Russland war im vergangenen Jahr Deutschlands wichtigster Energielieferant. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) wurde rund ein Viertel des deutschen Energiebedarfs von russischen Importen abgedeckt. Fast jeder dritte Euro der knapp 100 Milliarden, die Deutschland für Energieimporte ausgab, ist somit nach Russland geflossen.
Im Inland wurde 2013 eine Energiemenge von 4.035 Petajoule (PJ) erzeugt. Laut AGEB konnten damit allerdings nur 29 Prozent des deutschen Energieverbrauchs abgedeckt werden. Der Rest wurde importiert, hauptsächlich aus Russland. Von dort kommen 38 Prozent der Erdgas-, 35 Prozent der Öl- und 25 Prozent der Steinkohle-Importe. Alles in allem war die aus Russland eingeführte Energiemenge fast genauso hoch, wie die im Inland erzeuge Menge aus regenerativen Ressourcen und aus Braunkohle, den wichtig sten deutschen Energiequellen.
Die in Deutschland erzeugte Energiemenge ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen, was laut AGEB an der Stilllegung weiterer Steinkohlebergwerke lag. Aber auch die Gewinnung von Erdgas und Braunkohle sei gegenüber 2012 leicht gesunken. Nur die regenerativen Energiequellen verzeichneten einen Zuwachs. Mit dem Plus von 4,7 Prozent stieg der Anteil der "Erneuerbaren" am Strommix auf 23,4 Prozent, woran die Windkraft den größten Anteil hatte. ste
