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Klimaschutzprogramm Keine EEG-Umlage mehr für Energiespeicher

Um Wasser-, Strom-und andere Speicheranlagen besser zu fördern, möchte die Bundesregierung sie von der EEG-Umlage befreien. Das steht im neuen Klimaschutzprogramm. Die Neuregelung beträfe Anlagen ab 10 kW.

Im Eckpunktepapier zum neuen Klimaschutzprogramm der Bundesregierung heißt es: „ Wasser-, Strom-und andere Speicheranlagen haben es im aktuellen Marktumfeld sehr schwer. Sie werden jedoch gebraucht beispielsweise um erneuerbare Energien auszubalancieren.“ Damit mehr Energiespeicher genutzt werden und damit insgesamt auch der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen steigt, möchten Union und SPD  all diese Speicher von bestehenden Umlagen befreien – wie etwa die EEG-Umlage. Sie sollen den sogenannten Letztverbraucherstatus bekommen.

Wie diese Neuregelung konkret aussehen wird, wird das Gesetzgebungsverfahren zeigen. Allerdings verspricht die Bundesregierung: "Wir werden die Schrittfolge so gestalten, dass das Ziel des Klimaschutzprogramms 2030, die Strompreise zu senken, nicht gefährdet wird." Präzisieren kann man die Ankündigung allerdings insofern, dass die Neuregelung nur größere Anlagen beträfe. Bei kleinen Anlagen fällt schon heute keine EEG-Umlage an.

Große Energiespeicher: Bisher ist eine EEG-Umlage in Höhe von 40 Prozent fällig

So soll die Nutzung von Energiespeichern dazu führen, dass mehr Energie vor Ort – dort, wo sie erzeugt wird – verbraucht werden kann. Für den Eigenverbrauch von Anlagen auf und in Ein- und Zweifamilienhäusern unter einer installierten Leistung von mehr als 10 kW gilt bereits eine Umlagenbefreiung sowohl für den Direktverbrauch als auch für die Speicherung. "EEG-Umlage auf Eigenverbrauch ist erst zu zahlen ab 10.000 Kilowattstunden, Anlagen bis 10 kW sind also in aller Regel davon ausgenommen, da sie diesen Wert nicht erreichen. Das gilt auch, wenn der Strom zwischengespeichert wird", erklärt dazu Konstantin Francke vom Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW Solar). Es fällt dann keine EEG-Umlage an, wenn Anlagenbetreiber und Stromverbraucher identisch sind.

Anders ist es bei größeren Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 10 kW, in diesem Fall ist für den selbstverbrauchten Strom eine anteilige EEG-Umlage in Höhe von 40 Prozent zu zahlen – auch, wenn der Strom vor dem Eigenverbrauch zwischengespeichert wurde Genau hier soll die Neuregelung ansetzen. jtw

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