Ein Giraffen-Mobil als Hilfe bei Überkopfschleifarbeiten, ein mobiler Schraubstock oder ein langlebiger Rührkopf für das Mischen von Fliesenkleber: Diese Werkzeuge und Hilfsmittel erleichtern Handwerkern im Bau- und Ausbaugewerbe die Arbeit.

1. Giraffen-Mobil erleichtert Überkopfschleifen
Mit einem faltbaren Aufsatz für Sauger der 33er- und 44er-Klasse will Flex Bauhandwerkern bei Überkopfarbeiten unter die Arme greifen. Das Giraffen-Mobil GM 270 erleichtert das Schleifen von Decken und ist nach Angaben des Herstellers für den Einsatz bei Standardraumhöhen zwischen 2,50 und 2,70 m ausgelegt.
Der Nutzen des neuen Werkzeugs zeigt sich schon auf dem Weg zur Baustelle. Das Rollmobil ist faltbar und kompakt zu transportieren. Am Einsatzort angekommen, lassen sich der zweistufig ausziehbare Halterungsgriff und die Hebelstange exakt auf die benötigte Arbeitshöhe einstellen, bevor die Giraffe im Werkzeughalter fixiert wird. Während der Anwendung sorgt eine flexible Gasfeder am Kopf der Halterung für sicheres Arbeiten. Das GM 270 eigne sich für alle Flex-Giraffen, sei aber auch mit vergleichbaren Werkzeugen anderer Hersteller kompatibel.
2. Langhalsschleifer für Beton und Naturstein
Neben dem Giraffen-Mobil erweitert eine neue Beton-Giraffe das Sortiment an Flex-Werkzeugen. Mit dem Wand- und Deckenschleifer GDE 10 lassen sich dank neuer Diamantpads und Klettschleifmittel Beton- und Natursteinoberflächen bis in den Kantenbereich bearbeiten, so dass eine separate Nachbearbeitung entfällt. Mit der optional erhältlichen Verlängerung kann der Langhalsschleifer bei Raumhöhen bis 3,40 m eingesetzt werden. Der neue Betonschleifer lässt sich dank seines werkzeuglosen Wechselkopfsystems mit unterschiedlichen diamantbesetzten Schleifköpfen oder -pads bestücken. Zum Lieferumfang gehören verschiedene Aufsätze für ein breites Arbeitsspektrum. lau
3. Magnet macht Schraubstock mobil

