Nufam Nutzfahrzeugbranche trifft sich in Karlsruhe

Kurz nach der Premiere der IAA Mobility startet schon die nächste Automobilmesse, diesmal für den gewerblichen Bereich. Wie in München stehen vom 30. September bis 3. Oktober auch in Karlsruhe alternative Antriebe im Mittelpunkt.

Quantron Q-Light FCEV
Quantron setzt beim Q-Light FCEV auf Wasserstoffantrieb. Dafür hat der Umrüster aus Gersthofen einen Iveco Daily mit einer Brennstoffzelle ausgerüstet. - © Messe Karlsruhe

Der Messebetrieb nimmt nach den vielen coronabedingten Absagen wieder Fahrt auf. In Karlsruhe hat sich mit der Nufam eine Nutzfahrzeugmesse entwickelt, die seit der Premiere 2009 ihre Besucher- und Ausstellerzahlen innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt hat. Nach der Absage im Vorjahr will die Messe nun vom 30. September bis zum 3. Oktober wieder an alte Erfolge anknüpfen. Die Besucher dürfen sich auf eine Reihe von Premieren freuen, darunter auch der neue Mercedes-Benz Citan.

Ein europaweit einzigartiges Nutzfahrzeug präsentiert Quantron aus Gersthofen bei Augsburg. Der Umrüster zeigt mit dem Q-Light FCEV einen Transporter mit Wasserstoffantrieb im Bereich von 3,9 bis 4,2 t zulässigem Gesamtgewicht. Dafür wurde ein Iveco Daily mit einer Brennstoffzelle ausgerüstet. Dank der zahl­reichen Aufbauvarianten eigne sich das Fahrzeug für vielfältige Einsatzbereiche.

Viele Fahrzeuge mit Elektroantrieb

Alternative Antriebe spielen auf der diesjährigen Nufam auf vielen Messeständen eine zentrale Rolle. Toyota stellt etwa den neuen Proace City Electric in den Mittelpunkt seines Auftritts, das Nutzfahrzeug Zentrum Karlsruhe präsentiert den VW e-Crafter, den von Abt auf Elektroantrieb umgerüsteten T6.1 und informiert schon über den ID.Buzz, den künftigen Elektro-Bulli aus dem Hause Volkswagen.

Mit Etesia bietet seit kurzem auch ein vor allem für seine Aufsitzrasenmäher bekanntes Unternehmen aus dem Elsass seinen ersten Transporter an. Der vollelektrische ET Lander wurde speziell für den Einsatz im Gelände konzipiert. Als Dreiseitenkipper mit einer Ladefläche von 1.810 × 1510 mm und einer Nutzlast von bis zu 1.000 kg mit integrierten Laderampen wurde das Nutzfahrzeug speziell auf die Bedürfnisse im Gala-Bau abgestimmt.

ET-Lander von Etesia
Mit dem ET-Lander präsentiert das für seine Aufsitzrasenmäher bekannte elsässische Unternehmen Etesia seinen ersten Transporter. - © Messe Karlsruhe

Ebenfalls zu 100 Prozent elektrisch fahren die Transporter von KM-Conversion. Das Tochterunternehmen der König Metall Group aus Malsch bei Karlsruhe setzt dabei auf die patentierte GVI-Technologie. GVI steht für gestützte Vakuum-Isolierung – eine Technologie, mit der die Batterie vor Kälte geschützt wird. So kann sie unabhängig von der Außentemperatur stets ihre volle Leistung entfalten. Davon profitiert der Elektro-­Transporter KM-E, der bei einer Reichweite von bis zu 130 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h rund 600 kg Nutzlast laden kann. Den KM-E gibt es mit verschiedenen Aufbauten und als Kipper.

Speziell für Elektro­transporter entwickelte Verkaufsaufbauten zeigt Suer Nutzfahrzeugtechnik aus Wermelskirchen, während Mitsu­bishi mit der TE 30 eine batteriebetriebene Transportkühlanlage vorstellt, die unabhängig vom Motor des Fahrzeugs arbeitet. ste