Angehende Handwerksmeister, die während der Ausbildungszeit finanzielle Unterstützung benötigen, können "Meister-BAföG" beantragen. Die Nachfrage nach dieser Förderung ist derzeit beliebt wie nie. Sie unterteilt sich in einen staatlichen Zuschuss und ein zinsgünstiges Darlehen. Alle Fakten rund um das "Meister-BAföG".

Trotz kompliziertem Namen ist das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) bei vielen Handwerksgesellen beliebt. Denn es sichert ihnen die Leistungen des sogenannten Meister-BAföGs zu und regelt, dass sie vom Staat eine finanzielle Förderung bekommen, wenn sie eine Weiterbildung zum Handwerksmeister absolvieren und das Einkommen während dieser Zeit nicht ausreicht.
Dass es beliebt ist, zeigt die Zahl derer, die in den vergangenen Jahren "Meister-BAföG" bekommen haben. Sie ist zum sechsten Mal in Folge gestiegen und lag nach den aktuellen Zahlen, die das Statistische Bundesamt am Donnerstag veröffentlicht hat, bei 171.000 Geförderten. Die Zahl ist im Vergleich zum Jahr 2012 um 1,8 Prozent gestiegen.
Mit Hilfe des "Meister-BAföG" würde zahlreichen Fachkräften ein Aufstieg gelingen, kommentierte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka die Zahlen, die ihrer Meinung nach den großen Erfolg dieses Förderinstruments belegen.
Mit dem Meister in die Selbstständigkeit
Wie die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, haben 58 Prozent der Geförderten die Meisterausbildung im Jahr 2013 in Teilzeit und 42 Prozent in Vollzeit absolviert. Knapp 28 Prozent der Geförderten kamen aus dem Handwerk. Viele von ihnen gehen nach der Fortbildung in die Selbstständigkeit.
Insgesamt nahmen rund 54.000 Frauen das "Meister-BAföG" im Jahr 2013 in Anspruch. Die Quote liegt höher als noch im Vorjahr. Die meisten Geförderten (34 Prozent) waren zwischen 20 bis unter 25 Jahre alt. Die Förderzusagen umfassten im vergangenen Jahr rund 576 Millionen Euro. Das sind 5,5 Prozent mehr als 2012.
Soweit die Zahlen, doch bevor ein angehenden Handwerksmeister die Förderung bekommt, muss einen Antrag stellen und wissen, wer überhaupt wann gefördert wird. Wir haben die sechs wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Meister-Bafög zusammengestellt. dhz