Der Werkzeuge-Hersteller Fein macht den Schraubstock mobil. Beim Versa-Mag-System ist der Name Programm: Versatil, was so viel wie beweglich bedeutet, und magnetisch.
Die Basis des Systems bildet ein Permanentmagnet, auf den sich verschiedene Zubehörteile spannen lassen. Zur Markteinführung gibt es einen Schraubstock plus Erhöhungsbacken sowie eine Schweißplatte, die sich an magnetischen Oberflächen schnell befestigen lassen. Selbst an vertikalen Ebenen haftet der Block sicher.
Dank 30-prozentiger Vormagnetisierung lässt sich der Permanentmagnet schnell und präzise ausrichten. Bei einer Materialstärke ab 12 mm erreicht das System bis zu 7.800 Nm Haltekraft. Eine geringere Haltekraft ist bereits im Dünnblechbereich ab 4 mm möglich.
Metallhandwerker können den Magnetschraubstock bei Arbeiten an einer Ständerbohrmaschine genauso nutzen wie in Kombination mit einem Winkelschleifer oder einem Akkuschrauber. Die Gefahr, dass ein Werkstück auf die Schnelle in der Hand bearbeitet wird, gehöre mit dem Versa-Mag-System der Vergangenheit an, betont Fein.
4. Nachhaltiger Rührkorb für Fliesenleger
Der enorme Verschleiß an Rührkörben beim Mischen von Fliesenkleber war Werner Baier schon lange ein Dorn im Auge. Ständig neue Rührer für rund 50 Euro zu kaufen, nur weil der fest verbaute Ring am Boden kaputt geht, wollte der Fliesenleger aus Auerbach-Loh in Niederbayern nicht länger hinnehmen. Und was macht ein Handwerker in dieser Situation? Er tüftelt und findet eine Lösung.
Herausgekommen ist der weltweit erste nachhaltige Rührkorb, wie die Firma Karl Dahm & Partner, die den Mixer exklusiv vertreibt, die Entwicklung rühmt. Die Idee von Werner Baier ist denkbar einfach. Er konstruierte einen Bodenring, der sich austauschen lässt. Statt den gesamten Rührkorb wegzuschmeißen, muss nun nur noch ein kleines Verschleißteil gewechselt werden. Das schont wertvolle Ressourcen an Material und Energie. Für die Produktion seines patentierten Rührkorbs konnte Baier einen befreundeten Metallbauer gewinnen.
Der Rührkorb passt an alle M14-Rührgeräte. Für Collomix-Hexafix-Geräte gibt es einen Adapter.
5. Kältetechnik: Testgas für Lecksuchgeräte
Die Bundesfachschule Kälte- Klima-Technik (BFS) hat ein Testgas entwickelt, mit dem sich elektronische mobile Gasmeldegeräte einfach und kostengünstig überprüfen lassen. Diese Lecksuchgeräte kommen bei Dichtheitskontrollen an Anlagen mit fluorierten Kältemitteln – zum Beispiel an Wärmepumpen – zum Einsatz und müssen selbst einmal im Jahr auf einwandfreien Betrieb kontrolliert werden.
Das geschieht in der Regel an einem Testleck. Viele Servicebetriebe scheuen jedoch diesen Aufwand, weil für jedes Kältemittel ein anderes, meist recht teures Referenz-Prüfleck erforderlich ist. Das neue BFS-Testgas kann hingegen an verschiedenen Gerätetypen für fluorierte Kältemittel gleichermaßen verwendet werden, egal ob Propan, Formiergas oder Kohlendioxid geprüft werden müssen. Es erfüllt die geforderten Nachweispflichten und kann über den Großhandel bezogen werden.
Die Anwendung sei denkbar einfach, informiert die BFS. Nach dem Einschalten und Warmlauf des zu prüfenden Geräts wird ein kurzer Sprühstoß des Testgases aus nächster Nähe (ca. 2 mm Abstand) auf die Sonde gegeben. Sofern anschließend vom Lecksuchgerät Signale abgegeben werden, ist dieses positiv geprüft und somit einsatzbereit.
Kältemittel-Leckagen an Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen verursachen Treibhausgas-Emissionen, die durch regelmäßige Dichtheitskontrollen deutlich reduziert werden können. Daher schreibt die F-Gase-Verordnung vor, in welchen Intervallen, abhängig von der Füllmenge, Anlagen kontrolliert werden müssen. Die BFS empfiehlt auch bei Anlagen mit kleiner Füllmenge, für die keine Dichtheitskontrollpflicht besteht, eine regelmäßige Leckage-Prüfung.

6. Geriffelte Blechplatten leichter handhaben
Das Handling von Riffelblechplatten ist körperlich anstrengend. Entlastung verspricht Euro-Tech mit seinen Vakuum-Hebegeräten, die das Unternehmen im November auf der Messe Blechexpo in Stuttgart vorstellen wird.
Mit den Geräten der eT-Hover Produktfamilie (Allround, Loop, Univac und Univac-Line) können nicht nur schwere Glasscheiben bewegt werden, sondern auch Lasten mit strukturierten Oberflächen wie geriffelte Stahlplatten. Und das bis zu einer Tragfähigkeit von maximal 750 kg. Neben der horizontalen und vertikalen Aufnahme und Führung bieten die Geräte einen Drehbereich um 360° und/oder einen elektromechanischen Schwenkbereich bis zu 180°.
Die Handhabung von Blechen mittels Vakuumtechnologie erhöht die Arbeitssicherheit und dient dem Gesundheitsschutz, da die körperliche Belastung durch manuelle Hebevorgänge deutlich reduziert wird.
Eine intelligente Lösung bieten die Hebezeuge von Euro-Tech für den Austausch abgenutzter Dichtungen. Üblicherweise seien diese mit den Saugplatten untrennbar verbunden. Nach deren Verschleiß müssen beide zusammen entsorgt und ersetzt werden. Anders beim eT-Hover: Hier bleibt die Grundplatte montiert. Lediglich die verbrauchten Dichtungen werden abgezogen und durch neue ersetzt. Zudem seien die Schutzüberzüge, die von Euro-Tech vor mehr als 20 Jahren für die Handhabung empfindlicher Glasoberflächen entwickelt wurden, auch für die Blechbearbeitung geeignet. Sie hinterlassen kaum Spuren auf Oberflächen, die auf Hochglanz poliert sind. Saugerabdrücke würden weitgehend vermieden. Die sehr leichten Schutzüberzüge sind reißfest, atmungsaktiv und fusselfrei. ste

