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Mit erneuerbaren Energien heizen: Änderungen 2018 Zuschuss für Heiztechnik: Erst Antrag, dann Handwerksauftrag

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) forciert die Wärmewende und möchte, dass die Hausbesitzer in Deutschland stärker auf erneuerbare Heizsysteme umsteigen. Deshalb gibt es dafür einen Zuschuss vom BAFA von mehreren tausend Euro. Bei der Beantragung ändert sich seit 2018 jedoch etwas.

Wer sich seit dem 1. Januar 2018 eine neue Heizung installieren lässt, kann auch weiterhin die staatliche Förderung über das sogenannte Marktanreizprogramm nutzen und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss zu den Kosten bekommen. Die Voraussetzung: die Heizungsanlage wird mit erneuerbaren Energien betrieben. In einer Mitteilung weist das BMWi nun Handwerker darauf hin, dass sie ihre Kunden auf eine Änderung aufmerksam machen sollten, die ab dem kommenden Jahr neu zu den Förderbedingungen dazu kommt.

BAFA-Zuschuss: Seit 2018 erst Antrag, dann Auftrag an den Handwerker

So müssen Eigenheimbesitzer, um den BAFA-Zuschuss seit dem 1. Januar 2018 zu erhalten, den Förderantrag stellen, bevor sie den Handwerker beauftragen. Nur wer die Reihenfolge einhält, bekommt dann auch den Zuschuss. Bisher galt das so schon für Unternehmen und Kommunen und meistens, ab 2018 auch für Eigenheimbesitzer. "Erst wenn eine Eingangsbestätigung des BAFA für den Antrag vorliegt, kann der Handwerker mit der Installation beauftragt werden. Nachdem die umweltschonende Heizung eingebaut und in Betrieb genommen wurde, reicht der Hausbesitzer in einem zweiten Schritt den Verwendungsnachweis sowie die erforderlichen Rechnungen und Belege beim BAFA ein und erhält den Zuschuss", teilt das BMWi mit.

Doch vor der Antragsstellung könne der Handwerksbetrieb bereits mit Planungsarbeiten beauftragt werden und diese auch durchführen, ohne den Zuschuss zu gefährden. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks gibt zudem den Tipp, dass Handwerksbetriebe den Zuschuss in ihr Angebot an die Kunden integrieren können, wenn diese ihre alte Heizung modernisieren und auf Wärme aus erneuerbarer Energie umsteigen möchten.

Die Neuregelung sieht jedoch auch eine Übergangsregelung für jene Fälle vor, in denen der Einbau der Heizungsanlage schon 2017 beauftragt, aber erst 2018 umgesetzt wird. So können die Antragsteller den Förderantrag innerhalb von neun Monaten nach der Inbetriebnahme der Heizung stellen. Dazu müssen sie jedoch eine entsprechende Erklärung mit Hinweis auf die Übergangsfrist beim BAFA einreichen. Die Inbetriebnahme der Heizung und die Antragsstellung müssen vor dem 30. September 2018 erfolgt sein.

Wie hoch ist der BAFA-Zuschuss für eine neue Heizung?

Die Höhe des Zuschusses richtet sich danach, wie effizient und umweltschonend die installierte Heizung ist. Das BMWi gibt als Beispiels: Für eine Erdwärmepumpe zur Raumheizung und Warmwasserbereitung liegt der staatliche Zuschuss bei mindestens 4.500 Euro, für Pelletkessel mit Wärmespeicher gibt es mindestens 3.500 Euro und für die Erstinstallation einer Solarthermieanlage, die sowohl die Heizung unterstützt als auch Warmwasser liefert, mindestens 2.000 Euro.

Zudem gibt es einen Zusatzbonus von 20 Prozent des Förderbetrags plus 600 Euro pauschal, wenn eine veraltete Heizung ausgetauscht und das ganze Heizsystem optimiert wird. Aber auch für jene Heizungsanlagen, die bereits mit MAP gefördert wurden und seit drei Jahren in Betrieb sind, hat das BMWi eine weitere Förderung parat. So können diese Eigenheimbesitzer nun einen Zuschuss von 200 Euro beantragen, wenn sie diese vom Handwerker nachjustieren lassen. dhz

Das Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien

Im Rahmen des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien (MAP) stellt das BMWi schon seit einigen Jahren jährlich 300 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung: Eigenheimbesitzer, Freiberufler, Unternehmen, Kommunen und weitere Antragsberechtigte wie etwa gemeinnützige Organisationen erhalten vom Staat einen Zuschuss, wenn sie ihre ineffiziente mit Öl oder Gas betriebene alte Heizungs- oder Wärmeanlage durch eine umweltschonende effiziente Solarthermieanlage, Wärmepumpe oder Biomasseanlage ersetzen. Auch wer bei Errichtung eines Neubaus von vorneherein auf erneuerbare Energien setzt, kann auch eine Förderung erhalten. Der Zuschuss wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) überwiesen, das auch die Förderanträge bearbeitet.

Weitere Infos gibt es hier.>>>

Quelle: BMWi

Dieser Beitrag wurde am 4. Januar 2018 aktualisiert.

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