Handwerker bieten dem Kunden manchmal an, die notwendigen Materialien zu beschaffen und den Rest auf Stundenlohnbasis abzurechnen. Doch Vorsicht: Wenn der Kunde im Vorhinein keine realistische Einschätzung der Kosten hat, droht hinterher Unzufriedenheit.

Für jede kleine Reparatur einen Kostenvoranschlag zu erstellen, kostet Zeit und Nerven. Jedoch können Kunden ansonsten kaum einschätzen, was sie die Handwerkerleistung kosten wird.
Aktuell warnte der Verband Privater Bauherren (VPB) seine Mitglieder Aufträge ohne schriftliches Angebot zu vergeben und Rechnungen ungeprüft zu bezahlen.
Hintergrund ist ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Im konkreten Fall trödelten die Handwerker bei der Arbeit. Das Gericht sah wie der Kunde die in Rechnung gestellte Stundenzahl als zu hoch an.
Außerdem befand es, dass auch die Materialien, die die Handwerker besorgt hatten, zu teuer waren. Der Kunde durfte die überteuerte Rechnung mindern. Damit die Kunden nicht das Vertrauen in den Handwerker verlieren, sollte der Betrieb vor Arbeitsbeginn eine Kosteneinschätzung geben oder ein Pauschalfestpreis vereinbaren. dhz/dapd