Das ökologische Bauen ist Teil der Energiewende. Am heutigen Dienstag feiert das Netto-Null-Energie-Haus des Umweltbundesamtes Richtfest. Es könnte zum Vorbild für viele neue Bauten der öffentlichen Hand in den nächsten Jahren werden.
Man nehme eine Photovoltaikanlage, eine Wärmepumpe und eine ordentliche Wärmedämmung. Heraus kommt ein zukunftsfähiges, ökologisches Haus. So ist das Konzept des Umweltbundesamtes. Heute feiert es das Richtfest des Dienstgebäudes 2019 in Berlin-Marienfelde. "Mit der Inbetriebnahme des Gebäudes erfüllen wir schon heute die Vorgaben der europäischen Gebäuderichtlinie: Gebäude der öffentlichen Hand sollen ab dem Jahr 2019 eine ausgeglichene Energiebilanz vorweisen", sagt Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes.
Energiebilanz übers Jahr ausgeglichen
Der Rohbau des neuen Bürogebäudes ist fertig gestellt. Für diesen Rohbau und die Fassade wurde der nachwachsende Rohstoff Holz verbaut. Die Wärmedämmung besteht aus recycelten Zellulosefasern.
Die Energiebilanz des Gebäudes wird im Betrieb über ein Jahr hinweg ausgeglichen sein. So liefert die Photovoltaikanlage auf dem Dach elektrischen Strom und eine Wärmepumpe entzieht dem Grundwasser Wärme, welche für die Gebäudeheizung genutzt wird. Das neue Bürogebäude ist für 30 Beschäftigte ausgelegt. In sieben Jahren sollen alle öffentlichen Gebäude den Standard dieses Netto-Null-Energie-Haus erfüllen.