Marketing aktuell: Firmenhomepage So wird Ihre Webseite ein Erfolg

Zwischen einem guten und einem schlechten Internetauftritt liegen Welten. Dabei ist es nicht allein eine Frage des Budgets, wie erfolgreich eine Webseite läuft. Sechs grundlegende Tipps im Überblick.

Eine erfolgreiche Webseite muss mehr als gut aussehen. Suchmaschinenoptimierung wird immer wichtiger. - © Foto: Trueffelpix/Fotolia

Eben mal schnell einen erfolgreichen Internetauftritt umsetzen - in der Praxis funktioniert das selten. Es bedarf einer au sgefeilten Planung damit ein Handwerksunternehmer einen professionellen Auftritt gestalten kann über den im besten Fall nicht nur die Bekanntheit, sondern auch der Umsatz der Firma gesteigert wird.

Die Marketing-Agentur Acantara fasst sechs wesentliche Aspekte einer erfolgreichen Homepage zusammen:

1. Planung und Überblick vor dem Start

Vor dem Start der eigenen Homepage muss das gesamte Budget genau berechnet werden. Dies umfasst unter anderem die Kosten für die Webseite sowie für das digitale Online-Marketing. Die Produktauswahl muss vorher auf seine Internettauglichkeit geprüft werden, denn jedes nicht verkaufte Produkt bedeutet Verlust. Verderbliche Ware z.B. ist wenig internettauglich. Die Auswahl des richtigen Shopsystems oder des Webseitensystems ist besonders wichtig ("usability testing"). Eine spätere Umrüstung kann teuer und zeitintensiv werden und Kunden kosten. Viele Unternehmen scheitern bereits an diesem Punkt.

2. Die erfolgreiche Gestaltung

Das Erfolgskonzept der eigenen Webseite beginnt bereits bei der Wahl des richtigen Namens und des prägnanten Logos. Diese sollten individuell und zu den angebotenen Produkten pas sgenau gewählt werden.

Die Internetseite ist die eigene Visitenkarte, hier ist der erste Eindruck entscheidend.

Die Webseite selbst muss optisch ansprechend und aktuell gestaltet sein.

Dazu gehört vor allem ein prägnantes Logo. Dieses sollte stets links oben und deutlich sichtbar platziert werden. Neben oder unter dem Logo sollte zudem ein knapper Slogan stehen, der das Geschäft möglichst gut charakterisiert.

Eine einfache und übersichtliche Navigation sowie eine Suchfunktion mit möglichst vielen verschiedenen Suchkriterien (Preis, Marke, Farbe, Größe, etc.) sind heutzutage zwingend auf der Webseite zu integrieren. Der Kunde muss immer wissen wo er sich gerade befindet, deshalb sollten stets Rettungslinks oder "Zurück-Buttons" zur Startseite eingebaut werden.

Bei der optischen Gestaltung der Landing-Pages empfiehlt es sich, sich an der "Eye-Tracking"-Methode zu orientieren. Der Kunde liest dabei von links oben nach rechts unten. Die Internetseite sollte in zwei, maximal drei Spalten aufgeteilt sein. Dabei gilt das Prinzip der Nähe, alle relevanten Informationen sollten beisammen stehen und auf die wesentlichen Informationen beschränkt werden.

Um das Vertrauen des Kunden in die Seite zu bestärken, haben sich Gütesiegel, wie beispielsweise Trusted Shops, als nützliche Maßnahme erwiesen. Diese Siegel sollten jedoch an das Ende des Bestellvorganges gesetzt werden, da sie inzwischen bei vielen Anbietern inflationär verwendet werden.

3. Professionelle Präsentation der Produkte und Dienstleistungen

Die angebotenen Produkte benötigen eine vollständige, einzigartige Produktbeschreibung mit detaillierten Abbildungen, möglichst aus verschiedenen Perspektiven und mit Vergrößerungsfunktion, denn der Kunde hat in einem Onlineshop nun mal nicht die Möglichkeit, die Ware anzuprobieren und das Material in Augenschein zu nehmen. Die Produkte sollten in unterschiedlichen Farben und Varianten abgebildet werden. Professionelle Onlineshops bieten zusätzlich Produktvideos und Kundenbewertungen an.

Der Bestellprozess muss einfach und komplett auf einer Seite abzuwickeln sein. In der Regel sollte der Kunde innerhalb von zwei Klicks auf der Homepage das gewünschte Produkt in den Warenkorb legen können.

Bei Dienstleistern wie Rechtsanwälten ist die Verwendung eines "Call-to-Action" oder "CAB"-Buttons unerlässlich. So löst der "CAB" direkt den Anruf oder eine E-Mail bei dem Dienstleister oder Berater aus und beschleunigt sofort den spontanen Verkaufsprozess.

Es schreckt Kunden ab, gezwungen zu werden, sich ein Konto für eine einzelne Bestellung anzulegen. Dies sollte nur optional zum Ende des Bestellprozesses geschehen, um den Kunden zukünftige Bestellungen zu erleichtern und zu beschleunigen. Viele Webseiten bieten deshalb sinnvollerweise einen verkürzten Kaufprozess über ein "Gast-Konto" an.

