Präsentieren 6 Tipps für einen professionellen Vortrag

Einen mitreißenden Vortrag zu halten, ist eine Kunst, die nicht jedem von Anfang an im Blut liegt. Aber man kann es lernen, professionell mit Powerpoint und Laserpointer umzugehen. Ein paar Tipps, wie Sie Ihre Zuschauer begeistern können.

Mikrofon
Wer Angst hat vor einem großen Publikum zu sprechen, der sollte seinen Vortrag vorher durchspielen und das möglichst unter realen Bedingungen. - © smolaw11 - stock.adobe.com

1. Folien wirken lassen

Überlegen Sie zunächst, was für die Gäste wirklich interessant ist. Hinterfragen Sie dazu jede Folie. Muss wirklich jedes Detail gezeigt werden? Muss alles mit Text erklärt werden oder reicht die grafische Darstellung nicht aus? Haben Sie genügend Fotos und interessante Beispiele eingefügt? Planen Sie ausreichend Zeit ein. Rechnen Sie mit zwei bis drei Minuten pro Folie. Wenn es schneller geht, ist das in Ordnung. Redner, die Ihre Zeit deutlich überschreiten, wirken unprofessionell.

2. Weniger ist mehr

Vermeiden Sie zu viel Text auf einer Folie. Nichts ist schlimmer für die Zuhörer als Folien mit endlosen Sätzen, zu denen jemand spricht, während man versucht, etwas zu lesen. Multitasking funktioniert nicht. Entweder spricht die Folie oder Sie. Verwenden Sie daher nur Stichwörter und erzählen Sie dazu.

3. Frei sprechen

Trauen Sie sich frei zu erzählen. Es ist egal, wenn Sie sich dabei mal versprechen. Wer von Kärtchen abliest, hat dagegen schon verloren. Das wirkt steif und ist furchtbar langweilig. Sie können Kärtchen dabei haben, um zur Not darauf zu schauen. Schreiben Sie auch auf diese Kärtchen Stichworte. 

4. Visuelle Hilfen

Optische Hilfsmittel sind sehr wichtig. Das Auge isst schließlich mit. In Powerpoint-Präsentationen kann man sehr gut Fotos, Grafiken und Videos einfügen. Dekorative Bilder wirken sehr gekonnt. Sie präsentieren neue Zahlen zu Immobilienpreisen? Dann fügen Sie im Hintergrund ein Foto eines aktuellen Bauprojektes ein. Sie präsentieren Ihr Unternehmen? Dann zeigen Sie doch ein Teamfoto oder ein Foto des Firmensitzes. Stellen Sie sich einfach die Frage, welche Art von Präsentation Sie selbst gerne sehen.

5. Testlauf einplanen

Vor jeder Präsentation ist es ganz wichtig, die Präsentation einmal durchzuspielen. Und zwar unbedingt am Beamer. Am besten in dem Raum, in dem Sie auch präsentieren werden. Das Programm Powerpoint funktioniert nahezu überall gleich, sodass Sie Ihre Präsentation beispielsweise auf einem USB-Stick mitnehmen können, wenn es im Präsentationsraum einen vorinstallierten Rechner gibt. Aber die Beamer machen häufig Ärger. Typische Fehler, die auftreten können, sind fehlende Adapter. Ihr Laptop hat einen HDMI-Anschluss, der Beamer aber nur VGA? Ohne Adapter können Sie dann nicht präsentieren. Ein anderes Problem bereiten gelegentlich eingebettete Videoformate. Ihr Laptop spielt die Videos problemlos ab, ab der Präsentations-PC, an dem Sie präsentieren aber nicht. Ihm fehlt die Player-Software. Wenn man das erst mitten in der Präsentation merkt, ist es sehr ärgerlich. Idealerweise haben Sie daher immer einen eigenen Laptop und einen HDMI/VGA Adapter dabei.  

6. Laserpointer nutzen

Zum Schluss noch ein Tipp für alle, die öfter als einmal pro Jahr präsentieren: Gönnen Sie sich einen Presenter. Diese kleinen stabförmigen Geräte sorgen dafür, dass Sie frei im Raum umhergehen können und trotzdem die Kontrolle über Ihre Präsentation haben. Gleichzeitig haben Sie stets einen Laserpointer, um auf der Folie Details anzuzeigen. Wenn Sie stehen und auf Ihre Zuhörer zugehen, sorgt das für viel mehr Aufmerksamkeit als wenn Sie am PC sitzen, damit Sie die nächste Folie über die Tastatur aufrufen können.