Die EEG-Umlage gerät immer stärker in die Kritik der Wirtschaft – und mit ihr die Planungen der Bunderegierung zur Energiewende. Wie eine aktuelle Umfrage ergab, lehnt eine deutliche Mehrheit der deutschen Unternehmen die Umsetzung der Energiewende in der bisherigen Form ab. Sorgen machen sich die Betriebe um die steigenden Kosten und ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Ob Förderung der erneuerbaren Energien, Netzausbau oder neue Sonderregeln für die großen, energieintensiven Industrien – all diese Investitionen und Finanzierungsbeschlüsse zur Energiewende wirken sich derzeit auf den Strompreis aus. Sie werden über die EEG-Umlage auf den Verbraucherpreis aufgeschlagen. Doch diese im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Umlage bringt immer mehr die gesamte Energiewende in die Kritik.
Wettbewerbsfähigkeit gefährdet
70 Prozent der deutschen Unternehmen halten die Umlage nicht für das richtige Instrument, um die Energiewende voranzubringen. Wie aus einer Umfrage von IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschafts (INSM) hervorgeht, werden die steigenden Energiepreise zunehmend zum Problem für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Mehr als jedes vierte Unternehmen gibt dies in der Umfrage an. Derzeit sehen 20 Prozent der Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch den bisherigen Anstieg der Energiekosten in Gefahr.
EEG-Umlage kritisch gesehenNeben den Kosten wird auch die Versorgungssicherheit als eine größere Belastung angesehen. Ein Viertel der befragten Betriebe aus den Bereichen Verkehr, Großhandel, Nachrichten, unternehmensnahe Dienstleistungen und Industrie sieht Standortnachteile durch häufiger gewordene Spannungsschwankungen oder Stromausfälle. Wenn solche Schwankungen oder Ausfälle zunehmen würden, wäre davon sogar die Mehrheit der Unternehmen betroffen: 56,2 Prozent gehen davon aus, dass dies ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen würde. dapd
