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Ausländische Fachkräfte beschäftigen Arbeitserlaubnis: Wer braucht sie, wer nicht?

Nicht-EU-Bürger benötigen eine Arbeitserlaubnis, um Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erhalten. In Mangelberufen sind die Chancen gut, eine zu erhalten. Doch die bürokratischen Hürden sind hoch.

Für viele ausländische Arbeitskräfte ist der deutsche Arbeitsmarkt ein Sehnsuchtsort – und viele deutsche Betriebe haben vakante Stellen und sind händeringend auf der Suche nach Fachkräften. Doch Angebot und Nachfrage können in dieser Hinsicht nicht einfach so zusammenfinden, sondern die Behörden haben auch noch ein Wörtchen mitzureden. Denn ausländische Jobinteressenten benötigen eine Arbeitserlaubnis , um hierzulande einer Beschäftigung nachgehen zu dürfen.

Das gilt zumindest für all jene Menschen, die nicht aus der Europäischen Union stammen. EU-Bürger haben nämlich im Rahmen der Freizügigkeit uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Gleiches gilt auch für Island, Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz, die entsprechende Abkommen mit der Europäischen Union geschlossen haben. Für Bürger aus den EU-Mitgliedsländern Bulgarien, Rumänien sowie Kroatien galten Übergangsregelungen, die jedoch zum 31. Dezember 2014 beziehungsweise 30. Juni 2016 ausliefen. Rumänen, Bulgaren und Kroaten haben somit mittlerweile ebenfalls freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt wie alle anderen EU-Bürger auch und benötigen somit keine Arbeitserlaubnis. "Dieses Recht, frei in einem anderen EU-Staat arbeiten und wirtschaftlich tätig sein zu können, ist ein unschätzbarer Vorteil der EU", betont Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD).

Zentrale Auslandsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit entscheidet über Arbeitserlaubnis

Wie wertvoll dieses Recht ist, wissen all jene, die es nicht haben – und sich erst um eine Arbeitserlaubnis bemühen müssen. Vergleichsweise einfach haben es hier ausländische Absolventen deutscher Hochschulen: Sie haben nach ihrem Examen 18 Monate Zeit, um sich in Deutschland einen Arbeitsplatz zu suchen. Schaffen sie es, haben sie automatisch eine Arbeitsgenehmigung. Ex-Azubis bekommen nach Abschluss ihrer betrieblichen Ausbildung ein Jahr für die Jobsuche zugestanden . Ausländische Akademiker mit anerkanntem Hochschulabschluss können darüber hinaus seit August 2012 die sogenannte "Blaue Karte EU" erhalten, die einer Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung entspricht. Voraussetzung sind ein Arbeitsvertrag mit einem Bruttojahresgehalt von gut 46.000 Euro (in einigen Branchen 36.000 Euro) sowie die Zustimmung der Zentralen Auslandsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit.

Arbeitserlaubnis für Türken, Serben und Co. nur in Mangelberufen

Seit Juli 2013 hat die Bundesregierung zudem bestimmte Mangelberufe definiert, bei denen für Fachkräfte, die nicht aus Deutschland oder den übrigen EU-Staaten kommen, die Möglichkeit besteht, in Deutschland zu arbeiten. Dazu zählen beispielsweise Installateure, Lokomotivführer oder Mitarbeiter in der Ver- und Entsorgung. Die Liste der Mangelberufe wird regelmäßig aktualisiert. Die ZAV erteilt seither jenen Menschen eine Arbeitserlaubnis und damit auch einen Aufenthaltstitel, die ein konkretes Arbeitsplatzangebot in einem definierten Mangelberuf vorliegen haben. Will ein Zuwanderer, der über die Liste der Mängelberufe in Deutschland eine Beschäftigung gefunden hat, den Arbeitgeber wechseln, ist dazu erneut die Zustimmung der Zentralen Auslandsvermittlung erforderlich.

Liste der Mangelberufe

Beruf Anforderungsniveau
Metallbau * 2 - Fachkraft
Schweiß-, Verbindungstechnik * 2 - Fachkraft
Berufe in der Mechatronik 2 - Fachkraft
Berufe in der Mechatronik 3 - Spezialist
Berufe in der Automatisierungstechnik 2 - Fachkraft
Berufe in der Automatisierungstechnik 3 - Spezialist
Berufe in der Bauelektrik 2 - Fachkraft
Berufe in der Elektromaschinentechnik 2 - Fachkraft
Berufe in der elektrischen Betriebstechnik 2 - Fachkraft
Berufe Leitungsinstallation,-wartung 2 - Fachkraft
Berufe in der Elektrotechnik (ohne Spezialisierung) 3 - Spezialist
Aufsicht - Elektrotechnik 3 - Spezialist
Hochbau (o.S.) * 3 - Spezialist
Beton- und Stahlbetonbau * 3 - Spezialist
Maurerhandwerk * 3 - Spezialist
Aufsicht – Hochbau * 3 - Spezialist
Berufe in der Klempnerei (ohne Spezialisierung) 2 - Fachkraft
Berufe Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik 2 - Fachkraft
Berufe Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik 3 - Spezialist
Berufe in der Kältetechnik 2 - Fachkraft
Berufe in der Kältetechnik 3 - Spezialist
Aufsichtskräfte - Klempnerei, Sanitär, Heizung, Klima 3 - Spezialist
Softwareentwicklung * 3 - Spezialist
Programmierung * 3 - Spezialist
Berufe im technischen Eisenbahnbetrieb 3 - Spezialist
Berufe in der Überwachung und Wartung der Eisenbahninfrastruktur 2 - Fachkraft
Triebfahrzeugführer Eisenbahnverkehr 2 - Fachkraft
Berufe Gesundheits-, Krankenpflege (ohne Spezialisierung) 2 - Fachkraft
Berufe in der Fachkrankenpflege 3 - Spezialist
Berufe operations-/med.-techn. Assistenz 2 - Fachkraft
Berufe in der Altenpflege 2 - Fachkraft
Berufe in der Altenpflege 3 - Spezialist
Berufe in der Orthopädie-, Rehatechnik 2 - Fachkraft
Berufe in der Hörgeräteakustik 2 - Fachkraft
Berufe in der Orthopädie-, Rehatechnik 3 - Spezialist
Meister Orthopädie, Rehatechnik und Hörgeräteakustik sowie Augenoptik * *ausgenommen sind Medizintechnik und Zahntechnik 3 - Spezialist

