Corona-Pandemie Handwerk begrüßt Verlängerung von Wirtschaftshilfen

Besonders von der Corona-Krise gebeutelte Unternehmen erhalten bis Ende März 2022 Wirtschaftshilfen. Auch Hilfen für ausgefallene Advents- und Weihnachtsmärkte sind geplant.

Münzstapel und Miniatur-Schwimmring.
Die Wirtschaftshilfen werden bis ins kommende Jahr verlängert. - © tomertu - stock.adobe.com

Angesichts der Verschärfung der Corona-Krise begrüßt das Handwerk die Verlängerung der Wirtschaftshilfen. "Positiv ist aus Sicht der Betriebe, dass die finanziellen Unterstützungsmaßnahmen wie insbesondere die Überbrückungshilfe III einschließlich Neustarthilfe bis zum 31. März 2022 verlängert werden sollen", sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer nach den jüngsten Beratungen von Bund und Ländern. Diese Fortführung müsse jedoch für alle derzeit geltenden Unterstützungsinstrumente erfolgen, wie etwa der Möglichkeit von Steuerstundungen. Verlängert werden sollen auch die Regelungen zur Kurzarbeit, wie aus dem Beschlusspapier hervorgeht.

Details werden noch abgestimmt

Erfreut über die Verlängerung zeigte sich auch der geschäftsführende Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. "Damit stellen wir sicher, dass Unternehmen und Selbständige, die angesichts der aktuell ernsten Corona-Lage erneut mit Umsatzeinbußen zu kämpfen haben, auch weiterhin Unterstützung erhalten können", sagte er auch mit Blick auf Soloselbständige. Details der Verlängerung werden aktuell innerhalb der Bundesregierung abgestimmt, heißt es im Bundeswirtschaftsministerium.

Die Hilfen gelten wie bisher für Unternehmen mit einem Umsatzrückgang von mindestes 30 Prozent gegenüber der Vor-Corona-Zeit, also meist gegenüber dem entsprechenden Monat im Jahr 2019. Dabei werden Fixkosten wie Mieten in Abhängigkeit von der Höhe der Umsatzrückgänge anteilig erstattet.

Hilfen für entfallene Adventsmärkte ebenfalls geplant

Wie es im Beschlusspapier der Bund-Länder-Konferenz weiter heißt, wird der Bund gemeinsam mit den Ländern weitere Maßnahmen zur Unterstützung der von Corona-Schutzmaßnahmen besonders betroffenen Advents- und Weihnachtsmärkte entwickeln. Sie sollen von den Ländern ausbezahlt werden. Darüber hinaus soll es für betroffene Unternehmen des Handels weiterhin die Möglichkeit geben, aufgrund der Maßnahmen nicht verkäufliche Saisonware im Rahmen der Überbrückungshilfe III Plus zu berücksichtigen.

Insgesamt sind nach den Worten Altmaiers seit Beginn der Pandemie Wirtschaftshilfen in Höhe von rund 126 Milliarden Euro bezahlt worden. Davon 72 Milliarden Euro als direkte Hilfen für die Wirtschaft und 54 Milliarden Euro in Form von Krediten. Hinzu gekommen sei außerdem das Kurzarbeitergeld in Höhe von 40 Milliarden Euro. Dies alles habe mitgeholfen, die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren.