Wegen hoher Energiepreise Wohnung bald unbezahlbar: Jeder vierte Haushalt gefährdet

Der Energieverbrauch nimmt bundesweit ab und das liegt nicht nur am milden Oktober: Für jeden vierten Haushalt stehen die eigenen vier Wände auf dem Spiel. Welche Energiesparmaßnahmen die Deutschen ergreifen.

Heizung und Geldscheine
86 Prozent der Befragten planen, die Temperatur in ihrer Wohnung zu senken. - © creativemariolorek - stock.adobe.com

Der Winter naht und mit dem Ausblick auf die kalten Monate steigt die Sorge von Experten, dass Menschen und Betriebe zu wenig Energie sparen. Doch diese Befürchtung scheint unbegründet zu sein. Während die Bundesnetzagentur Privathaushalten und kleinen Betrieben in der Vergangenheit einen überdurchschnittlich hohen Energieverbrauch attestierte, sieht die Lage nun anders aus: Nur 571 Gigawattstunden am Tag schlugen bei der Behörde letzte Kalenderwoche im Mittel zu Buche. Damit lag der Bedarf fast ein Drittel unter dem desselben Zeitraums in den Jahren 2018 bis 2021.

Diese Entwicklung mag mit dem Wetter zusammenhängen, aber auch ein Bewusstseinswandel macht sich bemerkbar. Die Notwendigkeit von Sparmaßnahmen steht den Bürgerinnen und Bürgern klar vor Augen. Und das aus gutem Grund: Jeder vierte Haushalt kann sich seine Wohnung nur dann weiterhin leisten, wenn er stark Energie spart. Das zeigt der aktuelle Wohnungsmonitor der DLE Land Development GmbH.

Verhaltensänderungen und Sanierung geplant

Auf dem Weg zu einer bezahlbaren Heizkostenabrechnung planen demnach 45 Prozent der Befragten, bestimmte Zimmer in ihrer Wohnung nicht mehr zu nutzen. Außerdem werden voraussichtlich 86 Prozent von ihnen die Temperatur in ihrem Zuhause absenken. Nur eine kleine Gruppe von sieben Prozent gab an, wie bisher heizen zu wollen.

Neben diesen Verhaltensänderungen rücken auch energetische Sanierungsmaßnahmen in den Fokus. Jeder vierte Haushalt hat bereits in effizientere Fenster und eine Wärmedämmung investiert. Etwa 20 Prozent haben eine neue Heizung oder Wärmepumpe einbauen lassen. Eine Photovoltaik-Anlage hat rund jeder zehnte auf dem Dach.

Großer Informationsbedarf über Fördermittel

Bei ihren Energiesparkonzepten hoffen die meisten Befragten auf Beratung. Mehr als die Hälfte von ihnen fragt sich, welche Fördermöglichkeiten es für die energetische Verbesserung ihres Heims gibt. Der Informationsbedarf erstreckt sich darüber hinaus auch auf finanzielle Mittel für Solarinstallationen und Sicherheitskonzepte. aul