Förderprogramme und Gesetze Ladesäulen in Deutschland: Wo Sie (zukünftig) Ihr E-Auto laden können

Spontanes Laden von E-Autos soll in Zukunft einfacher werden. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Wichtigste Änderung in der Ladesäulenverordnung: Ein einheitliches Bezahlsystem soll her. Was genau geplant ist und welche weiteren Gesetze und Förderprogramme den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland vorantreiben sollen.

Neue Gesetze und Förderprogramme sollen dafür sorgen, dass das E-Ladenetz in Deutschland weiter ausgebaut wird. - © Malte Reiter - stock.adobe.com

Wer sein Elektroauto an öffentlich zugänglichen Ladesäulen lädt, soll künftig durch ein einheitliches System einfacher bezahlen können. Das Kabinett hat am 12. Mai eine entsprechende Novellierung der Ladesäulenverordnung auf den Weg gebracht. Diese sieht vor, dass Betreiber von Ladesäulen künftig mindestens eine kontaktlose Zahlung mit gängiger Debit- und Kreditkarte anbieten müssen. Die Regelung zum einheitlichen Bezahlsystem gilt für alle Ladesäulen, die ab dem 1. Juli 2023 in Betrieb genommen werden, schon betriebene Ladesäulen müssen nicht nachgerüstet werden.

"Damit die E-Mobilität sich auf breiter Front durchsetzt, müssen wir nicht nur die Autos fördern, sondern auch das Laden und Bezahlen einfach und unkompliziert gestalten", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) laut Mitteilung. Auch Menschen ohne Smartphone könnten durch die neue Verordnung jederzeit an den Säulen Strom laden und bezahlen. Auch werde so das grenzüberschreitende Laden und Bezahlen an Ladesäulen ermöglicht – die Kreditkarte sei überall einsetzbar. Die Lösung soll dazu beitragen, ein einheitliches europäisches Bezahlsystem bei Ladesäulen zu etablieren, hieß es.

Verbände warnen vor zusätzlichen Kosten

Das Wirtschaftsministerium geht durch die Änderungen von einer gesteigerten Akzeptanz der Elektromobilität aus – unumstritten sind die verabschiedeten Bezahlvorgaben aber nicht. Verbände fürchten beispielsweise zusätzliche Kosten für Kunden und Anbieter sowie Verzögerungen beim Ausbau des Ladesäulen-Netzes.

"Das Bundeskabinett hat mit seinem heutigen Beschluss den Hochlauf der Elektromobilität künstlich erschwert", sagte Kerstin Andreae, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Durch die Pflicht zum Einbau von Kartenlesegeräten werde "ein zusätzlicher Bremsklotz geschaffen".

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) kritisierte, dass die meisten Kunden bereits vertragsbasiert laden oder digitale Bezahlsysteme nutzen würden – der Bedarf für ein terminalbasiertes Bezahlen sei darum wohl auch in Zukunft gering. Es sei völlig ausreichend, auf Verträge, Apps oder digitale Bezahlsysteme zurückzugreifen.

Unterstützung erhielt der Verband von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Der CSU-Politiker gab im Kabinett nach eigenen Angaben eine Protokollerklärung ab, in der er vor Verzögerungen warnte."Ich sage, wir brauchen den schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur im öffentlichen Bereich. (...) Die Umsetzung darf jetzt nicht behindert werden." Scheuer riet dazu, die Verordnung nach der Bundestagswahl im September in diesem Punkt schnell wieder zu korrigieren.

Ladesäulen als Datenschnittstellen

Die Änderung der Ladesäulenverordnung umfasst neben den Bezahlvorgaben auch eine Datenschnittstelle für Nutzerinformationen und Vernetzung. Alle Ladesäulen, die ab dem 1. März 2022 in Betrieb genommen werden, sollen demnach Teil eines Systems sein, in dem Standortinformationen und dynamische Daten übermittelt werden können. So sollen Fahrer dann wissen, wo freie Ladesäulen verfügbar sind. Neu ist unter anderem auch die Zulassung von Normalladepunkten, die ausschließlich mit fest angebrachtem Ladekabel ausgestattet sind – zuvor galt das nur bei Schnellladepunkten.

E-Mobilität: Überblick der Gesetze und Förderprogramme

Den Ausbau der Ladeinfrakstruktur in Deutschland fördert die Bundesregierung derzeit durch verschiedenste Gesetze und Programme. Die Regelung für ein einheitliches Bezahlsystem ist dabei nur eine von vielen Maßnahmen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bietet verschiedene Förderprogramme im Rahmen eines umfassenden Förderkonzeptes für Deutschland, dem "Gesamtsystem Ladeinfrakstruktur". Dieses wird im Auftrag des BMVI von einer eigenen Leitstelle, der "Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur" koordiniert. Das Gesamtkonzept umfasst etwa ein Programm zur Förderung privater Ladestationen. Aber auch viele Gesetze sollen dafür sorgen, dass die E-Mobilität in Deutschland weiter ausgebaut wird.

