Kunden erreichen Worauf es bei der Fahrzeugwerbung ankommt

Die Betriebsfahrzeuge als mobile Werbefläche einzusetzen ist eine sinnvolle Sache. Allerdings kann man dabei auch so manches falsch machen. Besonders bei der Auswahl der Motive ist Vorsicht geboten.

Dieser Fußbodenleger-Betrieb aus München fährt in Parkett-Optik zum Einsatzort - © Foto: Sterne des Handwerks

Wer die Fahrzeuge seines Betriebs mit dem Firmenlogo oder den Firmenfarben ausstattet, der macht nichts falsch. Die Aufdrucke dienen als Teil der Corporate Identity des Unternehmens als mobile Werbeflächen. In den meisten Fällen ist das völlig unverfänglich. Was aber, wenn etwa ein kreativer oder lustiger Spruch oder ein humorvolles Bild verwendet werden, und niemand den Witz versteht? Und auch sonst gibt es einiges zu beachten.

Einprägsamkeit ist das oberste Gebot

Grundsätzlich sollten sich Unternehmer fragen, welche Marke sie verkörpern und wie sie wahrgenommen werden möchten. Handwerksbetriebe sind Dienstleister, die auch so von den Kunden wahrgenommen werden. Doch Fahrzeugaufdrucke, die witzig sein sollen, sollten daher unmissverständlich als mit einem Augenzwinkern gemeint zu erkennen sein und zum eigenen Tätigkeitsbereich passen. Alles andere könnte Kunden verwirren und schlimmstenfalls abschrecken .

Bedenken sollten Betriebsinhaber aber immer, dass man den durch die Werbung aufgebauten Ruf oft so einfach nicht mehr loswird. Fahrzeugbeschriftungen sollten daher immer den richtigen Ton treffen und dem Betrachter im besten Falle Spaß machen. Passanten müssen sie schnell und leicht verstehen. Kurzum: Die Einprägsamkeit ist das oberste Gebot.

Beispiele für gut gelungene Fahrzeugbeschriftungen gibt es auf der Seite der Aktion "Sterne des Handwerks", die jedes Jahr besonders kreative Fahrzeugwerbung auszeichnet.

Tipps für die passende Fahrzeugwerbung:

  1. Um welche Art Betrieb handelt es sich? Einen Malerbetrieb, ein SHK-Betrieb oder eine Zimmerei? Die Kunden sollten das sofort erkennen können. Erst im zweiten Schritt müssen sie lesen, was Sie können und von der Konkurrenz unterscheidet

  2. Bringen Sie nicht nur die Betriebsfarben und die Kontaktdaten auf dem Fahrzeug an, sondern auch eine Idee. Sie können damit den kleinen Unterschied machen, der bei Kunden den Ausschlag geben kann.

  3. Testen Sie Ihre Idee an Leuten, die nicht vom Fach sind. Nur wenn diese die Idee hinter dem Aufdruck sofort verstehen, liegen Sie richtig. Leider funktionieren die besten Ideen in der Praxis manchmal nicht. Eine Möglichkeit, diese oder den Witz im Nachhinein zu erklären, gibt es leider nicht.

  4. Manchmal ist weniger mehr. Überladen Sie das Fahrzeug nicht mit zu vielen Beschriftungen. Statt sämtliche Leistungen aufzuzählen, sollte man sich lieber auf ein Alleinstellungsmerkmal stützen.

  5. Versprechen Sie nichts, was Sie nicht halten können. Wenn Sie etwa eine 24-Stündige Erreichbarkeit bewerben, sollten Sie auch wirklich 24 Stunden am Tag erreichbar sein.

  6. Bei besonders günstigen Angeboten wird oftmals d ie Gestaltung vernachlässigt. Lassen Sie sich nicht von den niedrigen Preisen blenden. In Zusammenarbeit mit echten Werbe-Profis lassen sich die besten Ergebnisse erzielen. Lassen Sie sich dazu im Vorfeld von den Agenturen Referenzen zuschicken um zu sehen, ob deren Arbeit zu Ihren Vorstellungen passt. Außerdem kann man so ein Gespür für die Preise und Leistungen der Branche entwickeln . jr