Bonpflicht Wie viele Kunden nehmen den Kassenzettel mit?

Ab 2020 wird die Ausgabe von Kassenzetteln zur Pflicht. Doch wie viele Kunden nehmen beim Einkauf den Bon tatsächlich mit? Eine Umfrage hat das jetzt ermittelt.

Eine Yougov Umfrage ergab, dass jeder zweite Kunden beim Einkaufen immer einen Kassenbon mitnimmt. - © Viacheslav Iakobchuk – stock.adobe.com

Von Januar 2020 an werden Kassenzettel zur Pflicht. Bei der sogenannten "Bonpflicht" handelt es sich um eine Maßnahme, mit der das "Schummeln" an der Kasse verhindert werden soll. Nach dem Gesetz muss ein Bon ausgegeben werden – der Kunde muss ihn aber nicht annehmen. Aus Handel und Handwerk kommt Kritik daran.

Die Regelung wurde im Rahmen der Kassensicherungsordnung eingeführt, die vorsieht, dass alle Kassen mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) versehen werden, um die gespeicherten Vorgänge fälschungssicher zu machen. In technischen Richtlinien – die das Bundesamt für Sicherheit bestimmt hat – wird festgelegt, wie diese Sicherheitseinrichtung beschaffen sein muss.

Jeder Zweite nimmt immer den Kassenbon mit

Das Marktforschungsinstitut Yougov hat jetzt eine Umfrage mit 2047 Teilnehmern durchgeführt, um herauszufinden, wie viele Kunden tatsächlich einen Kassenzettel mitnehmen. Gefragt wurde unter anderem: "Wenn Sie im Geschäft etwas einkaufen (z.B. Lebensmittel, Kleidung, Haushaltswaren), nehmen Sie den Kassenbon für Ihren Einkauf mit?" 49 Prozent der Befragten gaben an, dass sie immer einen Beleg mitnehmen. Weitere Antworten waren:

  • "Manchmal" mit 34 Prozent
  • "Selten" mit 10 Prozent
  • "Nie" mit drei Prozent
  • drei Prozent haben keine Angabe gegeben

Ausgabe von virtuellem Bon möglich

Nach dem Gesetz zur "Bonpflicht" muss der Kassenzettel jedoch nicht zwingend in Papierform erstellt werden. Es gibt auch die Möglichkeit, einen virtuellen Beleg zu erstellen und diesen beispielsweise als E-Mail zu versenden oder auf das Handy des Kunden zu schicken.

Auch dazu wurden die Teilnehmer der Yougov-Umfrage befragt. Ein Beleg per Mail oder Messenger als digitale Alternative stieße danach bei vielen Kunden auf Skepsis. Bei Barzahlern würde das nur etwas weniger als die Hälfte der Kunden akzeptieren, bei Kartenzahlern ist es mehr als jeder zweite, bei Handyzahlern sind es drei Viertel. dpa