Mobilität -

Konjunkturpaket Was Sie zur erhöhten E-Auto-Prämie wissen müssen

Bis zu 9.000 Euro steuert der Bund beim Kauf eines E-Autos bei, auch Plug-in-Hybride werden gefördert. Der erhöhte Umweltbonus gilt für alle Autokäufe, die zwischen dem 3. Juni 2020 und dem 31. Dezember 2021 getätigt werden. Einige Modelle kosten den Verbraucher damit nur noch rund die Hälfte.

Die deutlich erhöhte Kaufprämie für Elektroautos trat an diesem Mittwoch in Kraft - und zwar rückwirkend für Autokäufe seit dem 3. Juni. Bis Ende 2021 verdoppelt der Bund seinen Anteil am bestehenden Umweltbonus, der eigentlich zur Hälfte aus Steuergeldern und zur Hälfte von den Herstellern gezahlt wird. Wer ein reines E-Auto oder Brennstoffzellenfahrzeug kauft, kann bis zu 9.000 Euro Prämie bekommen, für Plug-in-Hybride sind es bis zu 6.750 Euro. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, damit werde ein "deutlichen Anreiz für Verbraucherinnen und Verbraucher für den Kauf eines E-Autos" gesetzt.

Der erhöhte Prämie ist Teil des Konjunkturpakets, mit dem die schwarz-rote Koalition die Folgen der Corona-Krise abfedern will. Auch in den Ausbau von Ladepunkten für E-Autos soll mehr Geld fließen. Profitieren können von der höheren Kaufprämie nach Angaben des Ministeriums nicht nur Käufer von Neuwagen, sondern auch von relativ neuen Gebrauchtwagen, deren Erstzulassung nach dem 4. November 2019 und die Zweitzulassung nach dem 3. Juni 2020 und bis zum 31. Dezember 2021 erfolgt. Den erhöhten Umweltbonus können Käufer auch weiterhin elektronisch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.

Doppelter Umweltbonus: Bis zu 50 Prozent Ersparnis

Einige Elektromodelle kosten den Käufer damit nur noch rund die Hälfte des eigentlichen Kaufpreises, wie eine Auswertung von Carwow zeigt. Für den Peugeot iOn, den Renault Zoe, den Smart EQ fortwo sowie den Smart EQ forfour ermittelte das Neuwagenkauf-Vergleichsportal eine mittlere Ersparnis von mehr als 50 Prozent. Der VW e-up! liegt mit einer mittleren Ersparnis von 49 Prozent nur knapp darunter. Interessierte müssen jedoch teils mit langen Wartezeiten rechnen. Im Juni gaben die Hersteller für die genannten Modelle Lieferzeiten zwischen zwei und zehn Monaten an.

Kaufprämie für Elektrofahrzeuge bis 40.000 Euro Nettolistenpreis

Bundesanteil Herstelleranteil Kaufprämie
Batteriefahrzeug 6.000 Euro
(bisher 3.000 Euro)
3.000 Euro 9.000 Euro
(bisher 6.000 Euro)
PlugIn-Hybrid 4.500 Euro
(bisher 2.250 Euro)
2.250 Euro 6.750 Euro
(bisher 4.500 Euro)

Elektrofahrzeuge über 40.000 Euro Nettolistenpreis

Bundesanteil Herstelleranteil Kaufprämie
Batteriefahrzeug 5.000 Euro
(bisher 2.500 Euro)
2.500 Euro 7.500 Euro
(bisher 5.000 Euro)
PlugIn-Hybrid 3.750 Euro
(bisher 1.875 Euro)
1.875 Euro 5.625 Euro
(bisher 3.750 Euro)

fre / Mit Inhalten von dpa

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten