Gesundheit Corona: Anerkennung als Berufskrankheit nur mit PCR-Test

Wer sich auf der Arbeit mit dem Corona-Virus infiziert hat, kann Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung haben. Damit Corona als Berufskrankheit anerkannt wird, sind jedoch verschiedene Nachweise nötig.

Nahansicht eines PCR-Tests in behandschuhter Hand.
Eine berufsbedingte Corona-Infektion muss mit einem PCR-Test dokumentiert werden. - © a.apell - stock.adobe.com

Ob im privaten Umfeld oder in der Öffentlichkeit: Theoretisch kann man sich an vielen Orten mit dem Corona-Virus infizieren. Auch im Job ist eine Ansteckung denkbar. Ist das der Fall, ist die Anerkennung der Erkrankung als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall möglich.

Dafür sind jedoch einige Voraussetzungen nötig: Wer glaubt, sich bei der Arbeit oder in der Berufsschule mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben, und typische Symptome der Erkrankung zeigt, sollte die Infektion mit einem PCR-Test prüfen und dokumentieren lassen. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hin.

Corona als Berufskrankheit: Welche Voraussetzungen sind nötig?

Ein positives Testergebnis gilt für die DGUV als Nachweis, dass es sich um eine Erkrankung an Covid-19 handelt. Anspruch auf einen PCR-Test hätten Personen, bei denen der Verdacht auf eine berufsbedingte Infektion besteht. Das stelle auch das Bundesgesundheitsministerium auf seinen Webseiten zur Corona-Testverordnung vom 11. Februar 2022 klar. Voraussetzung hierfür sind ein positiver Antigentest und Hinweise darauf, dass die Infektion bei der Arbeit erfolgt ist.

Eine Infektion mit dem Corona-Virus kann ein Versicherungsfall für die gesetzliche Unfallversicherung sein. Versicherte haben dann Anspruch auf Leistungen, zum Beispiel zur Heilbehandlung und Rehabilitation. Damit eine Corona-Infektion als Berufskrankheit anerkannt wird, sind folgende Voraussetzungen nötig:

  • Die versicherte Person hat sich nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert.
  • Die Infektion ist auf die versicherte Tätigkeit zurückzuführen, zum Beispiel den Arbeits- oder Schulbesuch.
  • Die versicherte Person zeigt Symptome einer Erkrankung an Covid-19.

Corona-Infektion im Verbandbuch dokumentieren

Es gibt Fälle, bei denen Berufstätige auf der Arbeit Kontakt mit infizierten Menschen haben und ein Antigentest anzeigt, dass sie sich angesteckt haben, obwohl keine Symptome auftreten. Auch dann empfiehlt die DGUV, dass die Betroffenen die Infektion mit einem PCR-Test dokumentieren. So liege ein Nachweis der Infektion auch für den Fall vor, dass nach einem zunächst milden Verlauf zu einem späteren Zeitpunkt gesundheitliche Probleme auftreten, die auf Long-Covid hindeuten.

Das Testergebnis sowie die Umstände der Infektion sollten im Verbandbuch bzw. Meldeblock des Betriebs oder der Bildungseinrichtung dokumentiert werden, rät die DGUV. Die zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse könne diese Unterlagen nutzen, um zu ermitteln, ob es sich bei der Erkrankung um einen Versicherungsfall handelt. ew