Die Gestaltung einer Unternehmensseite auf Facebook ist relativ billig und schnell umsetzbar. So denken gerade viele kleine und mittlere Betriebe, die aufgrund begrenzter Budgets über die kostenfrei zugänglichen sozialen Netzwerke in die digitale Marketingwelt einsteigen wollen. Doch Vorsicht: Hier lauern viele rechtliche Fallstricke, die schnell übersehen werden.
Mit einem rasanten Anstieg der Nutzerzahlen ist Facebook in Deutschland zur ersten Anlaufstelle für digitales Marketing von Unternehmen geworden. Doch wie so oft bei neuen Entwicklungen besteht auch hier Unsicherheit im Hinblick auf die rechtlichen Anforderungen, die an das Marketing bei Facebook gestellt werden. Aufklärung bieten die Rechtsanwälte Thomas Schwenke und Sebastian Dramburg, die einen kostenlosen Leitfaden zur Rechtslage auf Facebook herausgegeben haben.
Das Marketing auf Facebook unterscheidet nämlich in drei Punkten wesentlich von anderen Werbekanälen:
- Zum einem müssen neben den üblichen Gesetzen, wie z.B. dem Urheberrecht, Markenrecht Wettbewerbsrecht und Datenschutzrecht auch eine Vielzahl an hauseigenen Facebookregeln beachtet werden. Da wären unter anderen die Nutzungsregeln, Werberichtlinien, Seitenrichtlinien oder Richtlinien für Promotions um nur einige zu nennen.
- Zum anderen kommen zu den üblichen Folgen von Gesetzesverstößen, nämlich Abmahnungen, Klagen oder Bußgeldern die Facebooksanktionen hinzu. So mögen ein paar Hundert Euro Abmahnungskosten für einen Wettbewerbsverstoß schmerzen. Wenn jedoch Facebook sein Hausrecht ausübt und die mühsam aufgebaute Seite mit tausenden von Fans wegen einer Regelverletzung sperrt, wird der Investitions- und Imageverlust noch viel größer sein. Zudem ist es mühsam, langwierig und selten von Erfolg gekrönt gegen eine solche Sperrung vorzugehen, da Facebook ein Mal gefällte Entscheidungen strikt vertritt und ein Klageverfahren dadurch erschwert wird, dass Facebook seinen Sitz im Ausland hat.
- Angesichts dieser Anforderungen und möglicher Folgen müsste die rechtliche Prüfung der Marketingmaßnahmen noch sorgfältiger ausfallen, als es bisher war. Doch das Gegenteil ist der Fall. Social Media funktioniert nur wenn es schnell, direkt und authentisch ist. Das bedeutet jedoch auf der anderen Seite, dass oft keine Zeit für eine rechtliche Überprüfung bleibt oder der Social-Media-Stil dazu verleitet sie außer Acht zu lassen.
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