Noch bis Ende des Jahres 2024 können Unternehmen ihren Beschäftigten einen steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleich auszahlen. Viele haben das schon getan – auch viele kleine Betriebe. Ihre Motivation: Mitarbeiter motivieren und wettbewerbsfähig bleiben.

Schon seit Oktober 2022 können Arbeitgeber können ihren Beschäftigten steuer- und abgabenfrei bis zu 3.000 Euro als Inflationsausgleich gewähren. Das hat die Bundesregierung per Gesetz als Teil des dritten Entlastungspakets festgelegt – eine Antwort auf die erhöhten Energiepreise. Zwar ist die Auszahlung, die noch bis Ende des Jahres 2024 möglich ist, als freiwilligen Bonus angelegt. In manchen Tarifverträgen wurde die Prämie aber als allgemein verbindlich beschlossen.
Viele Beschäftigte profitieren vom Inflationsausgleich
Bislang haben schon viele Beschäftigte von dem Inflationsausgleich profitiert. Das ergab nun eine Umfrage des ifo Instituts. So haben 72 Prozent der befragten Unternehmen ihren Mitarbeitern bereits einen steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleich bezahlt. Weitere 16 Prozent wollen diese Prämie demnächst auszahlen. Nur 12 Prozent der Befragten wollen keine Prämie auszahlen.
Zwar zeigt sich schon ein Unterschied je nach Größe der Unternehmen und die Bereitschaft zur Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie steigt mit zunehmender Unternehmensgröße. Doch auch viele kleine Firmen nutzen diese. Nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts haben 93 Prozent der Unternehmen ab 500 Mitarbeitenden und 84 Prozent der kleineren Betriebe einen Inflationsausgleich bezahlt.
Inflationsausgleich zur Mitarbeitermotivation
Unterschiede liegen allerdings in den Gründen für die Auszahlung. So stellen kleine Firmen laut ifo-Umfrage vor allem die Motivation ihrer Belegschaft in den Vordergrund, große Unternehmen zahlen öfter bei einem Tarifabschluss. Jeder zweite Betrieb nannte aber auch Steuervorteile oder seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt als Begründung. jtw/dpa