Quelle: Positivliste der Bundesagentur für Arbeit

Die Engpassanalyse erfolgt unter dem Fokus bundesweiter Engpässe, ergänzt um eine regionale Betrachtung auf Ebene der Bundesländer. Diese Berufsgattungen sind mit einem *gekennzeichnet.

Stand: 15.02.2017

Arbeitserlaubnis: Was müssen Arbeitgeber tun?

Der zukünftige Arbeitgeber muss die Dienststelle der Bundesagentur für Arbeit gleichzeitig mit dem Antrag der Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis detaillierte Auskunft über Lohn, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen geben. Denn zum einen muss die berufliche Qualifikation des ausländischen Jobinteressenten mit der in Deutschland vergleichbar sein, zudem müssen die Beschäftigungsbedingungen mit denen deutscher Arbeitnehmer übereinstimmen. Um frühzeitig zu erfahren, ob eine ausgeschriebene Stelle mit einem ausländischen Staatsbürger besetzt werden darf, kann der Betriebsinhaber zudem eine Vorabprüfung durch die ZAV beantragen.

Für manche Länder und Regionen hat die Bundesregierung zudem Gastarbeiterprogramme aufgelegt. Seit Anfang 2016 gibt es das für die Westbalkan-Staaten Albanien, Bosnien, Serbien, Montenegro, Mazedonien sowie das Kosovo. Hierbei erteilt die Bundesagentur für Arbeit Jobsuchenden eine sogenannte Vorab-Zustimmung, mit der sie sich bei potenziellen Arbeitgebern bewerben können. 

Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge: Das muss beachtet werden

Gut 50.000 Menschen machten davon im vergangenen Jahr laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit Gebrauch. Am stärksten nutzten Kosovaren das Programm mit 16.400 erteilten Arbeitsgenehmigungen, gefolgt von Bosniern mit 15.400 Genehmigungen. Nachdem sie eine Stelle gefunden haben, können sie ein Arbeitsvisum beantragen. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es dazu: "Durch die Neuregelung für die Staatsangehörigen der Westbalkanstaaten wurden die Möglichkeiten einer Arbeitsmigration erheblich ausgeweitet, so dass aufgrund dessen ein starker Anstieg der Visum-Antragsteller-Zahlen zu verzeichnen ist."

Für Flüchtlinge wiederum gilt, dass sie mindestens drei Monate als registrierte Asylbewerber in Deutschland leben müssen, bevor sie sich um einen Arbeitsplatz bewerben dürfen. In der Praxis dauert es aber meistens länger, bis Flüchtlinge eine Anstellung finden. Hier gelten insbesondere mangelnde Deutschkenntnisse als Barriere, außerdem schreckt auch die ungewisse aufenthaltsrechtliche Perspektive so manchen Arbeitgeber ab. Darüber hinaus führt die Bundesagentur für Arbeit vor der Erteilung einer Arbeitserlaubnis eine sogenannte Vorrangprüfung durch. Hierbei wird überprüft, ob es einen mindestens gleichwertigen Bewerber aus Deutschland oder einem anderen EU-Mitgliedsstaat für die Stelle gibt. Nur wenn das nicht der Fall ist, kann ein Asylbewerber eine Arbeitserlaubnis für den Job erhalten. Diese Vorrangprüfung entfällt erst, nachdem ein Flüchtling mindestens 15 Monate in Deutschland ist.

Weitere Informationen zur Beschäftigung von Flüchtlingen haben wir in diesem Beitrag zusammengestellt.

Diese Regeln gelten für Praktikanten

Grundsätzlich gelten Praktika als Erwerbstätigkeit und unterliegen damit hinsichtlich der Arbeitserlaubnis den gleichen Regeln, die auch für reguläre Arbeitskräfte aus dem Ausland gelten. Es gelten jedoch Ausnahmeregelungen für einige Arten von Praktika, die nicht länger als drei Monate dauern. Darunter fallen laut Angaben des Auswärtigen Amtes beispielsweise Praktika, die von der Bundesagentur für Arbeit als Ferienbeschäftigung vermittelt wurden. Auch für Pflichtpraktika, die während eines Aufenthaltes zum Zweck der schulischen Ausbildung oder des Studiums absolviert werden, wird keine Arbeitserlaubnis benötigt. Gleiches gilt für Praktika im Rahmen von EU-Programmen oder internationalen Austauschprogrammen. Regierungspraktika, die aus öffentlichen deutschen Mitteln, EU-Mitteln oder von internationalen Organisationen finanziert werden, dürfen ebenfalls ohne Arbeitserlaubnis absolviert werden. czy

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Nasko

Arbeit in deutschlad

Ich suche arbeit in deutschlan als hilfs arbeit i bau ich komme aus mazedonija wer gib mir das grune licht Danke.