Steuer aktuell Kosten für die Steuersoftware sind steuerlich absetzbar

Kaufen Sie sich eine Steuersoftware, um damit Ihre Einkommensteuererklärung mit kompetenter Hilfe mit vielen Anregungen zum Steuernsparen zu erledigen? Dann sollten Sie wissen, dass Sie die kompletten Kosten als Werbungskosten geltend machen können.

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Zwar sind Steuerberatungskosten – dazu rechnet auch der Kaufpreis für Ihre Steuersoftware – seit 2006 nicht mehr als Sonderausgaben abziehbar. Doch es ist dafür ein Werbungskostenabzug bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, aus Vermietungseinkünften oder aus Renteneinkünften möglich.

Sonderregelung bis 100 Euro Steuerberatungskosten

Steuerberatungskosten von bis zu 100 Euro können Sie komplett den Werbungskosten einer Einkunftsart zuordnen, ohne dass das Finanzamt das anprangern darf (BMF, Schreiben v. 21.12.2007, Az. IV B 2 – S 2144/07/0002). Mit anderen Worten: Die Kosten für Ihre Steuersoftware können Sie stets in voller Höhe steuerlich geltend machen.

Tipp: Fairerweise möchten wir Sie aber noch auf einen Sonderfall hinweisen, bei denen sich der Kaufpreis für die Steuersoftware nicht steuerlich auswirkt. Dann nämlich, wenn Sie nur Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erzielen und Ihre Werbungskosten unter 1.000 Euro liegen.

Beispiel: Sie sind Arbeitnehmer und geben 29,90 Euro für eine Steuersoftware aus. Ihre Werbungskosten ohne Software betragen a) 600 Euro b) 1.400 Euro.

  Variante a Variante b
Tatsächliche Werbungskosten inklusive Steuersoftware 630 Euro 1.430 Euro
Abziehbare Werbungskosten 1.000 Euro (Arbeitnehmer-Pauschbetrag) 1.430 Euro

 Doch die Steuersoftware lohnt sich auch ohne Extra-Steuervorteil. Denn mit unseren Top-Tipps können sich Steuerzahler im Durchschnitt über eine Steuerrückerstattung von 1.000 Euro freuen. dhz

Weitere Steuertipps gibt es imDHZ-Steuerarchiv .