Marketing aktuell – Backlinks Teil 2 Firmenwebsite: Auf zum Linktausch

Wer eine eigene Website hat, möchte im Netz auch gefunden werden. Dabei ist das automatisierte Herstellen von Backlinks jedoch eher schädlich fürs Ranking einer Website. Wie aber richtig vorgehen? Zwei Größen entscheiden: Anzahl und Qualität der Backlinks.

Nils-Peter Hey

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    Um bei einer Suchmaschine gut gelistet zu sein, zählt nicht nur die reine Zahl von Backlinks, sondern auch deren Qualität. Wichtig ist es mit Partnern Verlinkungen zu tauschen.
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    Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) betreiben ihr Marketing wegen mangelnder Strukturen und Ressourcen häufig nach dem Prinzip "learning-by-doing".

Die Zahl der Verweise auf die eigene Website lässt sich einfach prüfen, indem man den Namen der Site als Abfrage bei Google eingibt. Diese Liste gilt es zu verlängern, der begrenzende Faktor ist hier im Wesentlichen die eigene Arbeitskraft.

Wann ist ein Backlink gut, wann nicht?

Nun zählt nicht nur die reine Zahl von Backlinks, sondern auch deren Qualität. Ein Beispiel: Google bringt bestimmten Websites besonderes Vertrauen entgegen. Eine davon ist Wikipedia. Googles Gedanke: Was von echten Menschen gepflegt wird, ist besonders vertrauenswürdig.

Wikipedia ist deswegen so vertrauenswürdig, weil das Reinkommen schwierig ist. Hier wachen Freiwillige über die Qualität. Besonders Leute mit Backlinkwunsch versucht man rauszuhalten. Nichts desto trotz kann man auch hier einiges erreichen.

Wikipedia ist immer dann ein Zeit-Investment wert, wenn Sie fachlich etwas beizutragen haben. Man kann sich Begriffe aus dem eigenen Kompetenzbereich suchen, die in Wikipedia noch fehlen oder nur rudimentär beschrieben sind und dort sinnvolle, nicht werbliche, Quellen auf der eigenen Website ergänzen. Für Wikipedia gilt aber umso mehr: Nur wer sich ehrlich engagieren möchte, hat faire Chancen. Wer schnell und ohne Aufwand Backlinks aufbauen will, ist falsch. Hier regiert die Qualität.

Gute Traditionen im Netz pflegen

Ein weiterer Königsweg zum Aufbau von Backlinks ist der traditionelle Linktausch. Die Währung, mit der man hier bezahlt, ist der Backlink auf Gegenseitigkeit. Zum Start braucht man einen Bereich auf der eigenen Webseite, den man mit Links auf "Partner" füllen kann. Hier sollte man konzeptionell vorgehen, sich also ein Beuteschema für Linkpartner zurecht legen.

Ein gut gepflegtes Linkverzeichnis, das Informationen zum eigenen Sortiment, zu Marken und weiterführende Hinweise liefert, ist eine hervorragende Aufwertung für jede Website. Mit diesem Linkangebot kann man nun auf die Betreiber der Zielwebsites herantreten und höflich um Zurückverlinkung bitten. "Bitten" ist hier das richtige Schlagwort, handelt es sich doch um eine Absprache auf Gegenseitigkeit ohne Vertrag im engeren Sinne.

Qualität entscheidet

Wie man es auch anfasst: Qualität ist das entscheidende Kriterium. Wer beim Gewinnen von Suchmaschinenpositionen auf langfristige Entwicklung der eigenen Position setzt, kann kaum etwas falsch machen. Ein guter Dienstleister wird darauf hinweisen, dass das Erklimmen von Ranking-Listen eben nie schnell und ohne Aufwand zu machen ist. Lassen Sie die Finger von allem, was automatisiert ist und schnelle Erfolge verspricht.

Die richtige Suchmaschinen-Strategie erfordert immer eine Beratung mit Augenmaß und eine vollständige Ist-Analyse. Daraus kann man dann je nach Ausgangslage eine individuelle Strategie entwerfen.

Das Rückgrat jeder Suchmaschinen-Strategie: Backlinks Teil 1