Trotz weniger Besuchern und Ausstellern zogen die Veranstalter eine positive Bilanz der Intersolar Europe 2012. Aussteller wie Besucher wären vor allem mit der thematischen Ausrichtung der Messe zufrieden gewesen. Außerdem sei die Intersolar Europe in diesem Jahr noch ein weniger Internationaler geworden. Über die Hälfte der Aussteller kamen diese Mal aus dem Ausland. Ein Schwerpunkt der Messe waren die Themen Stromspeicherung und Netzintegration.

Rund 66.000 Besucher aus 160 Ländern strömten in den drei Tagen über die Intersolar Europe auf dem Gelände der Messe München und damit weniger als im vergangenen Jahr – 2011 hatte die Messe etwa 77.000 Besucher.
Auch die Zahl der Aussteller war in diesem Jahr rückläufig. Ein Jahr zuvor hatten sich 2.280 Aussteller präsentiert. Insgesamt zeigten in diesem Jahr lediglich 1.909 Aussteller aus 49 Ländern ihre Technologien und Dienstleistungen aus den Bereichen Photovoltaik, PV Produktionstechnik und Solarthermie in 15 Messehallen und einem Freigelände auf 170.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.
Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Probleme der deutschen Solarbranche sei die Messe aber trotzdem ein Erfolg gewesen, so die Bilanz der Veranstalter - vor allem, weil die Messe immer internationaler werde.
54 Prozent der Aussteller kamen nach Angaben der Veranstalter 2012 aus dem Ausland zur Intersolar Europe. Mit 871 Ausstellern kamen aus Deutschland. Danach folgen China mit 388, Italien mit 78, Spanien mit 48 sowie Taiwan und Österreich mit jeweils 46 Unternehmen. Bei den Besuchern lag der Auslandsanteil in diesem Jahr bei rund 40 Prozent. Die Unternehmen der Branche und die Besucher hätten sich vor allem zufrieden mit der thematischen und technologischen Ausrichtung der Messe gezeigt.
Stromspeicherung und Netzintegration
Einen Schwerpunkt der Messe bildeten Stromspeicherung und Netzintegration. Zum Thema Stromspeicherung präsentierten in diesem Jahr mehr als 140 internationale Aussteller neue Lösungen und Produkte von kleinen Batteriespeichern über die Kombination verschiedener Speicher mit Brennstoffzellen bis hin zu großen Speicherlösungen für Industrie und Gewerbe.
Die gesamte Technologiebreite zeigte in diesem Jahr die Sonderschau PV Energy World, die sich auf die Themenfelder Stromspeicherung und Netzintegration konzentrierte.
Außerdem zeigten die Aussteller ihre Neuheiten zur E-Mobilität. Die Besucher konnten sich über Kombinationen von PV-Carports, Ladestationen und neuesten Elektrofahrzeugen informieren, die die Intersolar Europe auf dem Freigelände der Messe München präsentierte.
Mit insgesamt 11 Partnern zeigte die Messe den aktuellen Stand der Technik und machte die Elektromobilität der Zukunft erlebbar. Probefahrten mit verschiedenen Fahrzeugen vom E-Bike bis hin zum Roadster ergänzten das Programm.
Solarthermie
Auch im Bereich Solarthermie zeigte die Intersolar Europe in diesem Jahr die neuesten Entwicklungen in allen Bereichen: Von der solaren Prozesswärme für industrielle Fertigungsprozesse, über innovative Heizkonzepte bis hin zu solarthermischen Großanlagen. Auch das neue Thema „Heizen mit Solarstrom“ im Vergleich zur Solarthermie wurde auf der Messe vorgestellt und im Rahmen des Konferenz- und Rahmenprogramms beleuchtet.
Über die Entwicklung des Marktes im Bereich Solarthermie informierte der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW Solar), Partner der Intersolar Europe. Der Verband präsentierte auf der Messe die neue Studie "Fahrplan Solarwärme" und zeichnete ein positives Bild: Der Solarwärme-Markt in Deutschland kann sich nach den Ergebnissen der Studie bis zum Jahr 2030 versiebenfachen, während die Beschäftigten in diesem Bereich schon bis 2020 um 100 Prozent zunehmen könnten.
Die Studie "Fahrplan Solarwärme" finden Sie auf der Internetseite des BSW Solar als PDF. rh