Debatte über "Kampfradler" Polizei fordert höhere Bußgelder

Verkehrsminister Peter Ramsauer hat einen neuen Feind ausgemacht – die "Kampfradler". Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat sich nun in die Debatte eingeschaltet. Der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, Bernhard Witthaut, stellt sich auf die Seite Ramsauers. Er fordert unter anderem höhere Bußgelder und das der Führerschein schon bei niedrigeren Promillewerten weg ist.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut. - © Berthold Stadler/dapd

Witthaut sprach sich im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) unter anderem dafür aus, den Bußgeldkatalog für Radfahrer an den für Autofahrer anzupassen. Witthaut sagte der NOZ im Interview: "Es müsste geprüft werden, ob der Bußgeldkatalog für Radfahrer an den für Autofahrer angepasst werden könnte." Derzeit zahlen Radfahrer die Hälfte bei Verstößen.

Promillegrenze verschärfen

Auch eine Art Kennzeichnungspflicht hält der GdP-Bundesvorsitzende für denkbar: "Da kann man ganz intensiv drüber nachdenken, gerade auch mit Blick auf die E-Bikes."

Zusätzlich fordert Witthaut, dass die Promillegrenze nach unten korrigiert wird. Derzeit wird bei Radlern erst bei einem Wert ab 1,6 Promille geahndet, sagte er der Zeitung. Die Grenze müsste an die der Autofahrer angepasst werden. Begründet hat das der GdP- Bundesvorsitzende damit, dass die Zahl der Unfälle, bei denen ein Radler beteiligt oder schuld war, in den vergangenen Jahren stark gestiegen sei.

Verkehrsminister Ramsauer hatte vergangene Woche in einem Interview gesagt, dass der Verrohung dieser Kampfradler endlich Einhalt zu gebieten sei und damit die Debatte angestoßen.   rh