Ein Überblick, wie die Bundesregierung den Ausbau der Elektromobilität bereits vorantreibt bzw. vorantreiben will:

Erhöhte Kaufprämie für E-Autos

Die Bundesregierung hatte die staatlichen Zuschüsse im Zuge des Konjunkturpakets im vergangenen Sommer deutlich angehoben, um die Nachfrage nach E-Autos anzukurbeln. Das kostet den Bund Milliarden. Für reine E-Autos unter einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro sind seitdem bis zu 9.000 Euro Prämie möglich. Der staatliche Anteil liegt bei 6.000 Euro, die Hersteller geben 3.000 Euro.

Bisher wurde die Kaufprämie gut angenommen: Sie hat sogar für einen Boom beim Kauf von E-Autos gesorgt. In Rahmen der Prämie wurden im ersten Quartal dieses Jahres 765 Millionen Euro ausgezahlt, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Beantragt wurde die Prämie für rund 128.000 Elektroautos. 2020 lag die Summe noch bei 652 Millionen Euro.

>>> Lesetipp: Was Sie zur erhöhten E-Auto-Prämie wissen müssen

GEIG: Verpflichtende Ladeinfrastruktur in Wohngebäuden

Mitte Februar 2021 hat das Parlament das Gebäude-Elektromobilitäts-Infrastruktur-Gesetz (GEIG)verabschiedet. Es schreibt vor, dass auf größeren Parkplätzen von Wohn- und Gewerbegebäuden unter bestimmten Voraussetzungen Leitungs- und Ladeinfrastruktur bereitgestellt werden muss.Dem energiepolitischen Sprecher der Unions-Fraktion Joachim Pfeiffer (CDU) zufolge verleiht das neue Gesetz der Ladeinfrastruktur den notwendigen Schub, ohne die Gebäudeeigentümer unverhältnismäßig zu belasten.

Die Opposition zeigte sich jedoch kritisch. So greifen die Vorschriften etwa für die Grünen zu kurz. Aber auch für das Elektrohandwerk ist das neue Gesetz nicht ambitioniert genug. So bemängelte der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), dass es die Installation von Ladeinfrastruktur in Wohngebäuden erst ab einer bestimmten Stellplatzzahl – bei Neubauten ab dem fünften, bei umfangreich renovierten Wohngebäuden ab dem zehnten Stellplatz – vorsieht, statt diese bereits ab dem ersten Stellplatz vorzuschreiben. Kleinere Gebäude blieben dadurch unberücksichtigt. "Der Hochlauf der Elektromobilität stellt einen wichtigen Baustein der Energiewende dar. Entsprechend muss gerade auch der Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur vorangetrieben werden", so ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi: "Das GEIG in seiner jetzigen Form lässt jedoch die Chance, Neubauten und sanierte Immobilien mit den entsprechenden Lademöglichkeiten auszustatten oder diese zumindest großflächig vorzuplanen, ungenutzt."

Auch wehrt sich der ZVEH gegen eine im GEIG festgeschriebene Unternehmererklärung. Diese verpflichte E-Handwerker dazu, den Nachweis zu erbringen, dass bei Neubau oder Sanierung alle Vorgaben des Gesetzes hinsichtlich der Elektromobilitätsinfrastruktur erfüllt wurden. Hier, so die Kritik, gehöre statt des ausführenden Betriebs derjenige in die Pflicht genommen, der bei der Gebäudeplanung die tatsächliche Entscheidungshoheit habe – etwa der Bauherr oder der Gebäudeeigentümer. Laut ZVEH führe die verlagerte Verantwortung für die beteiligten E-Unternehmen zu einem hohen Bürokratieaufwand, auch drohten bei Nichteinhaltung Bußgelder.

Hier das Gesetz nachlesen: Gebäude-Elektromobilitäts-Infrastruktur-Gesetz (GEIG)

SchnellLG: Aufbau von Schnellladenetz

Der Aufbau eines Schnellladenetzes für Elektro-Autos in Deutschland soll vorangetrieben werden. Dieses Ziel verfolgt ein Gesetz, das der Bundesrat am 28. Mai beschlossen hat. Danach soll dank staatlicher Förderung bis zum übernächsten Jahr in Deutschland ein öffentliches Netz mit 1.000 schnellen Ladesäulen entstehen, die jeweils eine Leistung von über 150 Kilowatt haben.

Gerade das schnelle Laden gilt für die Langstreckentauglichkeit von E-Autos als entscheidend. Nach Angaben des Verkehrsministeriums gibt es aktuell aber erst rund 800 Ladepunkte mit mehr als 150 Kilowatt – etwa 2,4 Prozent der gesamten öffentlich zugänglichen Ladesäulen in Deutschland. Die Wirtschaft beklagt, derzeit könnten Ladesäulen noch nicht wirtschaftlich betrieben werden. Deshalb sind im Gesetz langfristige Verträge mit den Unternehmen geplant, die die "Schnellladehubs" nach einer europaweiten Ausschreibung errichten und betreiben sollen.

Hier den Gesetzesentwurf im PDF nachlesen: Schnellladegesetz (SchnellLG)

Föderprogramm "Ladeinfrastruktur vor Ort"

Auch mit dem neuen Förderprogramm "Ladeinfrastruktur vor Ort" will das BMVI den Aufbau von Ladestationen beschleunigen. Dafür will sie 300 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung stellen. Die Förderung sei als schnelle Hilfe für KMU gedacht: So sollen durch das Programm etwa Betriebe des Einzelhandels und Hotel- und Gastgewerbes, die von der Coronakrise besonders betroffen sind, die Möglichkeit erhalten, einen Ladepunkt kostengünstig aufzustellen. Diese können dann von Kunden genutzt werden.

Folgende Förderdetails nennt das BMVI: Förderfähig sind nur KMU (auch kommunale Unternehmen) nach der EU-Definition und Gebietskörperschaften, die den maximalen Fördergesamtbetrag von 200.000 Euro innerhalb des laufenden und der letzten zwei Kalenderjahre nicht übersteigen. Gefördert wird der Kauf verschiedener Infrastrukturen und Anschlüsse. Die einzelnen Förderhöhen liegen bei 80 Prozent der Gesamtkosten bzw. gelten bestimmte Maximalbeträge. Voraussetzung ist, dass die Ladepunkte vertragsbasiertes Laden, Roaming und Ad-hoc-Laden ermöglichen. Außerdem ist Strom aus erneuerbaren Energien Pflicht.

Förderanträge können KMU ab dem 12. April bis Ende des Jahres stellen, wie das BMVI ankündigte. Die genauen Details zum neuen Förderprogramm finden Interessierte auf der Website des BMVI: Förderprogramm "Ladeinfrastruktur vor Ort".

Förderung privater Ladestationen

Seit dem 24. November fördert der Bund zudem private Ladesäulen für Elektroautos an Wohngebäuden. Diese Hilfe soll um weitere 100 Millionen Euro aufgestockt und verlängert werden. Mit einem Zuschuss von 900 Euro werden Kauf und Installation von Wandladestationen unterstützt. Insgesamt stünden dafür jetzt 400 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung, teilte das Verkehrsministerium mit.

Bis zum 25. Februar wurden den Angaben zufolge bereits mehr als 300.000 Ladepunkte beantragt. Das entspreche einem Volumen von rund 270 Millionen Euro. Täglich würden im Schnitt 2.500 Anträge eingereicht. Gefördert werde "der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten". Der Strom für die Ladestation müsse unter anderem zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen.

Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der überwiesen wird. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens den Zuschussbetrag, werde keine Förderung gewährt, hieß es. Der Zuschuss könne bei der KfW über das Zuschussportal beantragt werden.

Alle Details zur Förderung privater Ladestationen gibt es auf der Website der KfW.

Weitere Förderprogramme geplant

Ein Förderprogramm mit 350 Millionen Euro für gewerbliches Laden bei Flottenanwendungen und für Beschäftigte ist laut BMVI für den Sommer geplant. Zudem stehe eine Neuauflage des Förderprogramms Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge fürs Frühjahr an, mit dem von 2017 bis 2020 die Förderung von mehr als 30.000 öffentlichen Normal- und Schnellladepunkten bewilligt worden sei. Das Fördervolumen soll 500 Millionen Euro betragen.

Auch Tankstellen und Parkhäuser planen Ausbau

Neben der Bundesregierung planen auch mehrere Unternehmen, ihr Netz an Ladesäulen weiter auszubauen. Aral teilte etwa mit, bis Jahresende deutschlandweit 500 ultraschnelle Ladepunkte mit einer Leistung von bis zu 350 Kilowatt zu installieren. Die Ultraladesäulen sollen an 120 Tankstellen zu finden sein. Die entsprechende Akkutechnik vorausgesetzt, könne an der Ultraschnellladesäule ein Fahrzeug innerhalb von zehn Minuten Strom für eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern aufnehmen. Das Laden gehe in etwa so schnell wie das Tanken an der Zapfsäule. Aral hat rund 2.400 Tankstellen in Deutschland. Seine Aktivitäten in der E-Mobilität fasst der Tankstellenbetreiber unter dem neuen Namen "Aral pulse" zusammen.

Auch der Parkhausriese Apcoa, der über Standorte überall in Europa verfügt, will den Umbau seines Geschäftsmodells vorantreiben. Nicht nur soll die Zahl der Standorte deutlich schneller steigen als bisher. Das Unternehmen will aus reinen Abstellplätzen für Fahrzeuge nach und nach "Urban Hubs" machen. Zu den teils schon vorhandenen und teils geplanten Services gehören neben Paket-Abholstationen und Drive-in-Waschsalons auch Batterie-Ladeservices.

Wo E-Autofahrer bereits jetzt (kostenlose) Ladestationen finden

Weitere Unternehmenbieten bereits Auflademöglichkeiten für E-Autos bzw. planen diese auszubauen. Teilweise sind die sogar kostenlos. Auflademöglichkeiten gibt es etwa bei einzelnen Filialen großer Supermarktketten wie Aldi Süd, Kaufland, Lidl und Rewe.Vor allen 53 Einrichtungshäusern von IKEA können Autofahrer ihre E-Fahrzeuge kostenlos mit Ökostrom laden. Daneben bieten Baumärkte wie Bauhaus, Hagebau oder Hornbach an einigen Standorten Ladeoptionen, ebenso wie die Fastfood-Riesen McDonalds und Burger King. Die Drogeriekette DM kündigte an, in diesem Jahr 50 ihrer Märkte mit sogenannten High Power Chargern (HPC) auszustatten – weitere sollen folgen. Aufladen kann man aber auch bei vielen Autohäusern, Stadtwerken und anderen Energieanbietern.

Ladepunkte finden über Karte der Bundesnetzagentur

Eine Übersicht von Ladepunkten in Deutschland bietet die Bundesnetzagentur. Seit 17. März 2016 schreibt die Ladesäulenverordnung (LSV) eine Anzeige öffentlich zugänglicher Ladepunkte vor. Auf der Website der Bundesnetzagentur gibt es eine Liste der Ladesäulen sowie eine Ladesäulenkarte, die regelmäßig aktualisiert werden.

Förderprogramme auch für elektrische Cargobikes

Deutschlandweit gefördert werden neben E-Autos und -Ladestationen auch elektrische Cargobikes. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt finanziell die Anschaffung von gewerblichen E-Lastenfahrrädern und -anhängern. Die Fördersätze liegen bei 25 Prozent der Ausgaben. Aber auch seitens der Kommunen und Länder gibt es verschiedene Förderungen, die sich sowohl für Betriebe als auch Privatpersonen lohnen können. Einen Überblick verschiedener Programme finden Interessierte hier:

>>> Lesetipp: Diese Förderprogramme für Lastenräder gibt es

Mit Inhalten von dpa

E wie Extras: Sonderregelungen für elektrische Autos

Wer ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybriden fährt, profitiert von einigen Sonderregelungen – das fängt bei der Kaufprämie an und hört beim Parken auf. Manche Extras sind durchaus umstritten.

Kostenfreies Parken: Das E-Kennzeichen für E-Autos berechtigt Autofahrer in vielen Kommunen zu kostenfreiem Parken. "Das Elektromobilitätsgesetz von 2015 sieht vor, dass Kommunen Elektroautos beim Parken und beim Nutzen beschränkter Straßen oder Wege bevorrechtigen können", erklärt der auf Verkehrsrecht spezialisierte Rechtsanwalt Tobias Goldkamp. Eine bundeseinheitliche Regelung gebe es hierzu aber nicht, weswegen dies in den einzelnen Städten und Gemeinden unterschiedlich umgesetzt werde.

Nutzung der Busspur: "Ein typisches Beispiel aber ist auch, dass Elektroautos mitunter die Busspur nutzen können", so Goldkamp. Das ist dem ADAC zufolge etwa in Düsseldorf so, wo es testweise zwei sogenannte Umweltspuren gibt. In München hingegen dürfen E-Autos in allen von der Stadt bewirtschafteten Gebieten zwei Stunden kostenlos parken.

Parken an Ladesäulen: Sehr unterschiedlich gehen die Kommunen zudem mit dem Parken von E-Autos an Ladesäulen um: Während dies in Leipzig für vier Stunden erlaubt ist, dürfen E-Autofahrer in Berlin nur zum Laden an der Säule stehen. In Hamburg wiederum sind zwei Stunden reines Parken ohne Aufladen erlaubt. Der ADAC setzt sich hier für verbindliche Regeln ein.

Keine Extras beim Umweltschutz: Keine Sonderregelung hingegen gibt es für E-Autos an einer Stelle, wo man dies anders erwartet: Obwohl E-Autos schon aufgrund ihres E-Kennzeichens als sauberere Autos erkennbar sind, benötigen auch die Stromer eine Umweltplakette. dpa

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