Mobilität Wo es die 9-Euro-Tickets jetzt zu kaufen gibt

Im Juni, Juli und August können Fahrgäste jeweils für neun Euro im Monat im öffentlichen Personennahverkehr fahren. Nun startet bundesweit der Verkauf der 9-Euro-Monatstickets. Bahn- und Busbetreiber und die Verkehrsverbünde rechnen mit einer starken Nachfrage.

Das 9-Euro-Ticket, hier in der App des Hamburger Verkehrsbundes HVV. - © nmann77 - stock.adobe.com

Die Deutsche Bahn und zahlreiche Verkehrsverbünde und -unternehmen beginnen an diesem Montag mit dem Verkauf des 9-Euro-Monatstickets. Auf der Bahn-App DB Navigator etwa werde das Ticket ab "den frühen Morgenstunden" erhältlich sein, teilte ein Bahnsprecher mit. In den DB-Reisezentren starte der Verkauf, "sobald diese öffnen". Einige Verkehrsunternehmen und Städte haben mit dem Verkauf aber schon in den vergangenen Tagen begonnen. In Wuppertal konnten Interessierte das Ticket sogar schon am 18. Mai vor Zustimmung durch Bundestag und Bundesrat kaufen.

Mit dem Monatsticket können die Fahrgäste ab nächstem Monat bundesweit im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr fahren – in allen Städten und über alle Verbundgrenzen hinweg. Die Sondertickets sollen für Juni, Juli und August angeboten werden – für jeweils neun Euro im Monat und damit viel günstiger als normale Monatskarten. Trotz Kritik und Skepsis aus den Bundesländern hatte der Bundesrat dem Vorhaben am 20. Mai zugestimmt.

9-Euro-Tickets:Wer schon ein Abo hat, soll automatisch eine Reduzierung erhalten

Wer bereits ein Monats- oder Jahresabo hat, soll sich um nichts weiter kümmern müssen. "Es werden automatisch Reduzierungen bei bestehenden Abos vorgenommen, so dass nur die neun Euro pro Monat anfallen", heißt es etwa beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Die Reduzierungen werden später auf das jeweilige Kundenkonto zurücküberwiesen.

Die Billigtickets sind Teil der Entlastungspakete der Ampel-Koalition wegen der stark gestiegenen Energiepreise. Zugleich sollen sie eine große Schnupperaktion sein, um mehr Fahrgäste anzulocken und zum Umsteigen vom Auto zu ermuntern. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sprach von einer Chance für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und klimafreundliche Mobilität.

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Nach dem beschlossenen Gesetz stellt der Bund den Ländern unter anderem 2,5 Milliarden Euro bereit, um Einnahmeausfälle der Verkehrsanbieter auszugleichen. Von den Ländern hatte es zuvor Forderungen nach generell mehr Geld für den ÖPNV gegeben.

Bahn- und Busbetreiber und die Verkehrsverbünde stellen sich auf einen größeren Andrang von Fahrgästen ein – gerechnet wird vor allem an Wochenenden mit vollen Zügen zu Ausflugszielen. dpa