Marketing aktuell Wie mobile Werbung funktioniert: Tipps vom Experten

Werbung im mobilen Internet steigert die Bekanntheit von Produkten, gefällt den Nutzern und bleibt in ihren Köpfen hängen. Das ergab eine Studie der Fachgruppe Unit Mobile Advertising (MAC) des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW). Ein Experte des Verbands erklärt, wie Handwerker die neue Art der Werbung für ihren Erfolg nutzen können.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) betreiben ihr Marketing wegen mangelnder Strukturen und Ressourcen häufig nach dem Prinzip "learning-by-doing". - © Michail Petrov - stock.adobe.com

Mobile Werbung funktioniert als eigenständiger Werbekanal, so die Erkenntnis der Studie. Oliver von Wersch, Leiter der MAC im Bundesverband Digitale Wirtschaft, rät Handwerkern, die speziellen Targeting-Optionen zu nutzen, die nur Werbung im mobilen Internet bieten kann. So können Programme den genauen Standort eines Smartphones erkennen und gezielt Unternehmen in der Umgebung bewerben, etwa ein Friseurgeschäft oder einen Malerbetrieb. So erreicht man seine Kunden ohne Umwege.

Attraktive und ungewöhnliche Werbeformen fallen auf

Ein weiterer Vorteil der mobilen Werbung ist der Einsatz von Sonderwerbeformen, etwa Videos und Animationen. Das fällt auf und steigert den Werbeerfolg. Wersch betont, dass auch bei mobiler Werbung die Qualität entscheidet. Deswegen sollten seiner Ansicht nach mobile Kampagnen immer von entsprechenden Profis konzipiert und erstellt werden.

In einer Studie konnte MAC die Wirkung einer ausschließlich mobil beworbenen Kampagne bei den Nutzern nachweisen. Werbebanner für ein neues Produkt, ein Erfrischungsgetränk, wurden auf den Online-Seiten von fünf großen Anbietern geschaltet, die für mobile Endgeräte wie Smartphones optimiert sind. Per online-Befragung wurden Testgruppen befragt, ob sie sich an die Werbung erinnerten und wie ihnen diese gefallen hat.

Die eigene Marke bekannter machen

Die Werbung im mobilen Internet hatte nach Angaben der Marktforscher positive Auswirkungen auf die Markenbekanntheit. Am Ende der Kampagne kannten rund 81 Prozent mehr Benutzer das beworbene Produkt als zuvor. Rund 11 Prozent konnten sich an den eingeblendeten Werbebanner erinnern, eine Steigerung um 148 Prozent. Zudem "gefiel" den meisten Nutzern die Werbung: Je rund zwei Drittel waren der Meinung, sie falle auf und sei leicht verständlich. jf