fünf Befragten erklärten, offen für einen neuen Arbeitgeber zu sein. Ein Fünftel sucht sogar aktiv nach einem neuen Job. Als Grund für einen Wechsel gab immerhin rund ein Viertel an, mit dem Gehalt unzufrieden zu sein.

Um nach einem Wechsel motiviert zu bleiben, wünschen sich vor allem Frauen ein angenehmes Arbeitsumfeld. 46 Prozent der weiblichen Befragten gaben an, dass ihnen dies wichtig sei. Bei den Männern waren es hingegen nur 28 Prozent.

Handwerk punktet mit Teamwork und sozialer Unterstützung

Das Handwerk kann in Sachen Betriebsklima punkten, so eine repräsentative Studie der IKK classic in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln. Demnach attestieren sich Handwerker selbst ein überdurchschnittlich hohes Wohlbefinden – auch abseits des Arbeitsplatzes. Der große Zusammenhalt der Belegschaft, Stolz auf den Beruf und Freude am "Machen" seien Gründe für diese hohe Zufriedenheit. 67 Prozent der Befragten sehen ihren Betrieb als eine Art zweite Familie. Mehr als die Hälfte gibt an, sich auch in privaten Angelegenheiten zu unterstützen. dpa/fre