Transporter Nissan bringt Star-Ensemble an den Start

Der japanische Hersteller kehrt bei den Namen für seine leichten Nutzfahrzeuge zu bewährten Begriffen zurück. Hinzu kommt ein neuer Stadtlieferwagen, der jetzt Townstar heißt.

Neue Namen für Nissan-Nutzfahrzeuge
Eingerahmt von Primastar (links) und Interstar (rechts): Den neuen Townstar wird es als Hochdach-Kombi und als Stadtlieferwagen geben – mit Benzinmotor oder elektrischem Antrieb. - © Nissan

Nissan besinnt sich auf seine Tradition und benennt seine leichten Nutzfahrzeuge um. Aus den sperrigen Namen NV400 und NV300 für die größeren Transportermodelle werden wieder Interstar und Primastar – so wie sie früher schon einmal hießen. Komplettiert wird das Star-Ensemble vom neuen Stadtlieferwagen Townstar, der den NV200 ablöst.

Die Aktion ist Teil der Unternehmensstrategie Nissan Next, wonach der japanische Hersteller seine Mana­gement- und Vertriebsstrukturen neu ordnen will. In Europa baut das Unternehmen auf die Allianz mit Renault und Mitsubishi, die im französischen Werk Maubeuge ein Kompetenzzentrum für Nutzfahrzeuge etablieren. Dort soll auch der Townstar vom Band rollen.

Kumiko-Muster im Kühlergrill

Um sich vom baugleichen Schwestermodell, dem Renault Kangoo, ab­zuheben, setzt Nissan beim Townstar vor allem auf optische Akzente. Inspiriert vom elektrischen Crossover-SUV Ariya erhält auch der Kühlergrill des Townstar das traditionelle Kumiko-Muster, eingerahmt von serienmäßigen LED-Scheinwerfern und einer neuen Frontschürze mit inte­griertem Tagfahrlicht. Als erstes europäisches Modell trägt der Townstar zudem das neue Nissan-Logo im Bug, das bei der elektrischen Variante den Ladeanschluss verbirgt.

Im Bereich der E-Mobilität gilt Nissan als Branchenführer. Townstar-Vor­gänger e-NV200 war eines der ersten elektrischen Nutzfahrzeuge für den Massenmarkt. Obwohl die Homologation für den Nachfolger noch aussteht, soll der Elektromotor in Verbindung mit einer 44-kWh-Batterie eine Reichweite bis zu 285 km ermöglichen. Mit dem Townstar führt Nissan zudem die CCS-Ladetechnik ein. Bei einer Ladeleistung von 75 kW kann das Fahrzeug an Gleichstrom-Schnellladesäulen in 42 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden. Für das Laden mit Wechselstrom steht ein Bordladegerät mit 11 oder 22 kW zur Verfügung.

Als Alternative zum Elektroantrieb wird ein weiterentwickelter Benziner angeboten. Der 1,3-l-Vierzylinder entwickelt 130 PS und erfüllt die Abgasnorm Euro 6d-Full.

Mehr Primastar fürs neue Modelljahr

Aufgewertet fährt auch der Primastar ins neue Modelljahr. Neben den optional erhältlichen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen gibt es künftig mehr Sicherheitsassistenten wie Verkehrszeichenerkennung, Notbrems­system, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Totwinkelwarner oder Spurhaltehilfe. Den Antrieb übernehmen weiterhin Verbrennungsmotoren, wahlweise mit manueller Schaltung oder Doppelkupplungsgetriebe.

Für alle leichten Nutzfahrzeuge gewährt Nissan eine Garantie über fünf Jahre. ste