Elektromobilität Prämie für E-Autos wird bis 2025 verlängert

Der Kauf von Elektro-Autos soll über das Jahresende hinaus bis Ende 2025 gefördert werden. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe zeigt sich erleichtert über die verlängerte E-Auto-Prämie, stellt aber auch Forderungen.

Die E-Auto-Prämie wird bis 2025 verlängert. - © mpix-foto - stock.adobe.com

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrüßt die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bekanntgegebene Verlängerung der Innovationsprämie für E-Fahrzeuge von Ende 2021 auf Ende 2025. "Es war höchste Zeit, die Verunsicherung sowohl im Automobilhandel als auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern abzuräumen", sagte ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn. Denn wer heute ein solches Fahrzeug bestelle, muss nach Angaben des ZDK mit Lieferzeiten rechnen, die bis ins nächste Jahr reichen.

Beschlüsse sollen bis spätestens August umgesetzt werden

Wie der ZDK weiter mitteilte, hat es bisher keine Rechtssicherheit über einer Fristverlängerung gegeben. Der Verband habe deshalb schon im Frühjahr auf eine zeitnahe Fristverlängerung gedrängt. Die Verlängerung selbst war schon beim Autogipfel im November 2020 beschlossenen worden. "Doch die Umsetzung der Verlängerung ist ein technischer Prozess", hieß es im Wirtschaftsministerium, der "jetzt zügig abgeschlossen" und im Juli oder spätesten im August umgesetzt werde.

Altmaier: 2021 flossen bisher 1,25 Milliarden Euro an Prämien

Nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wird es in diesem Jahr eine Rekordförderung für E-Autos geben. "Deshalb haben wir auch in der Koalition beschlossen, die Förderung fortzusetzen bis Ende 2025, damit der Markthochlauf der Elektromobilität weiter an Fahrt gewinnt." Allein im ersten Halbjahr 2021 seien mit insgesamt 1,25 Milliarden Euro bereits mehr Prämien in Anspruch genommen als im ganzen letzten Jahr.

Hohe Prämien zeigen Wirkung

Dies liegt auch daran, dass die Bundesregierung zum 8. Juli 2020 ihre bisherige Förderung (Umweltbonus) mit der neuen Innovationsprämie quasi verdoppelt hat. Damit können Käufer eines E-Fahrzeuges, das weniger als 40.000 Euro (Nettolistenpreis) kostet, bis zu 9.000 Euro an staatlicher Fördersumme beantragen. Daneben fördern die Autohersteller den Verkauf mit bis zu 3000 Euro. Für Hybrid-Fahrzeuge gibt es 6.750 Euro an staatlichen Geldern. Liegt der Nettoslistenpreis über 40.000 Euro, verringert sich die staatliche Förderung auf bis zu 7.500 Euro für reine E-Fahrzeuge und bis zu 5.625 Euro für Hybrid-Fahrzeuge.

Insgesamt sei mit der Einführung der Innovationsprämie die Nachfrage stark gestiegen, sagte Torsten Safarik, Präsident des für die Prämienbeantragung zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Im ersten Halbjahr 2021 seien Prämien für 273.000 Fahrzeuge beantragt – schon jetzt mehr als im gesamten Vorjahr, betonte er.

ZDK: Fördertopf muss bald aufgestockt werden

Aus Sicht von ZDK-Vize Peckuhn ist angesichts der guten Nachfrage eine Aufstockung des Fördertopfes unabdingbar. Wenn jetzt für 2021 schon rund 1,25 Milliarden Euro aus dem auf 1,6 Milliarden Euro begrenzten Fördertopf ausgeschüttet worden seien, sei es abzusehen, dass sich der Topf sehr schnell leere und neue Anträge erst wieder im Jahr 2022 bearbeitet werden könnten. "Wer die politische Richtung vorgibt, die E-Mobilität massiv nach vorn zu bringen, der muss auch die passenden Instrumente dazu bereitstellen und flexibel auf entsprechende Nachfrage im Sinne der Kundinnen und Kunden reagieren", fordert er.