Kleine Unternehmen aus Deutschland suchen ihre Chance im internationalen Markt. Jedes zweite ist im Ausland aktiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn).

Der Internationalisierungsgrad kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Deutschland sei höher als gedacht. Von 2009 bis 2011 waren laut Studie 1,3 Millionen Unternehmen im Ausland aktiv. Die große Mehrheit davon kleine und mittlere Unternehmen. Damit unterhielten 37 Prozent der KMU direkte Kontakte ins Ausland. 16 Prozent der befragten Unternehmen planten ihr Engagement weiter auszubauen. Rund 20 Prozent aller Befragten können sich vorstellen, Auslandskontakte aufzunehmen. Bei den Unternehmen, die bereits international aktiv sind, plant fast jedes zweite dieses Engagement weiter auszubauen.
Grund sich auf Auslandsmärkten zu engagieren, ist demnach für Kleinunternehmen mehr Umsatz und Wachstum. Dabei sind sie mit Import- und Exportaktbeziehungen sowie Serviceleistungen und Kooperationen am Markt. Zu den Kleinunternehmen zählen die Forscher des IfM Bonn Unternehmer mit einem Jahresumsatz von zwei bis zehn Millionen Euro.
Auch wenn das Auslandsengagement von Großunternehmen eine andere Dimension hat, scheuten sich kleine und mittlere Unternehmen nicht, außerhalb von Europa aktiv zu sein. "Selbst zahlreiche Kleinstunternehmen mit einem Jahresumsatz unter einer Million Euro waren laut Warenhandelsstatistik im Jahre 2011 in der Lage, Kunden in regional weit entfernten Märkten zu beliefern", sagte die Präsidentin des IfM Bonn, Prof. Dr. Friederike Welter. So hätten mindestens 5.000 Kleinstunternehmen in die USA exportiert, 3.000 nach China, 2.000 nach Indien und 2.000 nach Japan. dhz/ifm
Mehr zu den Ergebnissen der Studie können Sie unter ifm-bonn.org nachlesen.