Die Preise für den Versand müssen vollständig und die Lieferzeiten genau bestimmt sein. Des Weiteren sollten verschiedene Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden. Der Bestellprozess wird im Anschluss mit einer Email-Bestätigung abgeschlossen.

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4. Präsenz zeigen und Service bieten

Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) betreiben ihr Marketing wegen mangelnder Strukturen und Ressourcen häufig nach dem Prinzip "learning-by-doing". - © Michail Petrov - stock.adobe.com
Marketing aktuell

Ein bedeutender Faktor für den Erfolg der eigenen Webseite ist ein vollständiges, gut auffindbares und übersichtliches Impressum, denn der Kunde kauft nur dort, wo er Vertrauen entwickeln kann. Auch ist die Angabe eines Impressums in Deutschland für alle Webseiten und Internetpräsenzen (z.B. Facebook, Google+ u.a.) Pflicht – Verstöße können nach Wettbewerbsrecht geahndet werden. Als Betreiber einer Webseite muss man Präsenz zeigen und dem Kunden verschiedene Kontaktmöglichkeiten bieten, beispielsweise einen kostenlosen Rückrufservice.

Ein guter, umfassender und schnell reagierender Kundenservice ist heute existenziell.

Wer das Vertrauen der Kunden gewinnen möchte, sollte Transparenz zeigen und viele Informationen bieten.

Es ist sinnvoll, umfassende FAQs anzubieten.

Die AGBs müssen übersichtlich platziert und gestaltet sein und umfassende Informationen über den gesamten Kaufprozess von der Bestellung bis zur Lieferung bieten und rechtlich absichern.

Die Widerrufs- oder Rückgabebelehrung, sowie die Datenschutzerklärung und Informationen zu Garantie und Gewährleistung müssen ebenso umfassend wie übersichtlich im Shop integriert werden.

Durch Newsletter kann man mit seinem Unternehmen Präsenz zeigen und zusätzlich Kundenbindung herstellen. Denn es ist viel teurer, neue Kunden zu akquirieren, als bestehende Kunden zu binden. Auf diese Art kann man über aktuelle Angebote und Rabattaktionen informieren.

Allerdings gilt hier Qualität vor Quantität: Shops die Ihren Kunden jeden Tag Emails mit nichtssagenden Informationen schicken, geraten schnell in den Spam-Ordner und werden zukünftig ignoriert.

5. Digitales Marketing nicht vernachlässigen

Ohne richtiges und regelmäßiges Marketing versinkt die Website in der Bedeutungslosigkeit des Internets. Deshalb ist eine richtige und umfassende Marketingstrategie überlebenswichtig, um überhaupt wahrgenommen zu werden in der zahllosen Konkurrenz des Internets. Um die Produkte zu vermarkten, bietet es sich an, Proben an Blogger zu schicken und die sozialen Medien und Netzwerke zu nutzen. Auf diese Weise hat man die Möglichkeit, Verlinkungen zu platzieren und mehr Traffic auf die eigene Seite zu bringen.

6. Suchmaschinenoptimierung ist unverzichtbar

80 Prozent aller Kunden schauen sich bei ihrer Suche im Internet nur die erste Seite der Suchergebnisse an, dementsprechend wichtig ist eine Top-10-Positionierung.

Damit der Kunde überhaupt auf den Shop aufmerksam wird, sind regelmäßiges und professionelles Marketing sowie Suchmaschinenoptimierung (SEO) entscheidend.

Diese Maßnahmen entscheiden über den Erfolg des Unternehmens und müssen regelmäßig aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Bei der Suchmaschinenoptimierung muss man ein breites Spektrum abzudecken.

Alle Keywords müssen optimal an das Sortiment und die Begebenheiten der Webseite angepasst werden.

Es empfiehlt sich, einzigartige Titles und Descriptions für seine Produkte und Dienstleistungen zu verwenden, denn diese sind entscheidend für den Besuch des Kunden im Onlineshop und für den Klick auf die Seite. Viele Händler verwenden die vorgegebenen Produktbeschreibungen des Herstellers, sodass der Kunde bei der Online-Suche eine Vielzahl identischer Ergebnisse erhält. Von dieser Masse muss man sich als erfolgreiche Webseite absetzen, um die Kunden auf seine Seite zu locken.

Die Suchmaschine Google hat ca. 90 Prozent Marktanteil in Deutschland, daher empfiehlt es sich, die eigene Seite möglichst breit gefächert bei den diversen Google-Diensten anzumelden. Google Places sollte aktiviert werden, das Analyse-Tool Google Analytics zur Auswertung der Statistiken genutzt werden und die Webmastertools helfen bei technischen Problemen.

Die sogenannten "Tags“ und „Meta-Tags" müssen möglichst präzise und prägnant formuliert werden. Zudem bieten die "Rich Snippets" zusätzliche Informationen bei der Suche im Internet und locken den Kunden auf die Seite, diese allerdings müssen programmiert werden. sg