Solaranlagen Stromspeicher: Staat zahlt 30 Prozent der Nachrüstung

Strom in größeren Mengen zu speichern, ist teuer und gar nicht so einfach – ein Problem auch für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Entwicklung dieser Techniken und die Nachfrage nach Stromspeichern nehmen nun jedoch an Fahrt auf. Seit Mai gibt es für die Nachrüstung von Solaranlagen Fördergeld vom Staat. Zusätzlich startete jetzt eine Infokampagne zu Thema. Zielgruppe unter anderem: das Handwerk.

Der BSW-Solar ruft mit einer eigenen Infokampagne Solarhandwerker dazu auf, Technik und Förderung der Solarspeicher noch bekannter zu machen. - © Foto: BSW-Solar

Umso mehr die Strompreise steigen, umso mehr Interesse haben die deutschen Verbraucher an Techniken, die sie unabhängiger von der Preisentwicklung machen. Vom Einbau dezentraler Energiesysteme profitiert auch das Handwerk und kann sich somit freuen, dass Stromspeicher immer gefragter sind. Statt den eigenen Solarstrom nur ins Netz einzuspeisen, setzen die Anlagenbesitzer immer mehr auf das Selbstverbrauchen.

© Quelle: BSW-Solar
Solarspeicher

Rund vier Monate nach dem Start des neuen Förderprogramms der Bundesregierung sind bereits etwa 1.100 Solarstromspeicher gefördert worden. 18,7 Millionen Euro hat die KfW Bankengruppe für die Finanzierung der nachträglichen Anschaffung von Solarstromspeichern bewilligt. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit und ruft mit einer eigenen Infokampagne zum Thema unter anderem die Solarhandwerker dazu auf, Technik und Förderung der Solarspeicher noch bekannter zu machen.

Solarstrombetreiber aufklären

Denn schon seit 1. Mai 2013 fördert der Staat Solarstromspeicher. Betreiber von Solarstromanlagen können aufgrund eines Kostenvoranschlags eines Handwerkers über ihre Hausbank einen zinsgünstigen KfW-Kredit beantragen – entweder für die Neuinstallation eines Kombisystems mit Photovoltaik-Anlage plus Speicher oder für die Nachrüstung einer bestehenden Solarstromanlage mit Solarakku.

Rund 1.100 Kreditanträge in Höhe von 18,7 Millionen Euro hat die KfW Bankengruppe für die Finanzierung von Solarstromspeichern bereits bewilligt. - © Foto: Thomas Jansa/Fotolia
Solarspeicher

Dabei übernimmt der Staat bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten einer Solarbatterie als Tilgungszuschuss. So können Handwerkskunden maximal 600 Euro bei neuen Anlagen und 660 Euro bei der nachträglichen Speicherinstallation, jeweils pro Kilowatt Solarstromanlagen-Leistung bekommen. Der Zuschuss für die Nachrüstung mit einem Solarstromspeicher kann allerdings nur für Photovoltaik-Anlagen beantragt werden, die nach dem 1. Januar 2013 errichtet wurden.

Für die Kampagne für Handwerker und Verbraucher hat der BSW-Solar im Internet eine Reihe Infomaterialien zu Technik und Förderung der Solarspeicher bereitgestellt. Ziel sei es, dass möglichst viele Solarstrombetreiber über die finanziellen Möglichkeiten von Speichern aufgeklärt werden und eine Investition in Erwägung ziehen. Mehr dazu gibt es unter die-sonne-speichern.de . dhz