Schritt-für-Schritt-Anleitung Vorausgefüllte Steuererklärung: Das muss noch ergänzt werden

Seit Januar gibt es die vorausgefüllte Steuererklärung. Doch sie ist nicht in jedem Fall vollständig. Denn individuell absetzbare Beiträge werden dabei in der Regel nicht berücksichtigt. Eine Anleitung zeigt, was ergänzt werden muss.

Die vorausgefüllte Steuererklärung ist nicht immer komplett fertig, sondern muss mit individuellen Angaben ergänzt werden. - © Foto: rdnzl/Fotolia

Die Finanzverwaltung bietet Steuerzahlern seit diesem Jahr einen ganz besonderen und vor allem kostenlosen Service. Die Rede ist von der vorausgefüllten Steuererklärung. Wer sich hierfür registriert, kann auf Knopfdruck die beim Finanzamt für das betreffende Jahr gespeicherten Daten direkt in seine elektronische Steuererklärung transferieren.

Dieser Ausfüllservice steht nicht nur dem Steuerzahler zu, sondern auch dessen Steuerberater. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Ausfüllen der Steuererklärung geht schneller, die Suche nach Belegen fällt weg und Rückfragen des Finanzamts dürften weniger werden.

Derzeit stehen folgende Daten zum Abruf bereit: Name, Adresse, Geburtsdatum, Religion und Bankverbindung, Lohnsteuerbescheinigungen des Arbeitgebers sowie Rentenbezugsmitteilungen.  Außerdem werden Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherungen und Daten zu Vorsorgeaufwendungen, zum Beispiel Riester- oder Rürup-Verträge automatisch abgerufen.

In den nächsten Jahren soll der Datenumfang der vorausgefüllten Steuererklärung kontinuierlich erweitert werden.

Überprüfung der Daten notwendig

Wichtig zu beachten: Die vorausgefüllte Steuererklärung ist nicht in jedem Fall vollständig. Denn individuell absetzbare Beiträge werden dabei in der Regel nicht berücksichtigt. Angaben zu Werbungskosten, einzelne Sonderausgaben oder auch außergewöhnliche Belastungen müssen nach wie vor selbst ermittelt und in die Steuererklärung übernommen werden.

Zudem empfiehlt es sich, die beim Finanzamt gespeicherten und in die elektronische Steuererklärung übernommenen Daten stichprobenartig zu überprüfen. Denn es kann ja durchaus vorkommen, dass für Ihre Identifikationsnummer fehlerhafte Daten erfasst wurden. Ist das der Fall, sollte die Differenz vor Übermittlung der Steuererklärung mit dem Sachbearbeiter im Finanzamt geklärt werden.

Tipp: Ähnlich wie bei der Authentifizierung zur Übermittlung der elektronischen Umsatzsteuervoranmeldung und Lohnsteueranmeldung müssen sich Steuerzahler auf elster.de registrieren lassen und bekommen dann per Post einen Code zugeschickt. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung mit zahlreichen Screenshots finden Sie hier dhz