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Heizkessel austauschen Effizienzlabel für Heizungen: Das ist wichtig

Bereits seit dem 1. Januar 2016 werden alte Heizkessel mit dem neuen Effizienzlabel für Heizungen ausgestattet. Seit dem Jahresbeginn 2017 ist das Anbringen der Plakette nun die Pflicht des Bezirksschornsteinfegers. Was beim Effizienzlabel für Heizungen wichtig ist.

Heizungen, die älter als 15 Jahre sind, müssen seit dem 1. Januar 2016 mit einem Energie-Effizienzlabel versehen werden. Bislang waren Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger sowie bestimmte Energieberater berechtigt die Etiketten anzubringen. Seit dem 1. Januar 2017 ist dies nun die Pflicht der Bezirksschornsteinfeger. Was beim Effizienzlabel für Heizungen sonst noch wichtig ist. 

Was ist das Ziel des Effizienzlabels für Heizungen?

Das Ziel des 2016 eingeführten Labels ist es, die Verbraucher über den Effizienzstatus der Heizung zu informiert. Außerdem soll die Kennzeichnung die Austauschrate von alten Heizkesseln erhöhen und den Verbrauchern einen Anstoß zum Energiesparen geben. Das Energie-Effizienzlabel ist für Verbraucher kostenlos.

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Warum wurde das Effizienzlabel eingeführt?

Hintergrund, warum das Effizienzlabel 2016 eingeführt wurde ist die seit 1. Mai 2014 gültige Energieeinsparverordnung (EnEV 2014). Diese verpflichtet Immobilieneigentümer, alte Heizkessel auszutauschen. Öl- und Gasheizkessel,  die vor 1985 eingebaut wurden, dürfen überhaupt nicht mehr in Betrieb sein.

Was gilt für alte Holz- und Kohleheizkessel?

Für alte Holz- und Kohleheizkessel gelten nach der EnEV 2014 zudem verschärfte Grenzwerte. Heizkessel für feste Brennstoffe mit einer Leistung von vier bis 15 Kilowatt, die bis einschließlich 31. Dezember 1994 errichtet wurden, müssen die Emissionswerte der Stufe eins einhalten. Dies gilt auch für Kessel mit höheren Leistungen. Bei kleinen Heizkesseln müssen die CO- und Staubwerte – genau wie bei größeren Kesseln - in einem Abstand von zwei Jahren gemessen werden.

Gibt es beim Heizungslabel Ausnahmen für Privatleute?

Ja für Privatleute gibt es einige Ausnahmen. Beispielsweise müssen alte Niedertemperatur- und Brennwertkessel nicht ausgetauscht werden, da sie einen höheren Wirkungsgrad haben. Auch Anlagen zur ausschließlichen Warmwasseraufbereitung dürfen bleiben. Eigentümer von Ein- bis Zweifamilienhäusern sind von der Austauschpflicht komplett ausgenommen, sofern sie schon vor dem 1. Februar 2002 dort wohnten. Wird das Haus jedoch verkauft und ist der Heizkessel bereits älter als 30 Jahre, hat der neue Eigentümer zwei Jahre Zeit, den Heizkessel auszutauschen.

Wie viele Heizungen müssen ausgetauscht werden?

Nachdem die EnEV 2014 in Kraft trat, schätzte der Schornsteinfegerverband, dass etwa 150.000 bis 200.000 Heizungsanlagen deutschlandweit ausgetauscht werden müssen. Aktuell jedoch liegt das durchschnittliche Alter von Heizungen in Deutschland bei 17,6 Jahren, rund ein Drittel ist älter als 20 Jahre. All diese Heizkessel müssen nicht ausgetauscht werden, insofern sie den Normen des Effizienzlabels entsprechen. Die Kontrolle, ob die betroffenen Anlagen ausgetauscht werden müssen, übernehmen die Bezirksschornsteinfeger.

Sind auch Kaminöfen betroffen?

Neben Heizungen müssen laut der EnEV auch alte Öfen ausgetauscht oder nachgerüstet werden. Der Grund auch hier: Verschärfte Grenzwerte für Feinstaub- und Kohlenmonoxid-Emissonen. Konkret sind Öfen betroffen, die vor 1975 eingebaut wurden. dhz

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