Marketing -

Betriebliche Weihnachtspost 5 Tipps für Weihnachtsgrüße per Mail

In vielen Betrieben ist es Gewohnheit Geschäftspartnern und Kunden Weihnachtsgrüße zu schicken. Es muss aber nicht immer die aufwändig gestaltete Karte sein. Worauf Sie bei Weihnachtspost per Mail achten sollten.

Vor Weihnachten quellen die Briefkästen und E-Mail-Postfächer vor Weihnachtspost über. Damit die eigenen Grüße dabei nicht untergehen, gibt es ein paar Tipps zu befolgen.

Eine nicht repräsentative Umfrage der Deutschen Handwerks Zeitung kommt zu dem Ergebnis, dass jeder sechste Umfrageteilnehmer seine Weihnachtsgrüße per Mail verschickt. Zwischen einer klassischen Weihnachtskarte und einer -mail, gibt es viele Gemeinsamkeiten. Allgemeine Floskeln mit gedruckten Unterschriften in einer Standardkarte sind das Äquivalent zu automatisierten Grüßen per Mail, auch wenn die Anrede individualisiert ist. Als Worst-Case-Szenario gelten Mails mit offenem Verteiler, sodass jeder Empfänger sehen kann, wer die Grüße noch erhalten hat. Das zeugt nicht nur von digitaler Inkompetenz sondern könnte zudem datenschutzrechtliche Probleme bereiten.

Ist der Aufwand zu groß, sich jedem Adressaten individuell zu widmen und man versendet in regelmäßigen Abständen einen Newsletter, ist eine Weihnachtsausgabe sinnvoll.

Umfang der Weihnachtsgrüße per Mail

Wenn schon Weihnachtsgrüße, dann aber bitte auch mit etwas mehr persönlichem Bezug: Also nicht nur ein lapidares "Frohe Weihnachten" und ein paar allgemeingültige Sätze. Sonst verpuffen die Grüße wahrscheinlich wirkungslos. So könnten sich etwa ein paar Sätze auf Ereignisse und gemeinsame Projekte im fast abgelaufenen Jahr beziehen. Wie genau diese formuliert sind, hängt ganz von Sender und Empfänger ab. Zu geschäftlich sollte es aber nicht klingen, sondern eher die persönlichen Aspekte betonen.

Fehl am Platz - nicht nur in den Weihnachtsgrüßen – sind große Anhänge, welche die mobile Datenmenge des Empfängers schmälern. Es sei denn, es handelt sich um substantielle Inhalte. Services von Drittanbietern, wie E-Post-Cards, sind auch ein Tabu.

Stolperfalle Datenschutz

Services von Drittanbietern haben auch das Problem, dass im Falle einer geschäftlichen Nutzung eine Auftragsdatenverarbeitungsvereinbarung geschlossen werden muss. Damit versichert sich der Anbieter die Kundendaten nur für die bestimmte Leistung zu verwenden.

Generell gilt für Werbepost – worunter auch Weihnachtsgrüße per Mail fallen, dass der Kunde oder Geschäftspartner eingewilligt hat Werbung zu erhalten. Bestellt der Kunde einen Unternehmens-Newsletter, ist eine Weihnachtsausgabe eine gute Idee, um nicht noch eine weitere Einwilligung einzuholen.

Falls eine solche Einwilligung nicht vorliegt, kann es schnell teuer werden. Das tatsächliche Risiko, dass langjährige Kunden und Partner gegen den Absender vorgehen, wenn keine Einwilligung besteht, ist sehr gering.

Fünf Tipps für empfängergerechte Weihnachtsgrüße

1. Was passt zu mir und zu meinem Unternehmen?

Fragen Sie sich zunächst, wie Sie selbst zu Weihnachtspost stehen, auch als Empfänger. Denn jede Form der Kommunikation soll zur eigenen Person und zum eigenen Unternehmen genauso wie zum Kunden passen. Zugleich sollten Sie sich fragen, ob Sie die Ressourcen – also vor allem Zeit – haben, persönliche Grüße zu schicken. Ansonsten sparen Sie mit Standardaussendungen vielleicht etwas Zeit, aber diese könnten wirkungslos verpuffen.

2. Was passt zu meinen Kunden und Geschäftspartnern?

Zu jeder Beziehung gehören mindestens zwei, und was nützen Ihre persönlichen Vorlieben, wenn Ihr Gegenüber ganz anders „tickt“? Wenn Sie sich unsicher sind, dann fragen Sie doch einfach einmal einige besonders vertraute Geschäftspartner, die typisch für Ihre Zielgruppe oder für die Branche sind, in der Sie agieren. Aber Vorsicht: Nicht alles, was „schon immer so gemacht“ wurde, ist auch für immer und für alle sinnvoll.

3. Was will ich mit den Weihnachtsgrüßen bezwecken?

Vielleicht ist es Ihnen ja wirklich ein Herzensanliegen, weil Sie es selbst lieben, Weihnachtspost zu erhalten. Wenn nicht: Überlegen Sie doch einfach einmal, was im besten und was im schlechtesten Fall passieren kann, wenn Sie (keine) Weihnachtspost verschicken. Wäre es tatsächlich schlecht fürs Geschäft, wenn Ihre Kunden keine Weihnachtsgrüße bekommen? Oder haben Sie in der Vergangenheit viel positives Feedback für Ihre Festtagspost erhalten und wollen diese Gewohnheit daher gar nicht aufgeben?

4. Empfänger in Gruppen unterteilen

Wenn Sie gerne Weihnachtspost verschicken, aber sehr viele Geschäftspartner haben, denen Sie nicht allen persönliche Grüße senden können. Für diejenigen, die Ihnen am nächsten stehen, investieren Sie am meisten Zeit. Kunden und Geschäftspartnern, zu denen eine weniger enge Bindung besteht, schreiben Sie vielleicht einige Zeilen. Der großen Masse senden Sie womöglich gar keine Weihnachtsgrüße oder – wenn es eben doch zu den üblichen Gepflogenheiten gehört – weniger aufwändige Post.

5. Keine Werbung

Weihnachtskarten sollten keine Werbesendung sein. Wer Grüße vortäuscht, aber tatsächlich – offen oder verdeckt – nur auf Kommerz aus ist, kommt meistens nicht gut an. Der Empfänger bemerkt die Absicht und ist verstimmt. Werbung können Sie das ganze Jahr verschicken. Aber echte Festtagsgrüße an wertvolle Kontakte sollten von Herzen kommen – oder lieber gar nicht.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2017 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

* = Pflichtfelder. Bitte ausfüllen