Förderprogramm aufgestockt Sanierung: Mehr Geld für Klimaschutz im Gebäudesektor

Weil der Gebäudebereich den Klimschutzzielen hinterher hinkt, weitet die Bundesregierung die Förderung für die energetische Sanierung von Häusern und Wohnungen aus.

Handwerker bei der Arbeit, Trockenbau.
Der Bund fördert den Klimaschutz im Gebäudebereich mit weiteren 5,7 Milliarden Euro. - © kiono - stock.adobe.com

Der Bund hat die Gelder für den Klimaschutz im Gebäudebereich aufgestockt. "Häuslebauer nutzen die Förderung", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nach dem Kabinettsbeschluss. "Mit dem Maßnahmenprogramm verbinden wir gutes Wohnen und Klimaschutz", fügte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hinzu. Nachdem im Sommer schon 5,8 Milliarden Euro vom Haushaltszuschuss bereitgestellt wurden, gibt es jetzt weitere 5,7 Milliarden Euro. Insgesamt sollen so für das laufende Jahr 11,5 Milliarden Euro für die energetische Gebäudesanierung zur Verfügung stehen. Zusätzlich will der Bund für 2022 eine Milliarde Euro für den klimagerechten sozialen Wohnungsbau bereitstellen.

Bisher hinkt Gebäudesektor den Klimschutzzielen hinterher

Mit den jetzt beschlossenen Maßnahmen setze die Bundesregierung den Nachsteuerungsmechanismus des Bundesklimaschutzgesetzes um, hieß es weiter. Denn der Expertenrat für Klimafragen hatte in diesem Frühjahr bestätigt, dass im Gebäudebereich die im Klimaschutzgesetz festgelegte Jahresemissionsmenge für 2020 (118 Millionen Tonnen Kohlendioxid) um zwei Millionen Tonnen überschritten wurde. Diese "Ziellücke" gelte es jetzt zu schließen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Altmaier: Geld kommt bei Bauherren an

Wie Altmaier betonte, kommt das Geld bei den Bauherren an. Allein bis September seien 10,6 Milliarden Euro an Fördergeldern in allen Gebäudeförderprogrammen bewilligt worden. "Wir rechnen im Gesamtjahr 2021 mit Bewilligungen von über 15 Milliarden Euro, vielleicht mit bis zu 18 Milliarden Euro", fügte er hinzu. Schon im vergangenen Jahr hatten sich die zugesagten Fördermittel etwa für den Austausch von Ölheizungen oder für das Dämmen von Häusern gegenüber dem Vorjahr von 1,82 auf 8,56 Milliarden Euro erhöht.