Ausbildungszahlen Mehr Bewegung am Ausbildungsmarkt

Gute Nachrichten: Nach dem Lockdown im Frühjahr finden jetzt wieder mehr Ausbildungsbetriebe und Jugendliche zueinander.

Azubine repariert Fahrrad
Noch immer sind zehntausende Ausbildungsplätze im Handwerk unbesetzt, doch immerhin konnten dieses Jahr bereits mehr Verträge geschlossen werden als im Vorjahr. - © dusanpetkovic1 - stock.adobe.com

Am Ausbildungsmarkt zeigen sich erste Anzeichen für eine Erholung. "Bis Ende Juni konnten wir seit Jahresbeginn wieder deutlich mehr neue Ausbildungsverträge abschließen als im Vergleichszeitraum im Vorjahr", sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) gegenüber der FAZ. Insgesamt seien bis Ende Juni 2021 62.251 neue Ausbildungsverträge im Handwerk abgeschlossen worden. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt noch 55.052 Verträge. Das Vorkrisenniveau sei allerdings nicht erreicht.

Noch viele freie Stellen

Noch vor der Corona-Pandemie im Sommer 2019 hatten im Handwerk zur Jahreshälfte rund 66.000 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Ziel sei es - nicht zuletzt durch die vielen Aktivitäten im Sommer der Berufsausbildung - den Rückstand zur Zeit vor der Corona-Krise weiter zu verringern, hieß es beim ZDH. Schon in den vergangenen Monaten sei dies durch enorme Kraftanstrengungen der Handwerksorganisation und der Betriebe der Rückstand Schritt für Schritt gelungen.

Noch immer 31.000 freie Stellen

Der Verband wies außerdem darauf hin, dass es derzeit noch rund 31.000 freie Ausbildungsplätze gebe. Chancen bestünden in allen Gewerken und Regionen. Im vergangenen Jahr hatte die Corona-Krise für einen schweren Einbruch auf dem Ausbildungsmarkt gesorgt. Erstmals sank die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um 11 Prozent unter eine halbe Million. Im Handwerk ging die Zahl um 7,5 Prozent auf 132.000 neue Verträge zurück. bir