Die Rücklaufquote von gebrauchten PUR-Schaumdosen ist im vergangenen Jahr erstmals auf annähernd 30 Prozent gestiegen. Das gab das nordbayrische Recyclingunternehmen PDR bekannt.
Demnach wurde 2011 mit 6,2 Millionen zurückgeholten gebrauchten PUR-Schaumdosen erstmals die Marke von sechs Millionen übersprungen. Insgesamt 34.950 Abholaufträge von Handwerksunternehmen, Kommunen und Händlern hat PDR nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr erledigt.
Handwerkern, die das kostenlose Rücknahmesystem für gebrauchte PUR-Schaumdosen nutzen wollen, sollten einfach die gebrauchten Dosen im Original-Verkaufskarton sammeln, der gleichzeitig als Rücksendekarton dient. Ist der Karton wieder gefüllt, könne der Betrieb kostenfrei über Telefon 0800-7836736, Fax 0800-7836737 oder per E-Mail unter abholauftrag@pdr.de einen Abholauftrag erteilen. Alternativ kann er auch ausmachen, dass das Servicecenter in regelmäßigen Abständen nachfragt, ob Kartons zur Abholung bereit stehen.
Danach organisiert PDR über Logistikpartner die kostenlose Abholung der Dosen zum Recycling. Dabei übergibt der Logistikpartner einen Entsorgungsnachweis, mit dem der Betrieb die korrekte Verbringung des Sonderabfalls gegenüber den Behörden nachweisen kann.
Sammeln, das sich lohnt
In der Thurnauer Recyclinganlage angekommen, werden die Dosen nach Ein- und Zwei-Komponentenschäumen sortiert und über die Recyclinganlage geführt. Am Ende dieses Prozesses steht eine circa 95-prozentige stoffliche Verwertung.
Im Durchschnitt werden pro Dose zwei Prozent Aluminium, 47 Prozent Weißblech, sechs Prozent Treibgase, 44 Prozent PUR-Prepolymer und ein Prozent Kunststoffgranulat zurückgewonnen und wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt.
Lediglich fünf Prozent einer Dose können nicht recycelt werden und gehen in die Verbrennung. „Die hohen stofflichen Recyclingquoten geben unseren Kunden das Gefühl, dass sich ihr Einsatz für die Umwelt und ihr Sammeln lohnt“, sagt PDR-Marketing- und Entsorgungslogistikleiter Rolf Apfeld. dhz
