Erzeugerpreise steigen Preistreiber Energiekosten

Betriebe müssen immer mehr für ihre Produktionskosten aufwenden, denn die Erzeugerpreise steigen weiter. Preistreiber sind vor allem die Energiekosten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Oktober 5,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor und 0,2 Prozent über dem Niveau vom September.

Die Energiekosten treiben die Erzeugerpreise in die Höhe. Sie machen zwei Drittel der Teuerungsrate seit Oktober 2010 aus. - © dapd

Die Steigerung der Erzeugerpreise wurde extrem durch die immer weiter steigenden Energiepreise erhöht. Ohne ihre Berücksichtigung macht die Steigerung im Oktober 2011 nur 2,8 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat aus. So sind die Energiepreise sogar für ast zwei Drittel der gesamten Jahresveränderungsrate verantwortlich.

Dabei kosteten Mineralölerzeugnisse im Oktober 2011 insgesamt sogar 18,7 Prozent mehr als im Oktober 2010. Die Preise für Erdgas lagen um 16,1 Prozent über dem Vorjahresstand und bei elektrischem Strom waren es rund 6 Prozent.

Zuckerpreise stiegen am meisten

Weiteren Einfluss auf die Steigerung der Erzeugerpreise hatten auch die Verbrauchsgüter. Sie stiegen innerhalb des vergangenen Jahres um rund 4,2 Prozent. Damit wurden Nahrungsmittel insgesamt um 6,3 Prozent teurer, wobei die höchste Jahresveränderungsrate bei Zucker (+25,2 Prozent) lag.

Die sogenannten Vorleistungsgüter – Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden – verteuerten sich laut dem Statistischen Bundesamt seit Oktober 2010 um 3,2 Prozent. dhz