Nach Zahlen des Suchmaschinenanbieters Google suchen 97 Prozent der Konsumenten online nach Unternehmen in ihrer Nähe – für Handwerker eine wichtige Erkenntnis. Wenn etwa ein potentieller Kunde bei einer Suchmaschine "Heizungsinstallateur" und "München" eintippt, sollte der Name Ihrer Firma auf der Ergebnisliste möglichst weit vorne stehen. Handwerker können etwa über einen Eintrag in einem Online-Branchenkatalog das Ranking ihrer Website verbessern.
Julia Förder

Die meisten Handwerksbetriebe haben heute einen eigenen Internetauftritt, eine eigene Website. Doch die Web-Adresse auf das Firmenauto zu schreiben oder auf Flyer zu drucken, reicht allein nicht aus, um gefunden zu werden. Denn viele Kunden geben Internetadressen nicht direkt in ihren Webbrowser ein, sondern suchen in Suchmaschinen nach bestimmten Begriffen. Umso wichtiger ist es also, dass auch die Websites von Handwerkern suchmaschinenoptimiert sind.
Der so genannte PageRank einer Seite zeigt an, wie beliebt diese ist – je höher die Einstufung einer Seite, desto bessere Chancen hat sie, von Suchmaschinen gefunden zu werden. Wichtigstes Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist es also, den PageRank zu steigern. Dies geschieht auf unterschiedlichen Wegen, zum Beispiel durch eine hohe Anzahl von Backlinks. Dies sind Links auf externen Seiten, die auf die eigene Website verweisen. Wichtig ist dabei, dass der Link von einer qualitativ guten, themenverwandten Website kommt – das verbessert die Chancen auf ein gutes Ranking bei Google und anderen Suchmaschinen.
Handwerker: Einstieg über Branchenkataloge
Ein guter Einstieg für Handwerker sind Online-Branchenkataloge, in denen ein Link auf die eigene Website gesetzt werden kann. Google wertet solche Links als Empfehlungen, die das allgemeine Ranking verbessern. Kunden können hier auf gleich zwei Wegen gewonnen werden: direkt über einen Klick auf den Firmenlink und indirekt über ein verbessertes Ranking. Der seriöse Onlinekatalog sollte vom Anbieter regelmäßig gepflegt werden, bei bezahlpflichtigen Angeboten ist Vorsicht geboten.
Ein weiterer Weg zu mehr Backlinks kann über Linktausch führen. Dabei veröffentlichen zwei Unternehmen wechselseitig die jeweiligen Links des anderen zum Beispiel in einer Linkliste auf ihrer Website. Auch hier sollte man darauf achten, dass es sich um themenverwandte Branchen und Websites handelt. Um nicht Werbung für die Konkurrenz zu machen, kann etwa ein lokal gebundenes Unternehmen auf ein Unternehmen an einem anderen Ort verweisen. Die Links werden von Google als wechselseitige Empfehlungen gewertet und verbessern so die Einstufung einer Website.
Auch in Foren, Blogs oder Sozialen Netzwerken können Backlinks platziert werden. Viele themenspezifische Blogs bieten die Möglichkeit, Gastbeiträge zu verfassen und darin auch Links zu setzen. Von bezahlpflichtigen Blogs ist aber abzuraten: Die dort platzierten Links werden von Google oft nicht als Empfehlung gewertet, eventuell handelt es sich sogar um Linkkauf. Natürlich kann man zum Beispiel auch über das eigene Facebook-Profil Links auf die eigene Website setzen, etwa zu besonderen Angeboten oder Neuigkeiten im Betrieb.